《am Morgen》9. Mai
„Gelobet sei Gott und der Vater unsers HERRN Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern durch Christum ..." Epheser 1,3
Christus verleiht den Seinen alle Segensgaben der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. In den geheimnisvollen Zeiten vergangener Ewigkeiten war der Herr Jesus der Ersterwählte Seines Vaters. Und in Seiner Erwählung hat Er uns ein Erbteil geschenkt, denn wir sind durch Ihn und in Ihm vor Grundlegung der Welt erwählt. Er hatte von aller Ewigkeit her das Vorrecht der Gotteskindschaft, als Seines Vaters eingeborener Sohn, an dem Er Wohlgefallen hat. Er hat auch uns in dem Reichtum Seiner Gnade durch Erwählung und Wiedergeburt zur Gotteskindschaft erhoben, so dass Er uns, die wir Ihn aufnahmen, „Macht gab, Gottes Kinder zu werden". Das ewige Testament, gegründet auf Seine Bürgschaft und durch einen Eid bekräftigt, ist unser Eigen, auf dass wir starken Trost und Sicherheit haben. In dem ewigen Vorsatz der berufenden Gnade und im allmächtigen Wort der Weisheit war der liebende Blick unseres Herrn Jesus stets auf uns gerichtet. Wir dürfen uns fest darauf verlassen, dass im ganzen Schicksalsbuch auch nicht ein Buchstabe gegen das Wohl Seiner Erlösten steht. Die große Verlobung des Königs der Herrlichkeit gilt uns, denn Er wurde uns angetraut, und der Tag des Hochzeits-festes ist nahe, an dem es dem ganzen Weltall verkündigt wird. Die wunderbare Menschwerdung des Gottes der Himmel samt all der erstaunlichen Herablassung und Erniedrigung, die damit verbunden war, geschah um unsertwillen. Der blutige Schweiß, das verwundete Haupt, die Nägelmale: sie sind auf ewig unser. Alle Segensfrüchte, die aus Seinem vollkommenen Gehorsam, aus Seiner vollbrachten Versöhnung, aus Seiner Auferstehung, Himmelfahrt und Fürbitte entspringen, sind Seine freie Gnadengabe an uns. Auf Seinem Brust-schildlein trägt Er unsere Namen und in Seiner alles vermögenden Fürsprache vor dem Thron gedenkt Er unser und unserer Anliegen. Seine Herrschaft über die Fürstentümer und Gewalten und Seine unumschränkte Majestät im Himmel handhabt Er zum Segen derer, die auf Ihn trauen. Er, der sich selbst für uns in den Abgrund der Schmerzen und des Todes dahingegeben hat, entzieht uns auch jetzt Seine Liebe nicht, wo Er auf dem höchsten Himmelsthron erhöht ist.
《Morning By Morning》May 9
“Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ, who hath blessed us with all spiritual blessings in heavenly places in Christ:”— Ephesians 1:3
All the goodness of the past, the present, and the future, Christ bestows upon his people. In the mysterious ages of the past the Lord Jesus was his Father’s first elect, and in his election he gave us an interest, for we were chosen in him from before the foundation of the world.
He had from all eternity the prerogatives of Sonship, as his Father’s only-begotten and well-beloved Son, and he has, in the riches of his grace, by adoption and regeneration, elevated us to sonship also, so that to us he has given “power to become the sons of God.”
The eternal covenant, based upon suretiship and confirmed by oath, is ours, for our strong consolation and security. In the everlasting settlements of predestinating wisdom and omnipotent decree, the eye of the Lord Jesus was ever fixed on us; and we may rest assured that in the whole roll of destiny there is not a line which militates against the interests of his redeemed.
The great betrothal of the Prince of Glory is ours, for it is to us that he is affianced, as the sacred nuptials shall ere long declare to an assembled universe.
The marvellous incarnation of the God of heaven, with all the amazing condescension and humiliation which attended it, is ours.
The bloody sweat, the scourge, the cross, are ours forever. Whatever blissful consequences flow from perfect obedience, finished atonement, resurrection, ascension, or intercession, all are ours by his own gift.
Upon his breastplate he is now bearing our names; and in his authoritative pleadings at the throne he remembers our persons and pleads our cause. His dominion over principalities and powers, and his absolute majesty in heaven, he employs for the benefit of them who trust in him.
His high estate is as much at our service as was his condition of abasement. He who gave himself for us in the depths of woe and death, doth not withdraw the grant now that he is enthroned in the highest heavens.
《am Abend》9. Mai
„Komm, mein Freund, lass uns aufs Feld hinausgehen (...), dass wir sehen, ob der Weinstock sprosse ..." Hohelied 7,12-13
Die Braut-Gemeinde hatte sich ernstliche Arbeit vorgenommen und wünschte sehnlichst ihres Herrn Gesellschaft dabei. Sie spricht nicht „ich will gehen", sondern „lass uns gehen". Es ist eine gesegnete Arbeit, wenn der Herr Jesus uns dabei zur Seite steht! Es ist die Aufgabe des Volkes Gottes, den Weinberg Gottes zu reinigen. Wie unsere ersten Eltern sind wir in den Garten des Herrn gestellt, um uns nützlich zu machen. Darum lasst uns aufs Feld hinausgehen. Beachtet wohl, dass die Gemeinde Christi in all ihren vielen Arbeiten den sehnlichen Wunsch hegt, die Gemeinschaft mit Christus zu genießen, wenn ihr Gemüt auf Ihn ausgerichtet ist. Es bilden sich manche ein, sie könnten Christus nicht in tätiger Weise dienen und doch Seinen Umgang genießen: Das ist ein Missverständnis. Es ist freilich sehr leicht, unser inwendiges Leben in äußerlichen Andachtsübungen zu vertändeln, so dass wir zuletzt mit der Braut klagen müssen: „Man hat mich zur Hüterin der Weinberge gesetzt; aber meinen Weinberg, den ich hatte, habe ich nicht behütet." Es ist kein Grund vorhanden, dass es wirklich so sein muss, es sei denn aus Schuld unserer eigenen Torheit und Nachlässigkeit. Aber gewiss ist, dass ein Bekenner des Evangeliums bei allem untätigen Leben ebenso geistlich tot sein kann wie einer, der sich im selbsterwählten Wirken verliert. Maria wurde nicht für ihr Sitzen allein, sondern für ihr Sitzen zu Jesu Füßen gelobt. Und so verdient auch ein Christ kein Lob für die Vernachlässigung seiner Pflichten, wenn er vorgibt, er habe unsichtbare Gemeinschaft mit Jesus. Nicht das Sitzen, sondern das Sitzen zu Jesu Füßen ist löblich! Glaubt nicht, dass Tätigkeit an sich etwas Unrechtes ist, denn sie ist ein großer Segen und ein Gnadenmittel für uns. Paulus nannte es eine Gnade, predigen zu dürfen. Jede christliche Tätigkeit kann für den, der sich ihr widmet, zum besonderen Segen werden. Die mit Christus in innigstem Umgang stehen, sind nicht die Einsiedler und Mönche, die viel Muße haben, sondern die unermüdlichen Arbeiter im Dienst Jesu. Sie haben Ihn bei ihrem Tagwerk zur Seite, so dass sie mit Gott zusammen arbeiten. So lasst uns daran denken, dass wir alles, was wir für Jesus tun, in inniger Gemeinschaft mit Ihm vollbringen.
《Evening by Evening》May 9
“Come, my beloved, let us go forth into the field; let us lodge in the villages.Let us get up early to the vineyards; let us see if the vine flourish, whether the tender grape appear, and the pomegranates bud forth: there will I give thee my loves.”— Song of Solomon 7:11,12
The church was about to engage in earnest labour, and desired her Lord’s company in it. She does not say, “I will go,” but “let us go.”
It is blessed working when Jesus is at our side! It is the business of God’s people to be trimmers of God’s vines. Like our first parents, we are put into the garden of the Lord for usefulness; let us therefore go forth into the field.
Observe that the church, when she is in her right mind, in all her many labours desires to enjoy communion with Christ. Some imagine that they cannot serve Christ actively, and yet have fellowship with him: they are mistaken.
Doubtless it is very easy to fritter away our inward life in outward exercises, and come to complain with the spouse, “They made me keeper of the vineyards; but mine own vineyard have I not kept;” but there is no reason why this should be the case except our own folly and neglect.
Certain is it that a professor may do nothing, and yet grow quite as lifeless in spiritual things as those who are most busy. Mary was not praised for sitting still; but for her sitting at Jesus’ feet.
Even so, Christians are not to be praised for neglecting duties under the pretence of having secret fellowship with Jesus: it is not sitting, but sitting at Jesus’ feet which is commendable. Do not think that activity is in itself an evil: it is a great blessing, and a means of grace to us.
Paul called it a grace given to him to be allowed to preach; and every form of Christian service may become a personal blessing to those engaged in it. Those who have most fellowship with Christ are not recluses or hermits, who have much time to spare, but indefatigable labourers who are toiling for Jesus, and who, in their toil, have him side by side with them, so that they are workers together with God.
Let us remember then, in anything we have to do for Jesus, that we can do it, and should do it in close communion with him.
