《am Morgen》9. Januar
"... sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Ge-setz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein..." Jeremia 31,33
Lieber Christ! Du möchtest gern glücklich sein und suchst etwas, was deine Sehnsucht befriedigt. Findest du es nicht? Das heutige Wort umfasst genau das, was du dir wünschst. Frage dich: Wenn du diese Verheißung annehmen kannst, musst du dann nicht mit David sagen: „Du schenkest mir voll ein, Du gibst mir, was mein Herz wünscht?" Wenn das Wort „Ich bin dein Gott" in Erfüllung geht, besitzt du dann nicht alles? Wer kann die Größe und Vielfalt unserer Wünsche ermessen? Der unerschöpfliche Reichtum Gottes überragt sie bei weitem. Ich frage dich: Bedarfst du außer Gott noch etwas? Ist nicht der Reichtum Seiner Gnade groß genug, um alle deine Bedürfnisse zu stillen? Gott ist der Schöpfer von allem und in allem. Und: Du bist ganz Sein Erbe! Keine Lobestöne der lieblichsten Harfen, kein Jubelgesang der süßesten Engelchöre klingt so herrlich wie Seine wundervolle Verheißung: „Ich will ihr Gott sein." In ihr liegt ein unergründliches Meer der Seligkeit. Wenn bei diesen Worten dein Auge nicht glänzt, wenn da dein Herz nicht vor Glück pocht, dann steht es gewiss um deine Seele nicht gut. Du brauchst mehr als nur gegenwärtiges Glück. „Ich will ihr Gott sein", das ist das Meisterstück aller Verheißungen. Das gibt uns bereits hier unten einen Himmel und schafft uns einen Himmel in der Ewigkeit. Bleibe im Lichte deines Herrn, und lasse dein Herz ganz von Seiner Liebe verändern; um dann mit David sagen zu können (Psalm 63,6): „Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund, wenn ich in den Nachtwachen über dich sinne." Genieße auch du das Mark und das Fett, das dieses Erbteil dir gewährt. Schwinge dein Leben hinauf zu diesem herrlichen Vorrecht und freue dich mit unaussprechlicher Freude.
《Morning By Morning》January 9
“But this shall be the covenant that I will make with the house of Israel; After those days, saith the LORD, I will put my law in their inward parts, and write it in their hearts; and will be their God, and they shall be my people.”— Jeremiah 31:33
Christian! here is all thou canst require. To make thee happy thou wantest something that shall satisfy thee; and is not this enough? If thou canst pour this promise into thy cup, wilt thou not say, with David, “My cup runneth over; I have more than heart can wish”?
When this is fulfilled, “I am thy God”, art thou not possessor of all things? Desire is insatiable as death, but he who filleth all in all can fill it. The capacity of our wishes who can measure? But the immeasurable wealth of God can more than overflow it.
I ask thee if thou art not complete when God is thine? Dost thou want anything but God? Is not his all-sufficiency enough to satisfy thee if all else should fail? But thou wantest more than quiet satisfaction; thou desirest rapturous delight.
Come, soul, here is music fit for heaven in this thy portion, for God is the Maker of Heaven. Not all the music blown from sweet instruments, or drawn from living strings, can yield such melody as this sweet promise, “I will be their God.”
Here is a deep sea of bliss, a shoreless ocean of delight; come, bathe thy spirit in it; swim an age, and thou shalt find no shore; dive throughout eternity, and thou shalt find no bottom. “I will be their God.”
If this do not make thine eyes sparkle, and thy heart beat high with bliss, then assuredly thy soul is not in a healthy state. But thou wantest more than present delights—thou cravest something concerning which thou mayest exercise hope; and what more canst thou hope for than the fulfilment of this great promise, “I will be their God”?
This is the masterpiece of all the promises; its enjoyment makes a heaven below, and will make a heaven above. Dwell in the light of thy Lord, and let thy soul be always ravished with his love. Get out the marrow and fatness which this portion yields thee. Live up to thy privileges, and rejoice with unspeakable joy.
《am Abend》9. Januar
„Dient dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!" Psalm 100,2
Freude am Gottesdienst ist ein Zeichen der Gnade. Wer Gott mit trauriger Miene dient, weil er etwas tut, was Ihm nicht gefällt, dient Gott ganz und gar nicht. Er dient dem Herrn nur zum Schein. Es fehlt ihm das innere Leben. Unser Gott will keine Sklaven zum Dienst an Seinem Thron. Er ist der Herr der Liebe und will, dass sich Seine Diener in den Mantel der Freude kleiden. Die Engel dienen ihrem Herrn mit Lobpreis, nicht mit Seufzen und Stöhnen. Murren oder Grämen würde einen Ruf der Empörung unter ihren Heerscharen auslösen. Aller Gehorsam, der nicht freiwillig ist, ist Ungehorsam. Denn der Herr sieht das Herz an. Und wenn er sieht, dass wir Ihm aus Zwang dienen und nicht aus freier Liebe zu Ihm, dann verwirft er das Opfer unseres Gehorsams. Ein Gottesdienst, der mit Freuden geschieht, ist Herzensdienst und wahrer Gottesdienst. Wird einem Christen die freudige Bereitwilligkeit genommen, so wird ihm das Zeugnis geraubt, dass sein Gottesdienst aufrichtig und ernst sei. Wenn ein Mensch in den Kampf getrieben werden muss, dann ist er kein Vaterlandsfreund. Wer aber in den Kampf zieht mit flammenden Augen und freudigem Antlitz, mit dem Schlachtgesang im Munde: „Süß ist der Tod fürs Vaterland!", der zeigt, dass er sein Vaterland von Herzen lieb hat. Freudigkeit gibt Kraft und Mut. In der Freude des Herrn sind wir stark. Sie hilft alle Schwierigkeiten überwinden, alle Hindernisse besiegen. Die Freude des Herrn ist für unsere Pflichterfüllung wie das Öl für die Räder eines Eisenbahnzuges. Ohne Öl wird die Achse bald heiß und es kommt zum Unfall. Wenn keine heilige Freude vorhanden ist, die unseren Geist ölt, dann werden wir in unserem Lauf bald gehemmt. Ein Mensch, der in seinem Gottesdienst fröhlich ist, zeigt, dass der Gehorsam sein Element ist. Er darf vor seinem Herrn jauchzen und singen. Lieber Christ, wir wollen die Frage ins Auge fassen: Dienst du denn mit Freuden? Wir wollen der Welt und den Leuten, die unseren Gottesdienst für Sklavendienst halten, zeigen, dass er unsere Freude und unser Glücksgefühl ist. Unsere Freudigkeit soll allen laut verkünden, dass wir einem guten Herrn dienen!
《Evening by Evening》January 9
“Serve the LORD with gladness: come before his presence with singing.”— Psalm 100:2
Delight in divine service is a token of acceptance. Those who serve God with a sad countenance, because they do what is unpleasant to them, are not serving him at all; they bring the form of homage, but the life is absent.
Our God requires no slaves to grace his throne; he is the Lord of the empire of love, and would have his servants dressed in the livery of joy. The angels of God serve him with songs, not with groans; a murmur or a sigh would be a mutiny in their ranks.
That obedience which is not voluntary is disobedience, for the Lord looketh at the heart, and if he seeth that we serve him from force, and not because we love him, he will reject our offering. Service coupled with cheerfulness is heart-service, and therefore true.
Take away joyful willingness from the Christian, and you have removed the test of his sincerity. If a man be driven to battle, he is no patriot; but he who marches into the fray with flashing eye and beaming face, singing, “It is sweet for one’s country to die,” proves himself to be sincere in his patriotism.
Cheerfulness is the support of our strength; in the joy of the Lord are we strong. It acts as the remover of difficulties. It is to our service what oil is to the wheels of a railway carriage. Without oil the axle soon grows hot, and accidents occur; and if there be not a holy cheerfulness to oil our wheels, our spirits will be clogged with weariness.