《am Morgen》10. Mai
„Nun ist aber Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen." 1. Korinther 15,20
Das ganze Wesen des christlichen Glaubens beruht auf der Tatsache, dass Christus von den Toten auferstanden ist. Denn „ist Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube eitel: so seid ihr noch in euren Sünden" (Vers 14). Die Gottheit Christi findet ihre feste Bestätigung in Seiner Auferstehung, denn Er ist „kräftiglich erwiesen ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiligt, seit der Zeit Er auferstanden ist von den Toten". (Römer 1,4). An Seiner Gottheit zu zweifeln wäre dann vernünftig, wenn Er nicht auferstanden wäre. Zudem hängt Christi Herrschaft ganz von Seiner Auferstehung ab, denn „dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden, und wieder lebendig geworden, dass Er über Tote und Lebendige Herr sei". (Römer 14,9). Ferner ist unsere Rechtfertigung, dieser kostbare Segen des neuen Bundes, auf das Engste mit Christi herrlichem Sieg über Tod und Grab verknüpft: „Denn Er ist um unserer Sünden willen dahingegeben, und um unserer Gerechtigkeit willen auferweckt." (Römer 4,25). Ja, noch mehr, sogar unsere Wiedergeburt steht im Zusammenhang mit Seiner Auferstehung, denn Gott „hat uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung, durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten". (1.Petrus 1,3). Und es ist vor allem gewiss, dass aus diesem Grund auch unsere Auferstehung in der Zukunft Christi ruht, denn „so nun der Geist des, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird auch derselbe, der Christus von den Toten auf-erweckt hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen, um des willen, dass sein Geist in euch wohnt". (Römer 8,11). Ist Christus nicht auferstanden, so werden wir auch nicht auferstehen. Wenn Er aber auferstanden ist, so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, nicht verloren, sondern werden in ihrem Fleisch Gott sehen. So läuft der silberne Faden der Auferstehung durch alle Segenserfahrungen des Gläubigen, von seiner Wiedergeburt bis zu seiner Auferstehung, und verbindet sie alle. Wie wichtig muss darum diese große Heilstatsache seinem Gemüt werden, und wie muss er sich hoch darüber freuen, dass über alle Zweifel feststeht: „Nun ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling geworden unter denen, die da schlafen. Und werden in Christus alle lebendig gemacht werden."
《Morning By Morning》May 10
“But now is Christ risen from the dead, and become the firstfruits of them that slept.”— 1 Corinthians 15:20
The whole system of Christianity rests upon the fact that “Christ is risen from the dead;” for, “If Christ be not risen, then is our preaching vain, and your faith is also vain: ye are yet in your sins.”
The divinity of Christ finds its surest proof in his resurrection, since he was “Declared to be the Son of God with power, according to the spirit of holiness, by the resurrection from the dead.” It would not be unreasonable to doubt his deity if he had not risen.
Moreover, Christ’s sovereignty depends upon his resurrection, “For to this end Christ both died, and rose, and revived, that he might be Lord both of the dead and living.” Again, our justification, that choice blessing of the covenant, is linked with Christ’s triumphant victory over death and the grave; for “He was delivered for our offences, and was raised again for our justification.”
Nay, more, our very regeneration is connected with his resurrection, for we are “Begotten again unto a lively hope by the resurrection of Jesus Christ from the dead.” And most certainly our ultimate resurrection rests here, for, “If the Spirit of him that raised up Jesus from the dead dwell in you, he that raised up Christ from the dead shall also quicken your mortal bodies by his Spirit that dwelleth in you.”
If Christ be not risen, then shall we not rise; but if he be risen then they who are asleep in Christ have not perished, but in their flesh shall surely behold their God.
Thus, the silver thread of resurrection runs through all the believer’s blessings, from his regeneration onwards to his eternal glory, and binds them together.
How important then will this glorious fact be in his estimation, and how will he rejoice that beyond a doubt it is established, that “now is Christ risen from the dead”!
“The promise is fulfill’d,
Redemption’s work is done,
Justice with mercy’s reconciled,
For God has raised his Son.”
《am Abend》10. Mai
„Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." Johannes 1,14
Gläubige Seele, du kannst Zeugnis geben, dass Christus der ein-geborene Sohn vom Vater ist, wie auch der Erstgeborene von den Toten. Du kannst sagen: „Er ist in meinen Augen göttlich, auch wenn Er sonst für alle Welt nur Mensch wäre. Er hat für mich vollbracht, was kein anderer tun kann außer Gott. Er hat meinen unbeugsamen Willen gebrochen, mein diamantenhartes Herz geschmolzen, Er hat eherne Tore gesprengt und eiserne Fesseln zerrissen. Er hat mein Weinen in Lachen verwandelt und meine stumme Verzweiflung in lauter Freude. Er hat mein Gefängnis gefangen geführt und mein Herz mit unaussprechlicher und herrlicher Freude erfüllt. Mögen andere von Ihm denken, was sie wollen, mir ist Er der Eingeborene vom Vater, und muss es bleiben: Hochgelobet sei Sein Name. Zudem ist Er voller Gnade. Wenn Er nicht gewesen wäre, so wäre ich nie gerettet worden. Er zog mich zu sich, wenn ich mich von Seiner Gnade losreißen wollte. Und als ich endlich völlig zitternd, wie ein verurteilter Verbrecher, zu Seinem Gnadenstuhl kam, sprach Er: Deine vielen und großen Sünden sind dir alle vergeben; sei getrost! Und Er ist auch voller Wahrheit. Alle Seine Verheißungen sind Ja und Amen gewesen, und es hat auch nicht an einer einzigen Verheißung gefehlt. Ich bekenne, dass nie ein Knecht einen solchen Meister hatte, wie ich Ihn habe. Nie hat ein Bruder einen solchen treuen Freund gehabt, wie Er sich mir zeigte. Nie hat eine Braut einen so herrlichen Bräutigam gehabt, wie Christus es für meine Seele war. Nie hat je ein Sünder einen gütigeren Heiland, nie ein Betrübter einen kräftigeren Tröster gehabt, als Christus es meinem Geist gewesen ist. Ich will nur Ihn, nur Ihn! Im Leben ist Er mein Leben, und im Tod ist Er meines Todes Tod. In Armut ist Christus mein Reichtum, in Krankheit mein Ruhekissen, in Dunkelheit mein heller Stern und in der Herrlichkeit meine Sonne. Er ist das Manna im Lager der Wüste und das neue Korn im Lande Kanaan. Der Herr Jesus ist mir ganz Gnade und kein Gericht, ganz Wahrheit und kein Trug. Von Gnade und Wahrheit ist Er erfüllt, ganz und gar erfüllt. O meine Seele, preise an diesem Abend mit all deiner Macht den eingeborenen Sohn.
《Evening by Evening》May 10
“And the Word was made flesh, and dwelt among us, (and we beheld his glory, the glory as of the only begotten of the Father,) full of grace and truth.”— John 1:14
Believer, you can bear your testimony that Christ is the only begotten of the Father, as well as the first begotten from the dead. You can say, “He is divine to me, if he be human to all the world beside.
He has done that for me which none but a God could do. He has subdued my stubborn will, melted a heart of adamant, opened gates of brass, and snapped bars of iron.
He hath turned for me my mourning into laughter, and my desolation into joy; he hath led my captivity captive, and made my heart rejoice with joy unspeakable and full of glory. Let others think as they will of him, to me he must be the only begotten of the Father: blessed be his name.
And he is full of grace. Ah! had he not been, I should never have been saved. He drew me when I struggled to escape from his grace; and when at last I came all trembling like a condemned culprit to his mercy-seat, he said, Thy sins which are many are all forgiven thee: be of good cheer.’
And he is full of truth. True have his promises been, not one has failed. I bear witness that never servant had such a master as I have; never brother such a kinsman as he has been to me; never spouse such a husband as Christ has been to my soul; never sinner a better Saviour; never mourner a better comforter than Christ hath been to my spirit.
I want none beside him. In life he is my life, and in death he shall be the death of death; in poverty Christ is my riches; in sickness he makes my bed; in darkness he is my star, and in brightness he is my sun; he is the manna of the camp in the wilderness, and he shall be the new corn of the host when they come to Canaan.
Jesus is to me all grace and no wrath, all truth and no falsehood: and of truth and grace he is full, infinitely full. My soul, this night, bless with all thy might the only Begotten.'”
Use for《Evening by Evening》May 11
《am Morgen》11. Mai
,,... und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende." Matthäus 28,20
Es ist gut, dass da einer ist, der immer derselbe bleibt und allezeit bei uns ist. Gut ist es, dass mitten in den gewaltigen Wogen des Lebensmeeres ein unerschütterlicher Fels steht. O meine Seele, hänge dein Herz nicht an vergängliche Schätze, die der Rost und die Motten fressen, sondern hänge mit ganzer Seele an dem, der dir ewig treu bleibt. Baue dein Haus nicht auf den beweglichen Treibsand einer Welt voller Täuschungen, sondern gründe deine Hoffnungen auf diesen Fels, der inmitten rauschender Regengüsse und gewaltiger Fluten ruhig und unerschütterlich feststeht. Meine Seele, o, ich beschwöre dich, birg deine Schätze in der einzigen sicheren Schatzkammer, dort, wo du sie niemals verlieren kannst. Vertraue all dein Ver-mögen Christus an. Schenke deine ganze Liebe ungeschmälert Seiner Person, gründe all deine Hoffnung auf Sein Verdienst und setze deine ganze Zuversicht auf Sein allmächtiges Blut. Suchst du all deine Freude im Umgang mit Ihm, so kannst du jede Gefahr verlachen. Kein Verderben wird dich anrühren. Bedenke, dass nach und nach alle Blumen aus dem Lustgarten dieser Welt verwelken. Es kommt der Tag, wo davon nichts als die dunkle, kalte Erde übrig bleibt. Der schwarze Feuerlöscher des Todes wird in kurzem dein Lebenslicht auslöschen. O wie lieblich ist es dann, wenn dein Licht ausgegangen ist, dir die Sonne scheint! Bald zeigt sich die dunkle Flut zwischen dir und allem, was dein ist. Schenke heute noch dein Herz dem, der dich nie verlässt. Vertraue dich dem an, der mit dir durch den schwarzen, schwellenden Strom der Todeswellen geht, dich sicher ans himmlische Ufer geleitet und dich bei Ihm in den himmlischen Wohnungen ewig wohnen lässt. Gehe hin, du betrübtes Kind voller Leiden, er-zähle diesem Freund alle dein Anliegen, der dich mehr liebt und dir treuer beisteht als jeder Mensch. Vertraue all deine Sorgen dem an, der dir nie geraubt werden kann, der dich nie verlässt und der nie zu-lässt, dass du Ihn verlässt, nämlich „Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit“. „Siehe, ich bin bei euch alle Tage", das ist genug für meine Seele, mag mich auch sonst alles verlassen.
《Morning By Morning》May 11
“Teaching them to observe all things whatsoever I have commanded you: and, lo, I am with you alway, even unto the end of the world. Amen.”— Matthew 28:20
It is well there is One who is ever the same, and who is ever with us. It is well there is one stable rock amidst the billows of the sea of life.
O my soul, set not thine affections upon rusting, moth-eaten, decaying treasures, but set thine heart upon him who abides forever faithful to thee. Build not thine house upon the moving quicksands of a deceitful world, but found thy hopes upon this rock, which, amid descending rain and roaring floods, shall stand immovably secure.
My soul, I charge thee, lay up thy treasure in the only secure cabinet; store thy jewels where thou canst never lose them. Put thine all in Christ; set all thine affections on his person, all thy hope in his merit, all thy trust in his efficacious blood, all thy joy in his presence, and so thou mayest laugh at loss, and defy destruction.
Remember that all the flowers in the world’s garden fade by turns, and the day cometh when nothing will be left but the black, cold earth. Death’s black extinguisher must soon put out thy candle.
Oh! how sweet to have sunlight when the candle is gone! The dark flood must soon roll between thee and all thou hast; then wed thine heart to him who will never leave thee; trust thyself with him who will go with thee through the black and surging current of death’s stream, and who will land thee safely on the celestial shore, and make thee sit with him in heavenly places forever.
Go, sorrowing son of affliction, tell thy secrets to the Friend who sticketh closer than a brother. Trust all thy concerns with him who never can be taken from thee, who will never leave thee, and who will never let thee leave him, even “Jesus Christ, the same yesterday, and today, and forever.”
“Lo, I am with you alway,” is enough for my soul to live upon, let who will forsake me.v
《am Abend》11. Mai
„Sei nur getrost und sehr freudig, dass du haltest und tust aller-dinge nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat." Josua 1,7a
Die Liebe Gottes zu Seinen Knechten weist sie stets auf den Zu-stand ihres inneren Gemütslebens hin. Er wünscht, dass sie guten Mutes sind. Manche achten es für gering, wenn gläubige Seelen von Zweifeln und Ängsten gequält werden. Gott sieht es anders an. Aus unserer Schriftstelle geht klar hervor, dass unser Herr und Meister nicht will, dass uns Furcht und Schrecken verwirren. Er will, dass wir ohne Sorge, ohne Zweifel, ohne Zagen sind. Unser Meister nimmt unseren Unglauben nicht so leicht wie wir. Wenn wir nahe am Ver-zweifeln sind, dann ist das eine schwere und gefährliche Krankheit, die wir nicht gleichgültig behandeln, sondern gleich unserem geliebten Arzt anvertrauen müssen. Unser Herr sieht es nicht gern, wenn unser Angesicht traurig ist. Es war ein Gebot des Königs Ahasveros, dass niemand in Trauerkleidern zum Königshof kommen durfte. Ein solches Gesetz kennt der König aller Könige nicht, denn wir dürfen auch mit unserer Traurigkeit zu Ihm kommen. Aber dennoch hätte Er es gern, wenn wir den Geist der Niedergeschlagenheit ausziehen und uns mit dem Gewand des Lobgesangs schmücken würden: denn wir haben allen Grund, uns zu freuen. Der Christ sollte freudig gestimmt sein, damit er den Herrn durch heldenmütiges Ertragen schwerer Prüfungen verherrlichen kann. Wenn er aber furchtsam und feige ist, bringt er seinem Gott Unehre und gibt damit ein schlechtes Bei-spiel. Die Krankheit des Unglaubens und der Entmutigung ist eine ansteckende Seuche, die sich schnell unter der Herde des Herrn aus-breitet. Ein niedergeschlagener Christ macht zwanzig andere Seelen traurig. Und wenn euer Mut nicht aufrechterhalten bleibt, wird Satan euch zu mächtig sein. Euer Geist freue sich Gottes, eures Heilandes! Die Freude am Herrn sei eure Stärke, dann wird euch kein höllischer Feind die Stirn bieten. Nur die Feigheit wirft das Banner weg. Zudem geht dem fröhlichen Gemüt die Arbeit leichter von der Hand und ein getroster Mut wird durch gutes Gelingen belohnt. Wenn ein Mensch bei seiner Arbeit fröhlich ist und von Herzen Gott vertraut, schenkt Er Gelingen. Wer in Hoffnung sät, wird in Freuden ernten. Darum, liebe Seele, „sei nur getrost und sehr freudig".
《Evening by Evening》May 11
“Only be thou strong and very courageous, that thou mayest observe to do according to all the law, which Moses my servant commanded thee: turn not from it to the right hand or to the left, that thou mayest prosper whithersoever thou goest.”— Joshua 1:7
Our God’s tender love for his servants makes him concerned for the state of their inward feelings. He desires them to be of good courage.
Some esteem it a small thing for a believer to be vexed with doubts and fears, but God thinks not so. From this text it is plain that our Master would not have us entangled with fears. He would have us without carefulness, without doubt, without cowardice.
Our Master does not think so lightly of our unbelief as we do. When we are desponding we are subject to a grievous malady, not to be trifled with, but to be carried at once to the beloved Physician. Our Lord loveth not to see our countenance sad.
It was a law of Ahasuerus that no one should come into the king’s court dressed in mourning: this is not the law of the King of kings, for we may come mourning as we are; but still he would have us put off the spirit of heaviness, and put on the garment of praise, for there is much reason to rejoice.
The Christian man ought to be of a courageous spirit, in order that he may glorify the Lord by enduring trials in an heroic manner. If he be fearful and fainthearted, it will dishonour his God.
Besides, what a bad example it is. This disease of doubtfulness and discouragement is an epidemic which soon spreads amongst the Lord’s flock. One downcast believer makes twenty souls sad.
Moreover, unless your courage is kept up, Satan will be too much for you. Let your spirit be joyful in God your Saviour, the joy of the Lord shall be your strength, and no fiend of hell shall make headway against you; but cowardice throws down the banner.
Moreover, labour is light to a man of cheerful spirit; and success waits upon cheerfulness. The man who toils, rejoicing in his God, believing with all his heart, has success guaranteed. He who sows in hope shall reap in joy; therefore, dear reader, “be thou strong, and very courageous.”