The man who is cheerful in his service of God, proves that obedience is his element; he can sing,
“Make me to walk in thy commands,
‘Tis a delightful road.”
Reader, let us put this question—do you serve the Lord with gladness? Let us show to the people of the world, who think our religion to be slavery, that it is to us a delight and a joy! Let our gladness proclaim that we serve a good Master.
《am Morgen》10. Januar
".... hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben." 2. Timotheus 4,8
" Hast du nicht schon oft gesagt: „Ich fürchte, ich komme nie in den Himmel"? Du Zweifelnder! Fürchte dich nicht! Alle Gotteskinder werden eingehen zur ewigen Glückseligkeit. Ich erinnere mich immer wieder gern an jene liebevolle Erzählung eines Sterbenden. Er sagte: „Ich gehe ohne Zagen heim, ich habe mich von allem losgemacht. Der Herr steht auf der Schwelle meiner Tür und ich bin bereit, Ihm zu folgen." - „Aber hast du keine Furcht", erwiderte einer seiner Freunde, „dass du das erhoffte Erbteil doch nicht findest?" – „О nein" sprach er, „der Himmel besitzt eine Krone, die selbst der Engel Gabriel nicht tragen könnte. Sie passt nur auf mein Haupt. Und ein Thron ist dort oben bereit, den kein Apostel Paulus einnehmen kann, denn er ist für mich gemacht und ich werde darauf sitzen." - Was für eine Freudenzuversicht! Lieber Christ, dein Erbteil ist dir gesichert. Wenn du ein Gotteskind bist, kann es dir nicht verloren gehen. Es ist dein Eigen; so gewiss, als ob du es schon besäßest. Du armer Zweifler! Schau doch an das herrliche Erbe; es ist dein! Wenn du an den Herrn Jesus glaubst, wenn dir deine Sünden herzlich leid sind, wenn dein Herz erneuert ist, dann bist du ein Kind Gottes. Und bei Gott ist dir eine Wohnung bereitet, eine Krone wartet auf dich und eine besondere Harfe wird dir in die Hand gegeben. Kein anderer wird deinen Anteil bekommen. Dir bleibt das Erbe im Himmel aufbewahrt und bald wirst du es in Empfang nehmen. Denn in der ewigen Herrlichkeit gibt es keine leeren Throne, wenn einmal alle Auserwählten gesammelt werden.
《Morning By Morning》January 10
“Henceforth there is laid up for me a crown of righteousness, which the Lord, the righteous judge, shall give me at that day: and not to me only, but unto all them also that love his appearing.”— 2 Timothy 4:8
Doubting one! thou hast often said, “I fear I shall never enter heaven.” Fear not! all the people of God shall enter there.
I love the quaint saying of a dying man, who exclaimed, “I have no fear of going home; I have sent all before me; God’s finger is on the latch of my door, and I am ready for him to enter.”
“But,” said one, “are you not afraid lest you should miss your inheritance?”
“Nay,” said he, “nay; there is one crown in heaven which the angel Gabriel could not wear, it will fit no head but mine. There is one throne in heaven which Paul the apostle could not fill; it was made for me, and I shall have it.”
O Christian, what a joyous thought! thy portion is secure; “there remaineth a rest.”
“But cannot I forfeit it?” No, it is entailed. If I be a child of God I shall not lose it. It is mine as securely as if I were there. Come with me, believer, and let us sit upon the top of Nebo, and view the goodly land, even Canaan.
Seest thou that little river of death glistening in the sunlight, and across it dost thou see the pinnacles of the eternal city? Dost thou mark the pleasant country, and all its joyous inhabitants? Know, then, that if thou couldst fly across thou wouldst see written upon one of its many mansions, “This remaineth for such a one; preserved for him only. He shall be caught up to dwell forever with God.”
Poor doubting one, see the fair inheritance; it is thine. If thou believest in the Lord Jesus, if thou hast repented of sin, if thou hast been renewed in heart, thou art one of the Lord’s people, and there is a place reserved for thee, a crown laid up for thee, a harp specially provided for thee.
No one else shall have thy portion, it is reserved in heaven for thee, and thou shalt have it ere long, for there shall be no vacant thrones in glory when all the chosen are gathered in.
《am Abend》10. Januar
„Und nachdem diese meine Haut zerschlagen ist, werde ich ohne mein Fleisch Gott sehen." Hiob 19,26
Achte auf die Hauptsache in der Glaubenszuversicht Hiobs: „Ich werde Gott sehen." Er spricht nicht: „Ich werde die Heiligen sehen", „ich werde die Perlentore sehen", „ich werde die Mauern von Jaspis schauen" (Offenbarung 21, 18) oder „ich werde die goldenen Kronen bewundern", sondern: „Ich werde Gott sehen." Das ist die Summe und der Inhalt des Himmels, das ist die freudige Hoffnung aller Gläubigen. Es ist ihr höchstes Glück, wenn sie Ihn schon jetzt durch den Glauben und in den Gnadengaben schauen. Sie betrachten Ihn gern im heiligen Abendmahl und im Gebet. Aber dort oben im Himmel erwartet sie ein offenes und unverhülltes Schauen. Und wenn sie Ihn sehen werden, wie er ist, dann werden sie Ihm vollkommen gleich sein. Was könnten wir noch Größeres wünschen, als Gott gleich zu sein? Gott schauen von Angesicht zu Angesicht! Was könnten wir noch Besseres verlangen? Manche übersetzen die Bibelstelle aus dem Urtext so: „Dennoch werde ich Gott in meinem Fleisch erblicken" und finden einen Hinweis auf Christus, als das fleischgewordene ewige Wort und Seine herrliche Erscheinung am Jüngsten Tag. Wie dem auch sei, gewiss ist, dass Christus der Grund unseres glückerfüllten Schauens sein wird. Dies ist wohl nur eine einzige Quelle der Wonne, aber dieser Brunnen ist unerschöpflich. Alle Seine Eigenschaften nehmen unsere Bewunderung in Anspruch. Und da Er in jeder Hinsicht unendlich ist, brauchen wir nicht zu fürchten, dass sich unsere Freude erschöpfen wird. Seine Werke, Seine Gaben, Sei-ne Liebe zu uns, Seine Herrlichkeit in all Seinem Vornehmen und Tun sind ein Fundament, das immer neue Lieder wachrüttelt. Die Erzväter hatten mit dem Schauen Gottes ihre ganz persönliche Erfahrung. „Meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder" (Vers 27). Betrachte die himmlische Seligkeit mit der Überzeugung von ihrer Wahrhaftigkeit. Bedenke, was sie für dich ist. Deine Augen werden den König in Seiner Schönheit sehen. Alle irdische Pracht verblasst und verdunkelt sich, wenn wir sie lange betrachten. Hier aber ist eine Herrlichkeit, die nie erbleicht, ein Glanz, der niemals erlischt: „Ich werde Gott sehen."
《Evening by Evening》January 10
“And though after my skin worms destroy this body, yet in my flesh shall I see God:”— Job 19:26
Mark the subject of Job’s devout anticipation “I shall see God.” He does not say, “I shall see the saints”—though doubtless that will be untold felicity—but, “I shall see God.”
It is not—I shall see the pearly gates, I shall behold the walls of jasper, I shall gaze upon the crowns of gold,” but “I shall see God.”
This is the sum and substance of heaven, this is the joyful hope of all believers. It is their delight to see him now in the ordinances by faith. They love to behold him in communion and in prayer; but there in heaven they shall have an open and unclouded vision, and thus seeing “him as he is,” shall be made completely like him.
Likeness to God—what can we wish for more? And a sight of God—what can we desire better? Some read the passage, “Yet, I shall see God in my flesh,” and find here an allusion to Christ, as the “Word made flesh,” and that glorious beholding of him which shall be the splendour of the latter days.