《am Morgen》12. Mai
„Wer meine Gebote hat und hält sie, der ist es, der mich liebt. Wer mich aber liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren." Johannes 14,21
Der Herr Jesus schenkt den Seinen manchmal ganz besondere Offenbarungen über Seine Person. Auch wenn die Heilige Schrift dies nicht ausdrücklich erklärt, würden es doch viele Heilige aus eigener Erfahrung bezeugen. Sie haben von ihrem Herrn und Heiland Jesus Christus ganz besondere Gnade empfangen, von denen wir immer wieder lesen und hören. In vielen Lebenszeugnissen vorbildlicher Gotteskinder findet man viele Beispiele, wie es dem Herrn Jesus gefiel, mit ihren Herzen in ganz besonders vertraulicher Weise zu reden und ihnen die Wunder Seines Wesens zu offenbaren. Ihre Seelen sind in eine so überschwängliche Glückseligkeit eingetaucht worden, dass sie meinten, sie seien im Himmel, obwohl sie nicht darin, sondern nur auf der Schwelle davor waren. Wenn sich der Herr Jesus Seinem Volk offenbart, so ist es ein Himmel auf Erden, ein aufblühendes Paradies, ein Anfang der ewigen Seligkeit. Besondere Offenbarungen Christi üben einen heiligen Einfluss auf die Herzen der Gläubigen aus. Sie bewirken zuallererst Demut. Wenn jemand sagt: „Ich habe die und jene himmlische Erscheinung gesehen, es ist etwas Besonderes an mir", so hat er noch nie irgendeine Gemeinschaft mit seinem Herrn und Heiland gehabt, denn Gott „sieht auf das Niedrige, und kennt den Stolzen von ferne". Er braucht nicht in ihre Nähe zu kommen, um sie zu durchschauen, und Er gibt ihnen Seine Liebe niemals zu schmecken. Eine andere Wirkung ist Glückseligkeit, denn die Gegenwart Gottes gibt ewige Freude in Fülle. Weiterhin ist Heiligung eine selige Folge dieser Offenbarung. Ein Mensch, der nichts von Heiligung weiß, hat nie etwas von einer Offenbarung Gottes an sich erfahren. Manche Menschen reden viel von ihrem Glauben und von ihrer Seligkeit, aber all ihr Gerede verdient nicht den geringsten Glauben, wenn ihren Worten nicht auch ihre Werke entsprechen. „Irret euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten." Er schenkt Seine Gunst nicht den Gottlosen: „Darum siehe, dass Gott nicht verwirft die Frommen und erhält nicht die Hand der Boshaften" (Hiob 8,20). So übt die Nähe Jesu eine dreifache Wirkung aus: Demut, Glückseligkeit und Heiligung. Das schenke dir Gott, lieber Christ!
《Morning By Morning》May 12
“He that hath my commandments, and keepeth them, he it is that loveth me: and he that loveth me shall be loved of my Father, and I will love him, and will manifest myself to him.”— John 14:21
The Lord Jesus gives special revelations of himself to his people. Even if Scripture did not declare this, there are many of the children of God who could testify the truth of it from their own experience.
They have had manifestations of their Lord and Saviour Jesus Christ in a peculiar manner, such as no mere reading or hearing could afford. In the biographies of eminent saints, you will find many instances recorded in which Jesus has been pleased, in a very special manner to speak to their souls, and to unfold the wonders of his person; yea, so have their souls been steeped in happiness that they have thought themselves to be in heaven, whereas they were not there, though they were well nigh on the threshold of it–for when Jesus manifests himself to his people, it is heaven on earth; it is paradise in embryo; it is bliss begun.
Especial manifestations of Christ exercise a holy influence on the believer’s heart. One effect will be humility.
If a man says, “I have had such-and-such spiritual communications, I am a great man,” he has never had any communion with Jesus at all; for “God hath respect unto the lowly: but the proud he knoweth afar off.” He does not need to come near them to know them, and will never give them any visits of love.
Another effect will be happiness; for in God’s presence there are pleasures for evermore.
Holiness will be sure to follow. A man who has no holiness has never had this manifestation. Some men profess a great deal; but we must not believe any one unless we see that his deeds answer to what he says.
“Be not deceived; God is not mocked.” He will not bestow his favours upon the wicked: for while he will not cast away a perfect man, neither will he respect an evil doer.
Thus there will be three effects of nearness to Jesus–humility, happiness, and holiness. May God give them to thee, Christian!
《am Abend》12. Mai
„Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen. Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen "1. Mose 46,3-4a
Jakob muss einen Schauder bei dem Gedanken empfunden haben, das Land seiner Väter verlassen und als Fremdling unter heidnischen Völkern leben zu müssen. Es war ein neuer Platz mit neuen Prüfungen. Aber wer wagt sich schon unter die Höflinge eines fremden Königreichs, ohne sich Sorgen zu machen? Doch dieser Weg war zweifellos für ihn bestimmt. Deshalb entschloss er sich dazu, ihn zu gehen. Dies ist häufig auch die Situation gläubiger Seelen in unseren Tagen. Sie werden in Gefahren und Versuchungen hineingestellt, in denen sie noch ganz unerfahren sind. In solchen Zeiten sollen sie Jakob zum Vorbild nehmen, Gott ein Gebet als Opfer bringen und um Seine Leitung und Führung flehen. Sie sollen keinen Fuß setzen, ohne auf den Herrn zu hoffen und Seinen Segen zu empfangen. Denn dann werden sie den Begleiter Jakobs auch zu ihrem Freund und Helfer haben. Wie köstlich, wenn wir uns darauf verlassen können, dass der Herr mit uns auf allen unseren Wegen ist und sich zu uns her-abneigt, um mit uns durch alle Schmach und Verfolgung zu gehen! Unseres Vaters Liebe strahlt auch jenseits der Meere wie die Sonne in ihrer Kraft. Wir dürfen nicht wankelmütig sein, sondern uns dahin wenden, wo Gott uns Seine Gegenwart verheißt. Selbst das Tal der Todesschatten erhält von den Strahlen dieser Zuversicht einen Glanz. Wenn Christen im Glauben an ihren Gott vorwärts ziehen, so wird sich Jakobs Verheißung an ihnen erfüllen. Er wird sie wieder heraus-führen, sei es aus den Trübsalen des Lebens oder sei es aus den Kammern des Todes. Jakobs Nachkomme kam zur vorherbestimmten Zeit aus Ägypten. So werden auch alle Getreuen unversehrt durch Trübsale des Lebens und durch Schrecken des Todes geleitet. Lasst uns Gott vertrauen wie Jakob. „Fürchte dich nicht!" Gottes Leitung und Schutz verbieten die leiseste Furcht des Unglaubens. Wir sollten uns davor fürchten, auch nur einen einzigen Schritt ohne unseren Gott zu wagen. Aber wenn Er uns den Auftrag gibt zu gehen, wäre jedes Zögern gefährlich für uns. Lieber Leser, gehe mutig voran und fürchte dich nicht!
《Evening by Evening》May 12
“And he said, I am God, the God of thy father: fear not to go down into Egypt; for I will there make of thee a great nation:I will go down with thee into Egypt; and I will also surely bring thee up again: and Joseph shall put his hand upon thine eyes.”— Genesis 46:3,4
Jacob must have shuddered at the thought of leaving the land of his father’s sojourning, and dwelling among heathen strangers. It was a new scene, and likely to be a trying one: who shall venture among couriers of a foreign monarch without anxiety?
Yet the way was evidently appointed for him, and therefore he resolved to go. This is frequently the position of believers now–they are called to perils and temptations altogether untried: at such seasons let them imitate Jacob’s example by offering sacrifices of prayer unto God, and seeking his direction; let them not take a step until they have waited upon the Lord for his blessing: then they will have Jacob’s companion to be their friend and helper.
How blessed to feel assured that the Lord is with us in all our ways, and condescends to go down into our humiliations and banishments with us! Even beyond the ocean our Father’s love beams like the sun in its strength.
We cannot hesitate to go where Jehovah promises his presence; even the valley of deathshade grows bright with the radiance of this assurance. Marching onwards with faith in their God, believers shall have Jacob’s promise.
They shall be brought up again, whether it be from the troubles of life or the chambers of death.
Jacob’s seed came out of Egypt in due time, and so shall all the faithful pass unscathed through the tribulation of life, and the terror of death. Let us exercise Jacob’s confidence. “Fear not,” is the Lord’s command and his divine encouragement to those who at his bidding are launching upon new seas; the divine presence and preservation forbid so much as one unbelieving fear.
Without our God we should fear to move; but when he bids us to, it would be dangerous to tarry. Reader, go forward, and fear not.
《am Morgen》13. Mai
„Denn sein Zorn währt einen Augenblick, und lebenslang seine Gnade; den Abend lang währt das Weinen, aber des Morgens ist Freude." Psalm 30,6
Lieber Christ! Wenn du in einer Nacht der Sorge bist, so denke an Morgen. Tröste deine Seele mit der Aussicht auf das Kommen deines Herrn. Sei geduldig, denn „des Menschen Sohn wird kommen in seiner Herrlichkeit". Sei geduldig! Der Bauer wartet, bis er die Ernte ein-bringen kann. Sei geduldig, denn du weißt ja, wer Er ist, der gesagt hat: „Siehe, ich komme bald, und mein Lohn mit mir, zu geben einem jeglichen, wie seine Werke sein werden." Und wenn du noch so kummervoll wärest, fasse Mut: „Hebet eure Häupter auf, die Erlösung ist nicht ferne!" Vielleicht ist jetzt dein Haupt mit mancherlei Dornen der Trübsal gekrönt, aber einst wird es eine Sternenkrone tragen, und bis dahin dauert es nicht mehr lange. Ist deine Hand von vielen Sorgen beschwert? Bald wird sie die Saiten der himmlischen Harfe berühren. Deine Kleider mögen vom Staub und Schmutz dieser Welt befleckt sein, doch sei getrost, einmal werden sie schneeweiß wer-den. Warte nur noch ein wenig. Wie unbedeutend werden unsere Prüfungen und Leiden einst erscheinen, wenn wir darauf zurückblicken? Wenn wir sie jetzt in der Nähe betrachten, da kommen sie uns noch unermesslich groß vor. Wenn wir aber zum Himmel eingehen, dann werden wir rühmen:
„Nun sind die Tränen ausgeweint, mit dem treusten Freund bin ich vereint!"