Whether so or not it is certain that Christ shall be the object of our eternal vision; nor shall we ever want any joy beyond that of seeing him. Think not that this will be a narrow sphere for the mind to dwell in.
It is but one source of delight, but that source is infinite. All his attributes shall be subjects for contemplation, and as he is infinite under each aspect, there is no fear of exhaustion. His works, his gifts, his love to us and his glory in all his purposes, and in all his actions, these shall make a theme which will be ever new.
The patriarch looked forward to this sight of God as a personal enjoyment. “Whom mine eye shall behold, and not another.” Take realizing views of heaven’s bliss; think what it will be to you. “Thine eyes shall see the King in his beauty.”
All earthly brightness fades and darkens as we gaze upon it, but here is a brightness which can never dim, a glory which can never fade—”I shall see God.”
Use for《Morning By Morning》Jan 11
《am Morgen》11. Januar
„Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab." Lukas 8,13
Meine Seele, prüfe dich jetzt im Licht dieser Bibelstelle. Hast du das Wort mit Freuden angenommen? Ist dein Gemüt angeregt und hast du einen lebendigen Eindruck gewinnen können?
Bedenke dabei, dass es etwas anderes ist, mit den Ohren das Wort aufzunehmen als den Herrn Jesus selber ins Herz aufzunehmen. Ein lebhaftes, aber oberflächliches Gefühl ist oft mit innerer Herzens-härte verknüpft und ein starker Eindruck des Wortes ist nicht immer auch ein bleibender. Nach unserem Gleichnis vom Sämann fiel etliches Saatgut auf steiniges Land. Da es nicht viel Erde hatte, konnte der aufgehende Same mangels fruchtbaren Bodens nicht wurzeln. Der felsige Boden hinderte ihn und trieb ihn mächtig in die Höhe. Weil ihm aber die Wurzeln keine ausreichende Nahrung zuführen konnten, verwelkte er und verdorrte. Steht es etwa auch um mich so? Habe ich nach außen ein viel verheißendes Wachstum gezeigt, während mir das wahre innere Leben fehlte? Ein gutes Gedeihen verlangt Wachstum nach oben und gleichzeitig nach unten. Bin ich fest-gewurzelt in aufrichtiger Treue und Liebe zu meinem Heiland? Wenn mein Herz durch die Gnade nicht bewässert und befruchtet ist, so mag zwar der gute Same eine kurze Zeit grünen, aber zuletzt muss er absterben, weil er auf einem harten, ungebrochenen, ungeheiligten Herzen nicht gedeihen kann. Ach, ich will fliehen vor einer Frömmigkeit, die so schnell aufblüht, aber dann bald wieder verwelkt. Ich will die Kosten ganz überschlagen, wenn ich ein Jünger Jesu werde. Vor allem aber möchte ich die Kraft des Heiligen Geistes an mir erfahren. Dann werde ich eine bleibende und lebensfähige Saat im Herzen besitzen. Wenn mein Gemüt verhärtet bleibt wie zuvor, so wird es die verzehrende Sonne der Heimsuchung ausbrennen und mein Felsen-herz wirft die Hitze nur umso heftiger auf die spärlich bedeckte Saat zurück. Meine Gottesfurcht erstirbt schnell und auf mich wartet eine schreckliche Verzweiflung. Bitte deshalb Jesus, den himmlischen Sämann: Pflüge mich erst, dann streue Deine Wahrheit in mich aus und lasse mich reichlich Frucht bringen!
„Herr Jesu, lass mein Herze sein zerknirschet und zerschlagen, damit der Same dring' hinein; und lass ihn Früchte tragen!"
《Morning By Morning》January 11
“They on the rock are they, which, when they hear, receive the word with joy; and these have no root, which for a while believe, and in time of temptation fall away.”— Luke 8:13
My soul, examine thyself this morning by the light of this text. Thou hast received the word with joy; thy feelings have been stirred and a lively impression has been made; but, remember, that to receive the word in the ear is one thing, and to receive Jesus into thy very soul is quite another; superficial feeling is often joined to inward hardness of heart, and a lively impression of the word is not always a lasting one.
In the parable, the seed in one case fell upon ground having a rocky bottom, covered over with a thin layer of earth; when the seed began to take root, its downward growth was hindered by the hard stone and therefore it spent its strength in pushing its green shoot aloft as high as it could, but having no inward moisture derived from root nourishment, it withered away.
Is this my case? Have I been making a fair show in the flesh without having a corresponding inner life? Good growth takes place upwards and downwards at the same time. Am I rooted in sincere fidelity and love to Jesus?
If my heart remains unsoftened and unfertilized by grace, the good seed may germinate for a season, but it must ultimately wither, for it cannot flourish on a rocky, unbroken, unsanctified heart. Let me dread a godliness as rapid in growth and as wanting in endurance as Jonah’s gourd; let me count the cost of being a follower of Jesus, above all let me feel the energy of his Holy Spirit, and then I shall possess an abiding and enduring seed in my soul.
If my mind remains as obdurate as it was by nature, the sun of trial will scorch, and my hard heart will help to cast the heat the more terribly upon the ill-covered seed, and my religion will soon die, and my despair will be terrible; therefore, O heavenly Sower, plough me first, and then cast the truth into me, and let me yield thee a bounteous harvest.
《am Abend》11. Januar
ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dermaleinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder." Lukas 22,32
Wie ermutigend ist der Gedanke an des Heilandes unaufhörliche Fürbitte für uns! Wenn wir beten, so bittet er für uns, und wenn wir nicht beten, dann vertritt er unsere Sache trotzdem und schützt uns durch Sein Flehen vor allen ungesehenen Gefahren. Achte auf das Trostwort, das er an Petrus richtet: „Simon, Simon, siehe, der Satan begehrt euch zu sieben wie den Weizen; aber ..." (Vers 31) - Was denn? Soll das heißen: „Gehet hin und betet für euch selber?" Das wäre wohl kein guter Rat. So steht es nicht geschrieben. Es heißt: ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre."
Wir wissen wenig davon, wie viel wir den Gebeten unseres Heilandes verdanken. Wie werden wir Ihn preisen, wenn wir einst die Höhen des Himmels erreichen und zurückschauen auf die vielen Wege, auf denen uns der Herr begleitet hat. Er, der all das Unheil, das der Sa-tan auf Erden verübte, vor dem ewigen Gnadenthron richtet. Wie werden wir Ihm danken, dass Er sich nie Ruhe gönnte, sondern Tag und Nacht auf die Nägelmale in Seinen Händen hinwies und unsere Namen auf Seinem Brustschild trug! Noch ehe der Satan seine Versuchung begonnen hatte, war ihm der Herr Jesus zuvorgekommen und hatte Seine Bittschrift vor dem Gnadenthron eingereicht. Gnade überflügelt die Bosheit. Er spricht nicht: „Satan hat dich gesichtet, und darum will ich für dich beten", sondern: „Satan hat euer begehret." Er schlägt den Satan schon in seinen Wünschen und erstickt sei-ne Absicht schon im Keim. Er sagt nicht: „Aber ich habe begehret, für dich zu bitten", sondern: „Ich habe für dich gebeten. Ich habe es schon getan! Ich bin vor den Richterstuhl getreten und habe eine Verteidigungsschrift eingelegt, längst bevor die Anklage ausgesprochen wurde." O Jesus, welch ein herrlicher Trost ist es doch, dass du gegen unsere unsichtbaren Feinde für unsere Schuld eingetreten bist. Du hast ihre Gruben untergraben und ihre intriganten Anschläge aufgedeckt. Ja wirklich, da ist Grund zur Freude, zum Dank, zur Hoffnung, zur Zuversicht! Lobe den Herrn, meine Seele!