Dann werden unsere Leiden als leichte und als längst vergangene Anfeindungen erscheinen. Darum mutig vorwärts! Und wäre die Nacht auch noch so finster, es kommt der Morgen, der weit mehr ist, als alle Vorstellung über die Finsternis der Hölle, die dann verschlossen ist. Weißt du, lieber Leser, was es heißt, von der Zukunft zu leben und sich von der Hoffnung zu nähren? Den Himmel schon im Voraus genießen! Du bist ein seliges Glaubenskind, wenn du eine solche gewisse und tröstliche Hoffnung hast! Jetzt mag dir manches noch düster erscheinen, aber bald wird es hell werden. Jetzt ist viel-leicht überall um dich her Elend, aber bald wirst du in einem Meer der Freude sein. Was macht es auch, ob den Abend lang währt das Weinen", denn „des Morgens ist Freude"!
《Morning By Morning》May 13
“For his anger endureth but a moment; in his favour is life: weeping may endure for a night, but joy cometh in the morning.”— Psalm 30:5
Christian! If thou art in a night of trial, think of the morrow; cheer up thy heart with the thought of the coming of thy Lord. Be patient, for
“Lo! He comes with clouds descending.”
Be patient! The Husbandman waits until he reaps his harvest. Be patient; for you know who has said, “Behold, I come quickly; and my reward is with me, to give to every man according as his work shall be.” If you are never so wretched now, remember
“A few more rolling suns, at most,
Will land thee on fair Canaan’s coast.”
Thy head may be crowned with thorny troubles now, but it shall wear a starry crown ere long; thy hand may be filled with cares–it shall sweep the strings of the harp of heaven soon. Thy garments may be soiled with dust now; they shall be white by-and-by. Wait a little longer.
Ah! how despicable our troubles and trials will seem when we look back upon them! Looking at them here in the prospect, they seem immense; but when we get to heaven we shall then
“With transporting joys recount,
The labours of our feet.”
Our trials will then seem light and momentary afflictions. Let us go on boldly; if the night be never so dark, the morning cometh, which is more than they can say who are shut up in the darkness of hell.
Do you know what it is thus to live on the future–to live on expectation–to antedate heaven? Happy believer, to have so sure, so comforting a hope. It may be all dark now, but it will soon be light; it may be all trial now, but it will soon be all happiness.
What matters it though “weeping may endure for a night,” when “joy cometh in the morning?”
《am Abend》13. Mai
„HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen." Psalm 142,6
Gläubige Seele, siehe dein Erbteil an und vergleiche es mit dem Besitz deiner Mitmenschen. Etliche von ihnen haben ihr Eigentum in Äckern, sie sind reich und ihre Ernten sichern ihnen goldene Polster. Aber was sind ihre Vorräte gegen deinen Gott, der auch der Gott der Ernten ist? Was sind überfüllte Kornkammern gegen den wahren Hausherrn, der dich mit Himmelsbrot ernährt? Eine ganze Reihe Menschen haben ihr Eigentum in der Stadt. Ihr Reichtum ist mächtig und fließt ihnen in ununterbrochenen Strömen zu, bis sie selber zu goldenen Schatzkammern werden. Aber was ist Gold gegen deinen Gott? Vom Gold kannst du nicht leben, es vermag dein geistliches Leben nicht zu nähren. Oder kannst du mit Gold dein schlechtes Gewissen beruhigen? Kann Gold, wenn du es auf dein verzweifeltes Herz legst, auch nur einen einzigen Seufzer beruhigen oder auch nur den leisesten Kummer stillen? Du aber besitzt Gott! In Ihm hast du mehr als alles, was je mit Gold und Schätzen erkauft werden kann. Andere wieder haben ihr Teil in dem, wonach wohl die meisten Menschen streben: Anerkennung und Ruhm. Aber frage dich selbst: Ist dir dein Gott nicht viel mehr wert als das alles? Was würde es dir nützen, wenn tausende Posaunen zu deinem Lob ertönen würden? Würde dich das auf dem Weg durch den Jordanstrom stärken oder dich im Angesicht des Gerichts trösten? Nein! Es gibt Schmerzen im Leben, die kein Reichtum mildern kann. Und dann kommt ein tiefes Bedürfnis für die Stunde des Todes, das keine irdischen Schätze befriedigen können. Wenn aber Gott dein Vermögen ist, so besitzt du mehr, als diese alle zusammen. In Ihm wird jedes Bedürfnis gestillt, im Leben wie im Tod. Hast du Gott zu deinem Teil, so bist du wahrhaft reich. Denn Er sorgt für dich, tröstet dein Herz, stillt deinen Kummer, leitet deine Schritte, geht mit dir durch das dunkle Tal und nimmt dich am Ende zu sich heim, damit du dich in Ihm, als dein Erbteil, ewiglich freuen kannst. „Ich habe genug", sprach Esau. Das ist das Beste, was ein weltlich gesinnter Mensch sagen kann. Jakob aber antwortete: „Ich habe an allem genug" - ein Spruch, der vielen irdischen Gemütern zu hoch und unerreichbar scheint.
Eine andere Version des Textes
《am Abend》13. Mai
"Mein Teil ist der HERR! Ich habe versprochen, deine Worte zu bewahren."
— Psalm 119:57
Sieh auf deine Besitztümer, o Gläubiger, und vergleiche deinen Anteil mit dem Los deiner Mitmenschen.
Einige von ihnen haben ihren Anteil auf dem Felde; Sie sind reich, und ihre Ernten bringen ihnen einen goldenen Zuwachs ein; aber was sind Ernten im Vergleich zu deinem Gott, der der Gott der Ernte ist? Was sind Berstende Kornspeicher im Vergleich zu Ihm, wer ist der Landwirt und nährt dich mit dem Brot des Himmels?
Einige haben ihren Anteil in der Stadt; Ihr Reichtum ist reichlich und fließt in beständigen Strömen zu ihnen, bis sie zu einem wahren Reservoir von Gold werden; aber was ist Gold im Vergleich zu deinem Gott? Du könnte nicht davon leben; Dein geistliches Leben könnte dadurch nicht aufrechterhalten werden.
Legte es auf ein beunruhigtes Gewissen, und konnte es seine Schmerzen lindern? Wenden Sie es auf ein verzagtes Herz an und sehen Sie, ob es ein einsames Seufzen bleiben oder einem umso weniger Kummer bereiten könnte? Du aber hast Gott und in ihm Du hast mehr, als Gold oder Reichtum je kaufen könnten.
Einige haben ihren Anteil an dem, was die meisten Menschen lieben: Beifall und Ruhm; aber frage dich selbst: Ist dir dein Gott nicht mehr als das?
Was, wenn eine Myriade von Rufen in deinem Beifall laut ertönen würde, würde dich das darauf vorbereiten, den Jordan zu überschreiten, oder sich einem Prozess zu stellen? Nein, es gibt Leiden im Leben, die Reichtum nicht kann lindern; und da ist das tiefe Bedürfnis nach einer sterbenden Stunde, für die kein Reichtum sorgen kann.
Wenn du aber Gott für deinen Anteil hast, hast du mehr als alles andere zusammen. In ihm ist jedes Bedürfnis erfüllt, ob im Leben oder im Tod.
Mit Gott für deinen Anteil bist du wahrhaftig reich, denn er wird deine Not stillen, dein Herz trösten, deinen Kummer lindern, deine Schritte leiten, mit dir im dunklen Tal sein und dich dann nach Hause bringen, um Genieße ihn für immer als deinen Teil.
»Ich habe genug,« sagte Esau; das ist das Beste, was ein weltlicher Mensch sagen kann, aber Jakob antwortet: "Ich habe alles", was für fleischliche Gemüter zu hoch ist.
Esau sagte: „Ich habe genug.“ (1. Mose 33,9) Das ist das Beste, was ein weltlich gesinnter Mensch sagen kann. Jakob aber antwortete: „ich habe von allem genug“ (1. Mose 33,11), was weit erhabener ist und das Verständnis eines fleischlich gesinnten Menschen übersteigt.
《Evening by Evening》May 13
“CHETH. Thou art my portion, O LORD: I have said that I would keep thy words.”— Psalm 119:57
Look at thy possessions, O believer, and compare thy portion with the lot of thy fellowmen.
Some of them have their portion in the field; they are rich, and their harvests yield them a golden increase; but what are harvests compared with thy God, who is the God of harvests? What are bursting granaries compared with him, who is the Husbandman, and feeds thee with the bread of heaven?
Some have their portion in the city; their wealth is abundant, and flows to them in constant streams, until they become a very reservoir of gold; but what is gold compared with thy God? Thou couldst not live on it; thy spiritual life could not be sustained by it.
Put it on a troubled conscience, and could it allay its pangs? Apply it to a desponding heart, and see if it could stay a solitary groan, or give one grief the less? But thou hast God, and in him thou hast more than gold or riches ever could buy.
Some have their portion in that which most men love–applause and fame; but ask thyself, is not thy God more to thee than that?
What if a myriad clarions should be loud in thine applause, would this prepare thee to pass the Jordan, or cheer thee in prospect of judgment? No, there are griefs in life which wealth cannot alleviate; and there is the deep need of a dying hour, for which no riches can provide.
But when thou hast God for thy portion, thou hast more than all else put together. In him every want is met, whether in life or in death.
With God for thy portion thou art rich indeed, for he will supply thy need, comfort thy heart, assuage thy grief, guide thy steps, be with thee in the dark valley, and then take thee home, to enjoy him as thy portion forever.
“I have enough,” said Esau; this is the best thing a worldly man can say, but Jacob replies, “I have all things,” which is a note too high for carnal minds.
Use for 《Evening by Evening》May 14
THE STORY BEHIND HYMN (The Author is the
pastor and also the founder of the two schools Massachusetts Gordon Conwell Theological Seminary and Gordon University)
《am Morgen》14. Mai
„Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf dass wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden." Römer 8,17
Durch rechtskräftige Einsetzung gehören Christus die unendlichen Reiche im Weltall Seines Vaters als Sein Eigentum. Als „Erbe über alles" ist Er der einzige Eigentümer der weiten Weltschöpfung Gottes. Er hat uns gestattet, alles als unser Eigentum zu betrachten und zu beanspruchen. Er hat uns durch Seine Einsetzung zu Miterben gemacht. Des Herrn Bestätigung gilt allen Seinen Auserwählten. Die goldenen Gassen des Paradieses, die Perlentore, der Strom des Lebens, die überschwängliche Seligkeit und die unaussprechliche Herrlichkeit sind uns durch unseren hochgelobten Herrn zum ewigen Eigentum übergeben. Alles, was Er hat, teilt Er mit Seinem Volk. Er hat Seine Königskrone Seiner Braut, der auserwählten Gemeinde, aufs Haupt gesetzt. Er hat ihr ein Reich gestiftet und ihre Söhne königliches Priestertum genannt, ein auserwähltes Geschlecht, ein Volk von Priestern und Königen. Er hat sich selber Seiner Krone entäußert, damit wir mit Herrlichkeit gekrönt werden können. Er wollte nicht auf Seinem Stuhl sitzen bleiben und hat selbst für alle Platz gemacht, die durch Sein Blut das alte Leben überwunden haben. Siehe, das ist der Lohn eines jeden gläubigen Überwinders! Christi Thron, Kro-ne, Zepter, Palast, Schatz, Kleid, Erbteil - alles ist euer. Weit erhaben über alle Eifersucht, Selbstsucht und Habsucht. Weit erhaben über alle, die nicht zulassen wollen, dass andere ihres Besitzes teilhaftig werden. Christus schätzt sich umso glücklicher und herrlicher, wenn Sein Volk an Seiner Herrlichkeit teilhat. „Ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast." (Johannes 17,22). „Solches rede ich zu euch, auf dass meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollkommen werde." (Johannes 15,11). Das Lächeln Seines Vaters zeigt Ihm, dass es Ihm wohlgefällt, weil auch die Seinen da-ran teilhaben. Die Majestät und die Würde Seiner Herrschaft sind Ihm wertvoller, wenn Sein Volk gemeinsam mit Ihm im Glanz der Herrlichkeit strahlt. Sein Sieg ist Ihm dann willkommener, wenn auch Seine Auserwählten überwinden. Er schaut mit Wonne auf Seinen Thron, weil Er auch Raum für sie hat. Er hat Wohlgefallen an Seinem Kleid der Herrlichkeit, weil der Saum Seines Gewandes auch über sie gebreitet ist. Er ist umso beglückender in Seiner Freude, wenn Er sie zum Eingang zu Seiner ewigen Freude und Wonne rufen kann.
《Morning By Morning》May 14
“And if children, then heirs; heirs of God, and joint-heirs with Christ; if so be that we suffer with him, that we may be also glorified together.”— Romans 8:17
The boundless realms of his Father’s universe are Christ’s by prescriptive right. As “heir of all things,” he is the sole proprietor of the vast creation of God, and he has admitted us to claim the whole as ours, by virtue of that deed of joint-heirship which the Lord hath ratified with his chosen people.
The golden streets of paradise, the pearly gates, the river of life, the transcendent bliss, and the unutterable glory, are, by our blessed Lord, made over to us for our everlasting possession. All that he has he shares with his people.
The crown royal he has placed upon the head of his Church, appointing her a kingdom, and calling her sons a royal priesthood, a generation of priests and kings. He uncrowned himself that we might have a coronation of glory; he would not sit upon his own throne until he had procured a place upon it for all who overcome by his blood.
Crown the head and the whole body shares the honour. Behold here the reward of every Christian conqueror! Christ’s throne, crown, sceptre, palace, treasure, robes, heritage, are yours.
Far superior to the jealousy, selfishness, and greed, which admit of no participation of their advantages, Christ deems his happiness completed by his people sharing it. “The glory which thou gavest me have I given them.”
“These things have I spoken unto you, that my joy might remain in you, and that your joy might be full.” The smiles of his Father are all the sweeter to him, because his people share them.
The honours of his kingdom are more pleasing, because his people appear with him in glory. More valuable to him are his conquests, since they have taught his people to overcome.
He delights in his throne, because on it there is a place for them. He rejoices in his royal robes, since over them his skirts are spread.
He delights the more in his joy, because he calls them to enter into it.
《am Abend》14. Mai
„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lämmer in seine Arme sammeln und an seinem Busen tragen und die Schafmütter führen." Jesaja 40,11
Wer ist es, der mit solchen gnadenreichen Worten gepriesen wird? Er ist der gute Hirte. Warum trägt Er die Lämmer an Seinem Busen? Weil Er ein zärtliches Herz hat und jede Erschöpfung Ihm gleich das Herz auftut. Die Seufzer, die Unwissenheit, die Schwachheit der Kleinen in Seiner Herde bewegen Ihn zum Mitleid. Es ist Sein Amt als ein treuer Hohepriester, auf die Schwachen Acht zu haben. Zudem hat Er sie mit Seinem Blut erkauft, sie sind Sein Eigentum. Er will und muss sich derer annehmen, die Ihn einen so teuren Preis gekostet haben. Er ist für ein jedes Lamm verantwortlich, denn Kraft Seines Testamentes und Bundes ist Er verpflichtet, keines von ihnen zu verlieren. Letztendlich sind sie Sein Ruhm und Sein Lohn. Wie aber haben wir den Ausdruck zu verstehen: „Er wird sie tragen"? Manchmal trägt Er sie, weil Er nicht zulassen will, dass sie viel leiden müssen. Die Vorhersehung geht vorsichtig mit ihnen um. Oft werden sie „getragen", weil Er sie mit einem ungewöhnlichen Maß Seiner Liebe erfüllt, so dass sie sich aufrichten und fest stehen. Wenn auch ihre Erkenntnis nicht tiefgreifend ist, so haben sie doch große Freude an dem, was sie erkannt haben. Häufig „trägt Er sie", indem Er ihnen einen recht kindlichen Glauben schenkt, der die Verheißung so nimmt, wie sie geschrieben steht und mit jeder Prüfung gleich zu Jesus eilt. Die Schlichtheit ihres Glaubens verleiht ihnen ein ungewöhnlich zuversichtliches Vertrauen, das sie über die Welt erhebt. „Er trägt die Lämmer an seinem Busen." (Jesaja 40,11). Da ist eine unbegrenzte Liebe: Würde Er sie an Seine Brust nehmen, wenn Er sie nicht so lieb hätte? Da ist inniges Mitgefühl: Sie sind Ihm so nahe, dass sie Ihm gar nicht näher sein könnten. Da ist geheiligte Vertraulichkeit, ein herrlicher Liebesbeweis von Christus zu Seinen schwachen Lämmern. Da ist völlige Sicherheit: Wer kann sie an Seiner Brust verletzen? Da ist vollkommene Ruhe und reinster Friede. Wahrlich, wir sind nicht einfühlend genug für die unendliche Zärtlichkeit Jesu! Wie geborgen sollten wir uns fühlen, wenn Er uns in Seine Arme nimmt und an Seiner Brust trägt!
《Evening by Evening》May 14
“He shall feed his flock like a shepherd: he shall gather the lambs with his arm, and carry them in his bosom, and shall gently lead those that are with young.”— Isaiah 40:11
Who is he of whom such gracious words are spoken? He is the Good Shepherd.
Why doth he carry the lambs in his bosom? Because He hath a tender heart, and any weakness at once melts his heart.
The sighs, the ignorance, the feebleness of the little ones of his flock draw forth his compassion. It is his office, as a faithful High Priest, to consider the weak.
Besides, he purchased them with blood, they are his property: he must and will care for that which cost him so dear. Then he is responsible for each lamb, bound by covenant engagements not to lose one. Moreover, they are all a part of his glory and reward.
But how may we understand the expression, “He will carry them”? Sometimes he carries them by not permitting them to endure much trial.