《Evening by Evening》January 11
“But I have prayed for thee, that thy faith fail not: and when thou art converted, strengthen thy brethren.”— Luke 22:32
How encouraging is the thought of the Redeemer’s never-ceasing intercession for us. When we pray, he pleads for us; and when we are not praying, he is advocating our cause, and by his supplications shielding us from unseen dangers.
Notice the word of comfort addressed to Peter—”Simon, Simon, Satan hath desired to have you that he may sift you as wheat; but”—what? “But go and pray for yourself.” That would be good advice, but it is not so written.
Neither does he say, “But I will keep you watchful, and so you shall be preserved.” That were a great blessing. No, it is, “But I have prayed for thee, that thy faith fail not.”
We little know what we owe to our Saviour’s prayers. When we reach the hill-tops of heaven, and look back upon all the way whereby the Lord our God hath led us, how we shall praise him who, before the eternal throne, undid the mischief which Satan was doing upon earth.
How shall we thank him because he never held his peace, but day and night pointed to the wounds upon his hands, and carried our names upon his breastplate! Even before Satan had begun to tempt, Jesus had forestalled him and entered a plea in heaven.
Mercy outruns malice. Mark, he does not say, “Satan hath desired to have you.” He checks Satan even in his very desire, and nips it in the bud. He does not say, “But I have desired to pray for you.” No, but “I have prayed for you: I have done it already; I have gone to court and entered a counterplea even before an accusation is made.”
O Jesus, what a comfort it is that thou hast pleaded our cause against our unseen enemies; countermined their mines, and unmasked their ambushes. Here is a matter for joy, gratitude, hope, and confidence.
《am Morgen》12. Januar
"...ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes." 1. Korinther 3,23
„Ihr aber seid Christi." Ihr seid sein Eigen als Gabe, denn der Vater hat euch den Sohn gegeben; Sein Eigen durch Sein blutiges Lösegeld. Er hat den hohen Preis für eure Erlösung bezahlt. Ihr seid Sein Eigen durch euer Versprechen, denn ihr habt euch Ihm übergeben. Ihr seid Sein Eigen durch Verwandtschaft, denn ihr seid nach Seinem Namen genannt und seid Seine Brüder und Miterben geworden. So zeige nun auch durch die Tat, lieber Christ, dass du der Knecht, der Freund, die Braut dieses Jesus bist (Johannes 3,29). Versucht dich die Sünde, so antworte: „Wie sollte ich ein so großes Übel tun? Ich gehöre doch Christus." Ein unsterbliches Gesetz verwehrt einem Freund Jesu die Sünde. Wenn dich Reichtum und Gewinn zur Sünde verlocken wollen, so sage, dass du zu Christus gehörst und du das deshalb nicht brauchst. Drohen dir Bedrängnisse und Gefahren, dann sei standhaft und gedenke, dass du in Christus bist. Bist du hingestellt, wo andere faul herumsitzen und zusehen, so mache dich auf und gehe mit aller Kraft ans Werk. Und rinnt dir der Schweiß von der Stirn und du meinst mit deiner Kraft am Ende zu sein, so rufe: „Nein, ich will nicht ruhen, denn ich bin in Christus." Wenn Gottes Sache dich ruft, so folge. Wenn der Bedürftige dich braucht, so gib ihm dein Gut und dein Leben. Denn du bist in Christus. Verleugne dein Bekenntnis niemals! Dein Tun sei immer Christus würdig, deine Rede lieblich gewürzt, dein Wort und Wandel himmlisch, damit alle, die dich sehen, wissen, dass du dem Heiland angehörst und in dir Seine Liebe und Sein heiliges Gemüt wohnen. Vor Zeiten war der Spruch „Ich bin ein römischer Bürger!" ein unantastbarer Schutzbrief. Wie viel mehr sollte dir dieses Wort ein Schutzbrief und Vorrecht zu einem Wandel der Heiligung sein: „Ich bin Christi!"
„Selig, fröhlich sind die Seelen, die erwählen, ohn' Bedenken ihrem Jesu sich zu schenken."
《Morning By Morning》January 12
“And ye are Christ’s; and Christ is God’s.”— 1 Corinthians 3:23
“Ye are Christ’s.”
You are his by donation, for the Father gave you to the Son; his by his bloody purchase, for he counted down the price for your redemption; his by dedication, for you have consecrated yourself to him; his by relation, for you are named by his name, and made one of his brethren and joint-heirs.
Labour practically to show the world that you are the servant, the friend, the bride of Jesus. When tempted to sin, reply, “I cannot do this great wickedness, for I am Christ’s.” Immortal principles forbid the friend of Christ to sin.
When wealth is before you to be won by sin, say that you are Christ’s, and touch it not.
Are you exposed to difficulties and dangers? Stand fast in the evil day, remembering that you are Christ’s.
Are you placed where others are sitting down idly, doing nothing? Rise to the work with all your powers; and when the sweat stands upon your brow, and you are tempted to loiter, cry, “No, I cannot stop, for I am Christ’s. If I were not purchased by blood, I might be like Issachar, crouching between two burdens; but I am Christ’s, and cannot loiter.”
When the siren song of pleasure would tempt you from the path of right, reply, “Thy music cannot charm me; I am Christ’s.”
When the cause of God invites thee, give thy goods and thyself away, for thou art Christ’s. Never belie thy profession.
Be thou ever one of those whose manners are Christian, whose speech is like the Nazarene, whose conduct and conversation are so redolent of heaven, that all who see you may know that you are the Saviour’s, recognizing in you his features of love and his countenance of holiness.
“I am a Roman!” was of old a reason for integrity; far more, then, let it be your argument for holiness, “I am Christ’s!”
《am Abend》12. Januar
„Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von Gottes wegen etwas zu sagen." Hiob 36,2
Wir sollten nie danach trachten, dass unsere Gnadengaben von den Leuten gepriesen, dass unser Eifer um Gott öffentlich anerkannt werde. Zugleich aber ist es eine Sünde, wenn wir stets zu verbergen suchen, was uns Gott zum Besten für unsere Mitmenschen geschenkt hat. Ein Christ soll kein Dorf im Tal sein, sondern eine Stadt auf dem Berg. Ein Christ soll kein Licht sein, das unter einen Eimer verborgen wird, sondern ein Licht, das auf einen Leuchter gestellt ist, auf dass es all denen leuchte, die im Hause sind. Stille und Verborgenheit sind etwas Köstliches zur rechten Zeit! Es ist eine löbliche Bescheidenheit, wenn man sich zurückzieht, aber es ist nie zu rechtfertigen, wenn wir Christus, der in uns Wohnung gemacht hat, verbergen. Und wenn wir die Wahrheit, die uns kostbar und segensreich geworden ist, an-deren vorenthalten, so ist das eine Sünde gegen sie und eine Beleidigung unseres Gottes. Wenn du empfindsamer Natur bist und dich gern in die Stille zurückzieht, so hüte dich, dass du dieser Neigung nicht allzu sehr Rechnung trägst, sonst nützt du der Gemeinde Jesu nichts. Suche im Namen dessen, der sich deiner nicht schämte, deinen Gefühlen einen kleinen Zwang anzutun und verkündige anderen das Heil, das dir Christus verkündigt hat. Kannst du nicht mit Posaunenstimme reden, so rede mit sanfter Stimme. Wenn dich dein Beruf nicht auf die Kanzel gestellt hat, wenn die Buchdruckerpresse dein Wort nicht auf ihren Flügeln weiter trägt, dann sprich mit Petrus und Johannes (Apostelgeschichte 3,6): „Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir." Rede am Jakobsbrunnen zu Sichem mit dem samaritanischen Weibe, wenn du nicht auf dem Berg zum Volk predigen kannst. Lobe den Herrn Jesus in deinem Haus, wenn du Ihn nicht im Tempel verherrlichen kannst; auf dem Feld, wenn nicht auf dem Markt; mitten unter den Deinen, wenn nicht unter großen Menschenmassen. Aus den verborgenen inneren Quellen sollen die Bächlein deines Zeugnisses lieblich dahinrieseln und jeden Vorübergehenden daraus erquicken. Vergrabe dein Gold nicht, sondern handle damit, so wirst du deinem Herrn und Meister reichlich Zinsen einbringen. Für Gottes Sache reden erfrischt dich selbst und erquickt die Heiligen, tröstet die Sünder und ehrt den Heiland.
《Evening by Evening》January 12
“Suffer me a little, and I will shew thee that I have yet to speak on God’s behalf.”— Job 36:2
We ought not to court publicity for our virtue, or notoriety for our zeal; but, at the same time, it is a sin to be always seeking to hide that which God has bestowed upon us for the good of others.
A Christian is not to be a village in a valley, but “a city set upon a hill;” he is not to be a candle under a bushel, but a candle in a candlestick, giving light to all.
Retirement may be lovely in its season, and to hide one’s self is doubtless modest, but the hiding of Christ in us can never be justified, and the keeping back of truth which is precious to ourselves is a sin against others and an offence against God.
If you are of a nervous temperament and of retiring disposition, take care that you do not too much indulge this trembling propensity, lest you should be useless to the church.
Seek in the name of him who was not ashamed of you to do some little violence to your feelings, and tell to others what Christ has told to you. If thou canst not speak with trumpet tongue, use the still small voice.
If the pulpit must not be thy tribune, if the press may not carry on its wings thy words, yet say with Peter and John, “Silver and gold have I none; but such as I have give I thee.”
By Sychar’s well talk to the Samaritan woman, if thou canst not on the mountain preach a sermon; utter the praises of Jesus in the house, if not in the temple; in the field, if not upon the exchange; in the midst of thine own household, if thou canst not in the midst of the great family of man.
From the hidden springs within let sweetly flowing rivulets of testimony flow forth, giving drink to every passer-by. Hide not thy talent; trade with it; and thou shalt bring in good interest to thy Lord and Master.
To speak for God will be refreshing to ourselves, cheering to saints, useful to sinners and honouring to the Saviour. Dumb children are an affliction to their parents. Lord, unloose all thy children’s tongue.
《am Morgen》13. Januar
„Und Josaphat hatte Schiffe lassen machen aufs Meer, die nach Ophir gehen sollten, Gold zu holen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen zu Ezeon-Geber." 1. Könige 22,49
Salomos Schiffe kehrten stets unversehrt zurück. Aber die Fahr-zeuge Josaphats erreichten das Land des Goldes nie. Bei derselben Gelegenheit und an demselben Ort begünstigt die Bestimmung den Einen und vereitelt die Wünsche des Anderen. Dennoch ist der große Weltenherrscher allezeit gleich gut und weise. Gott gebe uns jetzt im Hinblick auf unsere heutige Schriftstelle die Gnade, dass wir ihn für die in Ezeon-Geber zerbrochenen Schiffe preisen können, wie auch für die mit zeitlichem Segen reich befrachteten Fahrzeuge. Wir wollen die Begünstigten nicht beneiden und über unsere Verluste nicht trauern, wenn wir vor anderen allzu hart heimgesucht werden. Wir können wie Josaphat beliebt sein vor Gottes Angesicht, wenngleich unsere Pläne misslingen. Der verborgene Grund der Verluste Josaphats verdient unsere Beachtung, denn er ist die Wurzel mancher Leiden der Kinder Gottes. Es war Josaphats Verbindung mit einer von Sünde beladenen Familie, seine Gemeinschaft mit Gottlosen. In 2. Chronik 20, 37 lesen wir, dass der Herr einen Propheten sandte, der verkündigte: „Darum, dass du dich mit Ahasja vereinigt hast, hat der Herr deine Werke zerrissen. Und die Schiffe wurden zerbrochen und konnten nicht aufs Meer fahren." Das war eine väterliche Züchtigung, die ihm zum Segen dienen musste; denn wir erfahren in 1. Könige 22, 50, dass er seinen Knechten nicht mehr gestattete, gemeinsam mit den Knechten des gottlosen Königs in Schiffen zu fahren. Gott möchte, dass Josaphats Erfahrungen den übrigen Gotteskindern zur Warnung dienen, damit sie sich nicht mit Gottlosen zusammen ins Joch spannen lassen! Ein Leben voller Elend und Jammer wird gewöhnlich denen zu teil, die sich in der Ehe oder in anderer selbsterwählter Weise mit den Kindern dieser Welt vereinigen. Ach, was ist es doch Herrliches um eine solche Liebe zu Jesus, in der wir, gleich Ihm, heilig, unschuldig, rein und von den Sündern abgesondert sind. Denn wenn das nicht ist, werden wir oft hören und erfahren müssen: „Der Herr hat deine Werke zerbrochen."
„Wahre Treu' kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah'; denn ihr Schatz ist in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda."
《Morning By Morning》January 13
“Jehoshaphat made ships of Tharshish to go to Ophir for gold: but they went not; for the ships were broken at Eziongeber.”— 1 Kings 22:48
Solomon’s ships had returned in safety, but Jehoshaphat’s vessels never reached the land of gold. Providence prospers one, and frustrates the desires of another, in the same business and at the same spot, yet the Great Ruler is as good and wise at one time as another.
May we have grace today, in the remembrance of this text, to bless the Lord for ships broken at Ezion-geber, as well as for vessels freighted with temporal blessings; let us not envy the more successful, nor murmur at our losses as though we were singularly and specially tried. Like Jehoshaphat, we may be precious in the Lord’s sight, although our schemes end in disappointment.
The secret cause of Jehoshaphat’s loss is well worthy of notice, for it is the root of very much of the suffering of the Lord’s people; it was his alliance with a sinful family, his fellowship with sinners.
In 2 Ch. 20:37, we are told that the Lord sent a prophet to declare, “Because thou hast joined thyself with Ahaziah, the Lord hath broken thy works.” This was a fatherly chastisement, which appears to have been blest to him; for in the verse which succeeds our morning’s text we find him refusing to allow his servants to sail in the same vessels with those of the wicked king.
Would to God that Jehoshaphat’s experience might be a warning to the rest of the Lord’s people, to avoid being unequally yoked together with unbelievers! A life of misery is usually the lot of those who are united in marriage, or in any other way of their own choosing, with the men of the world.
O for such love to Jesus that, like him, we may be holy, harmless, undefiled and separate from sinners; for if it be not so with us, we may expect to hear it often said, “The Lord hath broken thy works.”