Providence deals tenderly with them. Often they are “carried” by being filled with an unusual degree of love, so that they bear up and stand fast. Though their knowledge may not be deep, they have great sweetness in what they do know.
Frequently he “carries” them by giving them a very simple faith, which takes the promise just as it stands, and believingly runs with every trouble straight to Jesus.
The simplicity of their faith gives them an unusual degree of confidence, which carries them above the world.
“He carries the lambs in his bosom.” Here is boundless affection.
Would he put them in his bosom if he did not love them much? Here is tender nearness: so near are they, that they could not possibly be nearer.
Here is hallowed familiarity: there are precious love-passages between Christ and his weak ones. Here is perfect safety: in his bosom who can hurt them? They must hurt the Shepherd first.
Here is perfect rest and sweetest comfort. Surely we are not sufficiently sensible of the infinite tenderness of Jesus!
《am Morgen》15. Mai
„Wer aber an diesen glaubt, der ist gerecht." Apostelgeschichte 13,39
Wer an Christus glaubt, empfängt eine sofortige Rechtfertigung. Der Glaube wirkt diese Frucht nicht erst später, nicht erst nach und nach, sondern sofort. Sofern die Rechtfertigung eine Folge des Glaubens ist, wird sie der Seele in eben demselben Augenblick zuteil, wo sie sich mit Christus vereinigt und Ihn als ihr Höchstes und Größtes aufnimmt. Sind die, die jetzt vor Gottes Thron stehen, gerecht gemacht? Dann sind auch wir es. Wir sind so wahrhaftig und unwidersprochen gerechtfertigt wie die, die in weißen Kleidern durch die Gassen des himmlischen Jerusalems wandern und ihren melodischen Lobgesang mit goldenen Harfen begleiten. Der Schächer am Kreuz wurde in dem Augenblick gerechtfertigt, als er seinen Glaubensblick auf den Herrn Jesus richtete. Der alte Paulus war nach jahrelanger Arbeit im Dienst des Herrn nicht gerechter als der Schächer, der gar nichts für das Reich Gottes getan hatte. Sobald wir unseren Blick im Glauben auf Jesus richten, sind wir von aller Sünde losgesprochen und stehen unschuldig vor dem Richterstuhl Gottes. Was für ein herrlicher Gedanke! Es gibt wohl auch etliche Trauben am Weinstock von Eskol, die wir nicht einsammeln können, bis wir ins himmlische Kanaan eingehen werden. Aber hier ist ein Zweig, der über die Mauer reicht. Es ist nicht wie mit dem Korn des Landes, das wir nicht essen können, bis wir über den Jordan kommen. Es ist Man-na in der Wüste, ein Teil unserer täglichen Nahrung, womit uns Gott auf unseren Irrfahrten erhält. Jetzt haben wir Vergebung, jetzt sind unsere Sünden weggenommen. Jetzt stehen wir in Ehren vor Gottes Angesicht, als ob wir nie mit Schuld und Sünde beladen gewesen wären. „So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christus Jesus sind." Es steht in diesem Augenblick keine einzige Sünde im Wort Gottes gegen den Geringsten in Seinem Volk verzeichnet. Wer darf hier beschuldigen? Es sind weder Flecken noch Runzel, noch etwas anderes an irgendeinem Gläubigen. Sie sind allesamt vollkommen gerecht vor dem Angesicht des Richters aller Welt. O, dass doch dieses gegenwärtige, herrliche Vorrecht auch uns zur gegenwärtigen Erfüllung unserer Pflicht erweckte, damit wir für unseren treuen Herrn Jesus einstehen, so lange uns Leben geschenkt wird.
《Morning By Morning》May 15
“And by him all that believe are justified from all things, from which ye could not be justified by the law of Moses.”— Acts 13:39
The believer in Christ receives a present justification. Faith does not produce this fruit by-and-by, but now.
So far as justification is the result of faith, it is given to the soul in the moment when it closes with Christ, and accepts him as its all in all. Are they who stand before the throne of God justified now?–so are we, as truly and as clearly justified as they who walk in white and sing melodious praises to celestial harps.
The thief upon the cross was justified the moment that he turned the eye of faith to Jesus; and Paul, the aged, after years of service, was not more justified than was the thief with no service at all. We are today accepted in the Beloved, today absolved from sin, today acquitted at the bar of God.
Oh! soul-transporting thought! There are some clusters of Eshcol’s vine which we shall not be able to gather till we enter heaven; but this is a bough which runneth over the wall. This is not as the corn of the land, which we can never eat till we cross the Jordan; but this is part of the manna in the wilderness, a portion of our daily nutriment with which God supplies us in our journeying to and fro.
We are now–even now pardoned; even now are our sins put away; even now we stand in the sight of God accepted, as though we had never been guilty. “There is therefore now no condemnation to them which are in Christ Jesus.”
There is not a sin in the Book of God, even now, against one of his people. Who dareth to lay anything to their charge? There is neither speck, nor spot, nor wrinkle, nor any such thing remaining upon any one believer in the matter of justification in the sight of the Judge of all the earth.
Let present privilege awaken us to present duty, and now, while life lasts, let us spend and be spent for our sweet Lord Jesus.
《am Abend》15. Mai
“… und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel an-geschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten "Hebräer 12,23
Erinnern wir uns, dass es zwei Arten der Vollkommenheit gibt, deren der Christ bedarf: die Vollkommenheit der Rechtfertigung in der Person des Herrn Jesus, und die Vollkommenheit der Heiligung, welche durch den Heiligen Geist in ihm gewirkt wird. Hier auf Erden bleibt auch im Herzen der Wiedergeborenen immer noch etwas von der Sündenverderbtheit zurück. Die Erfahrung lehrt uns dies nur zu bald. In uns, das heißt in unserem Fleisch, wohnen noch Lüste und eitle Begierden. Aber wie freue ich mich, dass ich weiß: es kommt der Tag, da Gott das Werk vollenden wird, das Er in mir angefangen hat. Er wird meine Seele darstellen, nicht nur vollkommen in Christus, sondern vollkommen durch den Heiligen Geist, ohne Flecken oder Runzel oder sonst etwas. Kann es wahr sein, dass dieses mein armes, sündiges Herz heilig werden soll, gleichwie Gott heilig ist? Ist es möglich, dass dieser mein Geist, welcher oft seufzt: „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes?", von Sünde und Tod befreit wird, so dass kein Böses mehr mein Ohr belästigt, kein unheiliger Gedanke mehr meinen Frieden trübt? O, selige Stunde, dass sie doch bald käme! Wenn ich durch den Jordan gehe, wird das Werk der Heiligung vollendet werden; aber erst dann. Alsdann wird mein Geist seine letzte Taufe mit dem Feuer des Heiligen Geistes empfangen. Mich verlangt beinahe danach zu sterben, damit ich diese letzte Reinigung empfangen könne, die mich in den Himmel hebt. Kein Engel wird reiner sein als ich, denn ich werde in einem doppelten Sinn „Ich bin rein" sagen dürfen: durch das Blut Christi und durch das Werk des Heiligen Geistes. O, wie wollen wir die Macht des Heiligen Geistes preisen, dass Er uns tüchtig macht, einst vor dem Thron unseres himmlischen Vaters zu stehen! Aber ferne sei, dass uns die Hoffnung der Vollendung dort drüben gleich-gültig gegen die Unvollkommenheiten auf dieser Erde mache. Wenn sie das tut, so kann unsere Hoffnung nicht echt sein, denn eine gute Hoffnung besitzt schon hier eine läuternde Macht. Das Werk der Gnade muss schon jetzt bleibend in uns wohnen, sonst kann es dort nicht vollendet werden. Lasset uns deshalb bitten, dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden mögen, auf dass wir mehr und mehr Früchte der Gerechtigkeit einbringen.
《Evening by Evening》May 15
“To the general assembly and church of the firstborn, which are written in heaven, and to God the Judge of all, and to the spirits of just men made perfect,”— Hebrews 12:23
Recollect that there are two kinds of perfection which the Christian needs–the perfection of justification in the person of Jesus, and the perfection of sanctification wrought in him by the Holy Spirit.
At present, corruption yet remains even in the breasts of the regenerate–experience soon teaches us this. Within us are still lusts and evil imaginations.
But I rejoice to know that the day is coming when God shall finish the work which he has begun; and he shall present my soul, not only perfect in Christ, but perfect through the Spirit, without spot or blemish, or any such thing.
Can it be true that this poor sinful heart of mine is to become holy even as God is holy? Can it be that this spirit, which often cries, “O wretched man that I am! who shall deliver me from the body of this sin and death?” shall get rid of sin and death–that I shall have no evil things to vex my ears, and no unholy thoughts to disturb my peace?
Oh, happy hour! may it be hastened! When I cross the Jordan, the work of sanctification will be finished; but not till that moment shall I even claim perfection in myself. Then my spirit shall have its last baptism in the Holy Spirit’s fire.
Methinks I long to die to receive that last and final purification which shall usher me into heaven. Not an angel more pure than I shall be, for I shall be able to say, in a double sense, “I am clean,” through Jesus’ blood, and through the Spirit’s work.
Oh, how should we extol the power of the Holy Ghost in thus making us fit to stand before our Father in heaven! Yet let not the hope of perfection hereafter make us content with imperfection now.
If it does this, our hope cannot be genuine; for a good hope is a purifying thing, even now. The work of grace must be abiding in us now or it cannot be perfected then.
Let us pray to “be filled with the Spirit,” that we may bring forth increasingly the fruits of righteousness.
《am Morgen》16. Mai
„Den Reichen von dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz seien, auch nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, der uns dargibt reichlich, allerlei zu genießen " 1. Timotheus 6,17
Unser Herr Jesus ist allezeit freigiebig und entzieht uns Seine Hand auch nicht einen einzigen Augenblick. So lange noch ein Gefäß der Gnade vorhanden ist, das noch nicht bis zum Rand gefüllt ist, fließt auch das Öl noch. Jesus ist eine Sonne, die nie untergeht, Er ist Man-na, das unaufhörlich rings ums Lager her vom Himmel fällt. Er ist der Fels in der Wüste, der aus Seiner durchbohrten Seite ununterbrochen Lebensströme spendet. Der Regen Seiner Gnade träufelt im-mer, der Segen Seiner Güte fließt stetig und die Quelle Seiner Liebe strömt allezeit über. Da der König niemals sterben kann, hört Seine Gnade niemals auf. Tag für Tag pflücken und genießen wir des Königs Früchte. Seine Zweige beugen sich unaufhörlich mit einem neuen Vorrat Seiner Güte in unsere ausgestreckten Hände. Seine Wochen haben sieben Festtage und Seine Jahre so viele Gastmähler, wie sie Tage zählen. Wer kehrte jemals von Seiner Tür zurück, ohne einen Segen empfangen zu haben? Wer stand jemals ungesättigt von Sei-ner Freudentafel auf oder schied freudlos aus Seinen Armen? Seine Gnade und Barmherzigkeit sind alle Morgen neu und erquicken uns jeden Abend. Wer kann die Menge Seiner Wohltaten zählen oder die Zahl Seiner Gnadengaben ermessen? Jedes Sandkorn, das durch die Sanduhr rinnt, ist nur der träge Nachläufer von unzähligen Liebesbeweisen. Die Flügel der Stunden unseres Lebens sind bedeckt mit dem Silber Seiner Güte und mit dem Gold Seiner Liebe. Der Strom der Zeit trägt von den Gebirgen der Ewigkeit den goldenen Sand Seiner Gunst zu uns herüber. Die zahllosen Sterne sind nur die Fahnenträger einer noch unendlicheren Schar von Segensspenden. Wer vermag den Staub alles Guten zu zählen, den Er über Jakob ausschüttet? Wer überrechnet die Zahl des vierten Teils Seiner Segnungen über Israel? Womit kann Ihn meine Seele erheben, der uns täglich mit Seiner Güte füllt und uns mit Gnade und Barmherzigkeit krönt? O, dass doch mein Lobpreis so endlos wäre wie Seine Güte! O, erbärmliche Zunge, warum schweigst du so stille? Wache auf, denn sonst bist du nicht mehr meine Ehre, sondern meine Schande. „Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will früh auf sein!"
《Morning By Morning》May 16
“Charge them that are rich in this world, that they be not highminded, nor trust in uncertain riches, but in the living God, who giveth us richly all things to enjoy;”— 1 Timothy 6:17
Our Lord Jesus is ever giving, and does not for a solitary instant withdraw his hand. As long as there is a vessel of grace not yet full to the brim, the oil shall not be stayed.
He is a sun ever-shining; he is manna always falling round the camp; he is a rock in the desert, ever sending out streams of life from his smitten side; the rain of his grace is always dropping; the river of his bounty is ever-flowing, and the well-spring of his love is constantly overflowing.
As the King can never die, so his grace can never fail. Daily we pluck his fruit, and daily his branches bend down to our hand with a fresh store of mercy.
There are seven feast-days in his weeks, and as many as are the days, so many are the banquets in his years. Who has ever returned from his door unblessed?
Who has ever risen from his table unsatisfied, or from his bosom un-emparadised?
His mercies are new every morning and fresh every evening. Who can know the number of his benefits, or recount the list of his bounties?
Every sand which drops from the glass of time is but the tardy follower of a myriad of mercies. The wings of our hours are covered with the silver of his kindness, and with the yellow gold of his affection.
The river of time bears from the mountains of eternity the golden sands of his favour. The countless stars are but as the standard bearers of a more innumerable host of blessings.
Who can count the dust of the benefits which he bestows on Jacob, or tell the number of the fourth part of his mercies towards Israel? How shall my soul extol him who daily loadeth us with benefits, and who crowneth us with loving-kindness?
O that my praise could be as ceaseless as his bounty! O miserable tongue, how canst thou be silent? Wake up, I pray thee, lest I call thee no more my glory, but my shame. “Awake, psaltery and harp: I myself will awake right early.”
《am Abend》16. Mai
“… und er sprach: So spricht der HERR: Macht hier und da Gräben an diesem Bach! Denn so spricht der HERR: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; dennoch soll der Bach voll Wasser wer-den, dass ihr und euer Gesinde und euer Vieh trinket." 2. Könige 3,16-17
Die Heere der drei Könige verschmachteten vor Durst, weil es ihnen an Wasser fehlte. Gott war bereit, sie mit Wasser zu erquicken, und ließ diese Wohltat durch den Mund Seines Propheten verkündigen. Hier war alle Menschenhilfe ohnmächtig, denn auch nicht einen Tropfen Wasser konnten sich alle diese Tapferen vom Himmel verschaffen oder in einem Erdbrunnen finden. So ist das Volk des Herrn oftmals ratlos. Es erkennt die Vergänglichkeit der Kreatur und lernt aus Erfahrung, wo es seine Hilfe suchen muss und findet. Den-noch bereitete das Volk gläubig alles zum Empfang der göttlichen Wohltat vor. Sie machten Gräben, in denen sich die köstliche Flüssigkeit sammeln sollte. Die Gemeinde des Herrn muss sich durch die ihr verliehenen Kräfte, Mittel und Gebete zum Empfang der verheissenen Segnungen bereit machen. Sie muss Teiche graben, die der Herr dann füllen wird. Das muss im Glauben geschehen und in der völligen Zuversicht, dass die Erfüllung der Verheißungen nahe ist. Dann kommt die ersehnte Gabe auf ganz besondere Art. Nicht wie im Fall Elias, auf dessen Gebet hin der Regen aus den Wolken nieder-strömte. In stiller, unerwarteter, geheimnisvoller Weise füllten sich die Gräben. Der Herr geht Seine besonderen Wege in dem, was Er tut. Er ist nicht wie wir an Zeit und Mittel gebunden, sondern tut unter den Menschenkindern, wie es Ihm wohlgefällt. Uns steht es zu, Seine Gaben dankbar zu empfangen, nicht aber, Ihm etwas vorzu-schreiben. Wir müssen uns auch über die reiche Fülle der Gabe wundern, denn es war genug da für alle. Und so verhält es sich mit den Segnungen des Evangeliums: Alle Bedürfnisse der Gemeinde Christi werden durch die göttliche Macht gestillt und darüber hinaus wird den Streiter-Scharen des Herrn in Kürze der Sieg geschenkt. Was tue ich für den Herrn Jesus? Was für Gräben ziehe ich? O Herr, mache mich bereit zum Empfang des Segens, den Du mir so gern gewährst, und fülle mich mit Deiner allumfassenden Gnade!
《Evening by Evening》May 16
“And he said, Thus saith the LORD, Make this valley full of ditches.For thus saith the LORD, Ye shall not see wind, neither shall ye see rain; yet that valley shall be filled with water, that ye may drink, both ye, and your cattle, and your beasts.”— 2 Kings 3:16,17
The armies of the three kings were famishing for want of water: God was about to send it, and in these words the prophet announced the coming blessing.
Here was a case of human helplessness: not a drop of water could all the valiant men procure from the skies or find in the wells of earth. Thus often the people of the Lord are at their wits’ end; they see the vanity of the creature, and learn experimentally where their help is to be found.
Still the people were to make a believing preparation for the divine blessing; they were to dig the trenches in which the precious liquid would be held. The church must by her varied agencies, efforts, and prayers, make herself ready to be blessed; she must make the pools, and the Lord will fill them.
This must be done in faith, in the full assurance that the blessing is about to descend. By-and-by there was a singular bestowal of the needed boon. Not as in Elijah’s case did the shower pour from the clouds, but in a silent and mysterious manner the pools were filled.
The Lord has his own sovereign modes of action: he is not tied to manner and time as we are, but doeth as he pleases among the sons of men. It is ours thankfully to receive from him, and not to dictate to him.
We must also notice the remarkable abundance of the supply–there was enough for the need of all. And so it is in the gospel blessing; all the wants of the congregation and of the entire church shall be met by the divine power in answer to prayer; and above all this, victory shall be speedily given to the armies of the Lord.
What am I doing for Jesus? What trenches am I digging? O Lord, make me ready to receive the blessing which thou art so willing to bestow.