《am Abend》13. Januar
„Und da einer sein Holz fällte, fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie und sprach: O weh, mein Herr! dazu ist's entlehnt. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und stieß es dahin. Da schwamm das Eisen." 2. Könige 6,5-7
Das Eisenwerkzeug schien unwiederbringlich verloren. Und da es auch noch entlehnt war, konnten die Kinder der Propheten leicht in ihrer Ehre gefährdet und der Name ihres Gottes bloßgestellt wer-den. Doch da geschah etwas gegen alle denkbare Erwartung: Das Eisen tauchte aus der Tiefe des Stromes auf und schwamm. Was den Menschen unmöglich ist, das ist Gott möglich. Ich kannte einen Menschen in Christus, der erst vor wenigen Jahren zu einem Werk berufen wurde, das weit über seine Kräfte ging. Es erschien so unausführbar, dass schon der bloße Gedanke, so etwas zu unternehmen, gegen jede Vernunft zu sein schien. Dennoch wurde er dazu berufen, und sein Glaube wuchs mit der Größe der Aufgabe. Gott bekannte sich zu seinem Glauben. Unerwartete Hilfe bot sich dar - und ,,da schwamm das Eisen". - Ein anderes Kind Gottes war in drückender Geldnot. Es wäre im Stande gewesen allen Anforderungen zu genügen, wenn es ihm nur möglich gewesen wäre, einen gewissen Teil seines Besitzstandes zu veräußern. Aber es wurde allzu plötzlich und all zu hart bedrängt. Umsonst suchte es Hilfe bei Freunden. Da führte ihn sein Glaube zu dem unfehlbaren Helfer aus allen Nöten. Und siehe, die Trübsal wurde abgewendet, ihm wurde Raum geschafft - und „da schwamm das Eisen". - Einem Dritten verursachte ein schmerzlicher Fall der Verkommenheit eines nahen Angehörigen schwere Leidens-stunden. Er hatte ermahnt, gewarnt, gestraft, ins Gewissen geredet. Alles umsonst. Der alte Adam war dem jugendlichen Melanchthon zu mächtig. Der irdisch gesinnte Geist wollte sich unter keine Zucht beugen. Da kam ein gewaltiges Ringen des Gebetkampfes über ihn, und bald darauf wurde ihm vom Himmel gnädige Erhörung zuteil. Das harte Herz war gebrochen - und „da schwamm das Eisen". Lieber Leser, in welcher verzweifelten Lage steckst du? Welche zentner-schwere Last liegt an diesem Abend auf deinem Gemüt? Bring alles hierher. Der Gott der Propheten lebt! Und er lebt, um Seinen Aus-erwählten zu helfen. Er gestattet nicht, dass es dir an irgendetwas Gutem mangelt. Glaube an den Herrn der Heerscharren! Nahe dich Ihm im Namen deines Herrn Jesus, so wird das Eisen schwimmen.
《Evening by Evening》January 13
“And the man of God said, Where fell it? And he shewed him the place. And he cut down a stick, and cast it in thither; and the iron did swim.”— 2 Kings 6:6
The axe-head seemed hopelessly lost, and as it was borrowed, the honour of the prophetic band was likely to be imperilled, and so the name of their God to be compromised. Contrary to all expectation, the iron was made to mount from the depth of the stream and to swim; for things impossible with man are possible with God.
I knew a man in Christ but a few years ago who was called to undertake a work far exceeding his strength. It appeared so difficult as to involve absurdity in the bare idea of attempting it. Yet he was called thereto, and his faith rose with the occasion; God honoured his faith, unlooked-for aid was sent, and the iron did swim.
Another of the Lord’s family was in grievous financial straits, he was able to meet all claims, and much more if he could have realized a certain portion of his estate, but he was overtaken with a sudden pressure; he sought for friends in vain, but faith led him to the unfailing Helper, and lo, the trouble was averted, his footsteps were enlarged, and the iron did swim.
A third had a sorrowful case of depravity to deal with. He had taught, reproved, warned, invited and interceded, but all in vain. Old Adam was too strong for young Melancthon, the stubborn spirit would not relent. Then came an agony of prayer, and before long a blessed answer was sent from heaven. The hard heart was broken, the iron did swim.
Beloved reader, what is thy desperate case? What heavy matter hast thou in hand this evening? Bring it hither. The God of the prophets lives, and lives to help his saints. He will not suffer thee to lack any good thing.
Believe thou in the Lord of hosts! Approach him pleading the name of Jesus, and the iron shall swim; thou too shalt see the finger of God working marvels for his people. According to thy faith be it unto thee, and yet again the iron shall swim.
《am Morgen》14. Januar
„Ich bin's, der Gerechtigkeit lehrt und ein Meister ist zu helfen." Jesaja 63,1b
Unter den Worten „zu helfen" haben wir das gesamte große Erlösungswerk zu verstehen: von der ersten heiligen Sehnsucht bis hin zur vollkommenen Heiligung. Damit ist vieles kurz gesagt, aber wahrlich, hier ist aller Reichtum der Gnade beisammen. Christus ist nicht nur ein Meister" denen „zu helfen" die Buße tun, sondern er kann auch Menschen zur Buße leiten. Er schenkt den Himmel denen, die glauben. Aber was noch mehr ist: Er kann den Menschen ein neues Herz geben und in ihnen den Glauben wirken. Er vermag den, der die Heiligung hasst dazu zu bringen, dass er sie liebt. Und Er nötigt den, der Seinen Namen verhöhnt, dass er die Knie vor Ihm beugt. Ja, aber auch damit ist die Bedeutung noch nicht erschöpft, denn die göttliche Macht zeigt sich ebenso herrlich in ihrer Nachwirkung. Das Leben eines Gläubigen ist eine Kette von Wundern, die „der Allmächtige" wirkt. Der Dornbusch brennt, aber er wird nicht verzehrt. Er vermag die Seinen auch heilig zu bewahren, nachdem Er sie geheiligt hat und erhält sie in Seiner Zucht und Liebe, bis Er ihr geistliches Dasein im Himmel vollendet. Die Macht Christi besteht nicht darin, dass Er einen Menschen zum Glauben bringt und ihn sich dann selber überlässt; sondern, der das gute Werk angefangen hat, führt es auch weiter. Der den ersten Lebenskeim in die Seele pflanzt, der erhält auch den göttlichen Funken und nährt ihn, bis er alle Sündenfesseln sprengt und die Seele sich in vollkommener Herrlichkeit von der Erde erhebt. Gläubige Seele, fasse Mut! Betest du für eines deiner Lieben? O, gib dein Beten nicht auf, denn Christus ist „ein Meister zu helfen". Du kannst den Abtrünnigen nicht zurückrufen, aber dein Herr kann es, Er ist allmächtig. Fasse diesen gewaltigen Arm und erbitte von Ihm starke Hilfe. Bist du wegen dir selbst beunruhigt? Fürchte dich nicht, denn Seine Kraft ist groß genug für dich. Sei es, andere zu retten; sei es, das Werk in dir zu vollenden. Siehe, so ist Christus: „ein Meister zu helfen". Hat er dich nicht errettet? O wie viel tausendfache Gnade, dass du nicht verderben musst!
„Ihn, Ihn lass tun und walten! Er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, dass du dich wundern wirst."
《Morning By Morning》January 14
“Who is this that cometh from Edom, with dyed garments from Bozrah? this that is glorious in his apparel, travelling in the greatness of his strength? I that speak in righteousness, mighty to save.”— Isaiah 63:1
By the words “to save” we understand the whole of the great work of salvation, from the first holy desire onward to complete sanctification. The words are multum in parro: indeed, here is all mercy in one word. Christ is not only “mighty to save” those who repent, but he is able to make men repent. He will carry those to heaven who believe; but he is, moreover, mighty to give men new hearts and to work faith in them. He is mighty to make the man who hates holiness love it, and to constrain the despiser of his name to bend the knee before him. Nay, this is not all the meaning, for the divine power is equally seen in the after-work. The life of a believer is a series of miracles wrought by “the Mighty God.” The bush burns, but is not consumed. He is mighty to keep his people holy after he has made them so, and to preserve them in his fear and love until he consummates their spiritual existence in heaven. Christ’s might doth not lie in making a believer and then leaving him to shift for himself; but he who begins the good work carries it on; he who imparts the first germ of life in the dead soul, prolongs the divine existence, and strengthens it until it bursts asunder every bond of sin, and the soul leaps from earth, perfected in glory. Believer, here is encouragement. Art thou praying for some beloved one? Oh, give not up thy prayers, for Christ is “mighty to save.” You are powerless to reclaim the rebel, but your Lord is Almighty. Lay hold on that mighty arm, and rouse it to put forth its strength. Does your own case trouble you? Fear not, for his strength is sufficient for you. Whether to begin with others, or to carry on the work in you, Jesus is “mighty to save;” the best proof of which lies in the fact that he has saved you. What a thousand mercies that you have not found him mighty to destroy!
《am Abend》14. Januar
" „Er sah aber einen starken Wind; da erschrak er und hob an zu sinken, schrie und sprach: HERR, hilf mir!" Matthäus 14,30
Zeiten des Sinkens und Niedergangs sind Zeiten des Gebetes bei den Dienern des Herrn. Petrus versäumte das Gebet, als er auf seinen wunderbaren Gang achtete. Als er aber anfing zu sinken, da trieb ihn seine Gefahr zum Gebet. Sein Hilferuf kam zwar spät, doch nicht zu spät. Wenn wir Stunden körperlichen Leidens und geistlicher Anfechtung durchmachen müssen, so erfahren wir, dass wir da-durch ebenso natürlich zum Gebet getrieben werden wie ein Wrack durch die Wogen auf den Strand. Der Fuchs sucht Schutz in seiner Höhle und der Vogel fliegt in den Wald, um sich zu bergen. Ebenso flüchtet der verängstigte Gläubige zum Gnadenthron, wenn er Rettung sucht. Des Himmels großer Rettungshafen ist unser Fürsprecher Jesus Christus. Tausende sturmgepeitschter Fahrzeuge haben da einen Ort der Bergung gefunden. Sobald ein Sturm anbricht tun wir wohl, mit allen Segeln darauf los zu steuern. Kurze Gebete sind lang genug. Nur drei kleine Worte enthielt die Bitte, die Petrus in seiner Angst ausstieß. Aber sie genügten für seine Rettung. Nur nicht lang und lahm, sondern kurz und kräftig, das ist wahrhaft unerlässlich. Die Not ist ein gewaltiger Lehrer, wie man sich kurz zu fassen hat. Wortkram ist im Gebet wie Spreu im Weizen. Geschmeide liegen in knappen Kästchen. Was in mancher langen Anrede an Gott wahrhaft Gebet ist, könnte vielleicht mit ebenso kurzen Worten gesagt werden wie im Ausruf des Petrus. Unsere höchsten Nöte sind des Herrn Augenblicke. Sobald ein kräftiges Gefühl dringender Gefahr einen Angstschrei auspresst, hört es das Ohr unseres Herrn Jesus. Bei Ihm gehen Ohr und Herz zusammen und die Hand zögert dann keinen Augenblick. Im letzten Augenblick rufen wir unseren Meister, aber Sein schnelles Handeln macht uns plötzlich und wirksam frei. Wenn wir beinahe verschlungen werden von den stolzen Wellen der Trübsal, dann wollen wir unsere Seelen zu unserem Heiland empor-heben. Und wir können unbesorgt sein, dass er uns nicht zu Grunde gehen lässt. Suchen wir Seine mächtige Hilfe auf unsere Seite zu ziehen, und alles wird nach Seinem Willen gut werden.
《Evening by Evening》January 14
“But when he saw the wind boisterous, he was afraid; and beginning to sink, he cried, saying, Lord, save me.”— Matthew 14:30
Sinking times are praying times with the Lord’s servants. Peter neglected prayer at starting upon his venturous journey, but when he began to sink his danger made him a suppliant, and his cry though late was not too late.
In our hours of bodily pain and mental anguish, we find ourselves as naturally driven to prayer as the wreck is driven upon the shore by the waves. The fox hies to its hole for protection; the bird flies to the wood for shelter; and even so the tried believer hastens to the mercy seat for safety.
Heaven’s great harbour of refuge is All-prayer; thousands of weather-beaten vessels have found a haven there, and the moment a storm comes on, it is wise for us to make for it with all sail.
Short prayers are long enough. There were but three words in the petition which Peter gasped out, but they were sufficient for his purpose. Not length but strength is desirable. A sense of need is a mighty teacher of brevity.
If our prayers had less of the tail feathers of pride and more wing they would be all the better. Verbiage is to devotion as chaff to the wheat. Precious things lie in small compass, and all that is real prayer in many a long address might have been uttered in a petition as short as that of Peter.
Our extremities are the Lord’s opportunities. Immediately a keen sense of danger forces an anxious cry from us the ear of Jesus hears, and with him ear and heart go together, and the hand does not long linger.
At the last moment we appeal to our Master, but his swift hand makes up for our delays by instant and effectual action. Are we nearly engulfed by the boisterous waters of affliction? Let us then lift up our souls unto our Saviour, and we may rest assured that he will not suffer us to perish.
When we can do nothing Jesus can do all things; let us enlist his powerful aid upon our side, and all will be well.
《am Morgen》15. Januar
„So bekräftige nun, HERR, Gott, das Wort in Ewigkeit, das du über deinen Knecht und über sein Haus geredet hast, und tue, wie du geredet hast!" 2. Samuel 7,25
Gott hat Seine Verheißungen nicht dazu gegeben, dass wir sie wie wertloses Papier wegwerfen. Er will, dass wir sie gebrauchen. Gottes Geld ist nicht Geiz-Geld, sondern es ist zum Handel gemünzt. Nichts gefällt unserem Herrn besser als wenn er sieht, dass Seine Verheissungen in Umlauf gesetzt werden. Er hat es gern, wenn Seine Kinder sie vor Ihn bringen und sagen: „Herr, tue, wie Du geredet hast." Wir verherrlichen Gott, wenn wir uns auf Seine Verheißungen berufen. Oder meint ihr, Gott werde darum ärmer, dass er euch die Schätze schenkt, die er euch zugesagt hat? Träumt ihr, er sei umso minder heilig, wenn er euch Heiligung schenkt? Bildet ihr euch ein, er sei umso minder rein, wenn er euch eure Sünden abwäscht? Er sagt in Jesaja 1,18: „So kommt denn und lasst uns miteinander rechten, spricht der HERR. Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden; und wenn sie gleich ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden." Der Glaube hält fest an der Verheißung der Vergebung und wankt nicht; noch spricht er etwa: „Das ist eine köstliche Verheißung; ist es auch Ernst damit?" sondern er geht damit geradeswegs vor den Gnadenthron und spricht: „Herr, hier ist die Verheißung; so tue denn, wie Du geredet hast." Unser Herr antwortet: „Dir geschehe, wie Du willst." Wenn ein Christ eine Verheißung ergreift, und doch nicht zu Gott bringt, so gibt er Ihm nicht die Ehre; wenn er aber zum Gnadenthron eilt und schreit: „Herr, ich bringe keine andere Empfehlung mit, als die: Du hast es gesagt!", so ist die Erfüllung seines Begehrens gesichert. Unser himmlischer Bankier löst Seine eigenen Sichtwechsel mit größter Freude ein. O, lass doch die Verheißung nicht verrosten. Ziehe das Wort der Verheißung aus der Scheide und gebrauche es mit heiligem Eifer. Meine nicht, Gott werde wegen deiner zudringlichen Mahnungen an Seine Verheißungen ungeduldig. Er hört den lauten Notschrei heilsbedürftiger Seelen gern! Es ist Ihm eine große Freude, Gnade zu erweisen. Er ist bereitwilliger zum Erhören, als ihr zum Flehen. Die Sonne wird nicht müde um zu scheinen, noch wird die Quelle zu müde um zu sprudeln. Es liegt in Gottes Natur, dass Er Seine Verheißungen erfüllt. Darum eile ohne Verzug zum Gnadenthron und flehe: „Tue, wie Du geredet hast!"
《Morning By Morning》January 15
“And now, O LORD God, the word that thou hast spoken concerning thy servant, and concerning his house, establish it for ever, and do as thou hast said.”— 2 Samuel 7:25
God’s promises were never meant to be thrown aside as waste paper; he intended that they should be used. God’s gold is not miser’s money, but is minted to be traded with.
Nothing pleases our Lord better than to see his promises put in circulation; he loves to see his children bring them up to him, and say, “Lord, do as thou hast said.” We glorify God when we plead his promises.
Do you think that God will be any the poorer for giving you the riches he has promised? Do you dream that he will be any the less holy for giving holiness to you? Do you imagine he will be any the less pure for washing you from your sins?
He has said “Come now, and let us reason together, saith the Lord: though your sins be as scarlet, they shall be as white as snow; though they be red like crimson, they shall be as wool.”
Faith lays hold upon the promise of pardon, and it does not delay, saying, “This is a precious promise, I wonder if it be true?” but it goes straight to the throne with it, and pleads, “Lord, here is the promise, Do as thou hast said.'”
Our Lord replies, “Be it unto thee even as thou wilt.” When a Christian grasps a promise, if he does not take it to God, he dishonours him; but when he hastens to the throne of grace, and cries, “Lord, I have nothing to recommend me but this, Thou hast said it;'” then his desire shall be granted.
Our heavenly Banker delights to cash his own notes. Never let the promise rust. Draw the sword of promise out of its scabbard, and use it with holy violence. Think not that God will be troubled by your importunately reminding him of his promises.
He loves to hear the loud outcries of needy souls. It is his delight to bestow favours. He is more ready to hear than you are to ask. The sun is not weary of shining, nor the fountain of flowing. It is God’s nature to keep his promises; therefore go at once to the throne with “Do as thou hast said.”
《am Abend》15. Januar
„Dafür, dass ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete." Psalm 109,4
Lügenzungen waren gegen den guten Namen Davids sehr geschäftig. Aber er verteidigte sich nicht dagegen. Er brachte sein Anliegen vor einen höheren Gerichtshof und flehte vor dem großen König der Könige. Das Gebet ist die sicherste Art, wie wir die Worte unserer Hasser und Feinde widerlegen können. Der Psalmist betete nicht in kaltherziger Weise. Er betete mit ganzer Hingabe seines Wesens. Er legte seine ganze Seele und sein volles Herz in sein Gebet und spann-te alle Nerven und Sehnen seines Wesens an, wie einst der Erzvater Jakob, als er mit dem Engel rang. So und nicht anders soll jeder von uns zum Gnadenthron eilen. Gleichwie der Schatten keine Macht hat, weil ihm an Wesen und Wirklichkeit mangelt, so hat ein Gebet keine Kraft, wenn in ihm nicht das ernstliche Ringen des Menschen mit seinem Ich und einem mächtigem Verlangen gegenwärtig ist. Es ist ganz und gar unwirksam, denn es mangelt ihm gerade das, was ihm allein Kraft zu geben vermag. „Ein Ernstliches Gebet", sagt ein alter gelehrter Spruch, ist wie eine Kanone, die vor den Toren des Himmels aufgepflanzt ist: Es sprengt die Tore". Die meisten unter uns leiden an dem allgemeinen Fehler, dass sie sich so leicht zerstreuen lassen. Unsere Gedanken irren unsicher hierhin und dorthin. Und wir rücken fast gar nicht bis an das Ziel vor, das uns beschäftigt. Unser Gemüt ist wie Quecksilber das nicht zusammenhalten will, sondern da- und dorthin auseinanderrollt. Was ist doch das für ein großes Übel! Es schadet uns, und was noch schlimmer ist: es beleidigt un-seren Gott. Unermüdlichkeit und Ausdauer liegen im Sinn unseres Schriftwortes. David rief nicht nur einmal zum Herrn, um darauf wie-der in ein müdes Schweigen zu versinken. Sein heiliges Anrufen hielt an, bis es Erhörung brachte. Beten darf bei uns keine Gelegenheitssache sein, sondern unser tägliches Geschäft, unsere Gewohnheit, ja unser Beruf. Gleichwie ein Künstler sich mit seinen Vorbildern oder ein Dichter sich mit den Werken klassischer Schriftsteller abgibt, so sollen wir uns mit ganzer Seele dem Gebet widmen. Wir müssen ganz eingetaucht sein in das Gebet, wie in unser Lebenselement, und ohne Unterlass beten. Herr, lehre uns beten, damit wir mehr und mehr tüchtig werden zum Gespräch mit dir!
《Evening by Evening》January 15
“For my love they are my adversaries: but I give myself unto prayer.”— Psalm 109:4
Lying tongues were busy against the reputation of David, but he did not defend himself; he moved the case into a higher court, and pleaded before the great King himself.
Prayer is the safest method of replying to words of hatred. The Psalmist prayed in no cold-hearted manner, he gave himself to the exercise—threw his whole soul and heart into it—straining every sinew and muscle, as Jacob did when wrestling with the angel.
Thus, and thus only, shall any of us speed at the throne of grace. As a shadow has no power because there is no substance in it, even so that supplication, in which a man’s proper self is not thoroughly present in agonizing earnestness and vehement desire, is utterly ineffectual, for it lacks that which would give it force.
“Fervent prayer,” says an old divine, “like a cannon planted at the gates of heaven, makes them fly open.” The common fault with the most of us is our readiness to yield to distractions. Our thoughts go roving hither and thither, and we make little progress towards our desired end.
Like quicksilver our mind will not hold together, but rolls off this way and that. How great an evil this is! It injures us, and what is worse, it insults our God. What should we think of a petitioner, if, while having an audience with a prince, he should be playing with a feather or catching a fly?
Continuance and perseverance are intended in the expression of our text. David did not cry once, and then relapse into silence; his holy clamour was continued till it brought down the blessing. Prayer must not be our chance work, but our daily business, our habit and vocation.
As artists give themselves to their models, and poets to their classical pursuits, so must we addict ourselves to prayer. We must be immersed in prayer as in our element, and so pray without ceasing.
Lord, teach us so to pray that we may be more and more prevalent in supplication.
《am Morgen》16. Januar
„Ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige in Israel." Jesaja 41,14
Heute lesen wir, wie der Herr Jesus zu einem jeden von uns spricht: „Ich helfe dir." Es ist mir ein Kleines, dir zu helfen, spricht dein Heiland zu dir, „denn ich bin dein Gott". Siehe, was ich dir schon alles gegeben habe; und ich sollte dir nicht helfen? Ich habe dich doch mit meinem Blut erkauft! Dir nicht helfen? Ich bin für dich in den Tod gegangen! Und wenn ich das Größere für dich vollbracht habe, wie sollte ich das Geringere nicht auch tun!? Dir helfen! Das ist ja das Wenigste, was ich für dich tun will. Ich habe mehr für dich getan und will noch mehr tun. Vor Grundlegung der Welt habe ich dich erwählt. Um deinetwillen habe ich den Bund gemacht. Ich habe mich meiner Herrlichkeit entäußert und bin Mensch geworden um deinetwillen. Ich habe mein Leben für dich hingegeben. Das habe ich alles für dich getan, so will ich dir wahrlich auch jetzt helfen. Ich helfe dir und gebe dir, was ich schon für dich erkauft habe. Und hättest du tausendmal größere Hilfe nötig, ich wollte sie dir gewähren. Du verlangst ein Geringes im Vergleich zu dem, was ich bereit bin zu geben. In deinen Augen verlangst du Großes; aber es ist mir ein Kleines, es dir zu schenken. „Ich helfe dir", fürchte dich nicht! Wenn vor deiner Scheune ein Sperling um Hilfe flehte, so würde dich eine Handvoll Korn nicht arm machen. Und du bist nur wie eine einzige Ameise auf der Schwelle meines Allvermögens: „Ich helfe dir." - O meine Seele, ist das nicht genug? Brauchst du eine stärkere Hilfe als die Allmacht des dreieinigen Gottes? Bedarfst du mehr Weisheit, als im Vater vorhanden ist; mehr Liebe, als sich im Sohn offenbart; mehr Macht, als sich im Wirken des Heiligen Geistes verkündet? Bringe deinen leeren Wasserkrug hierher! Wahrlich, dieser Brunnen füllt ihn. Eile, raffe deine Bitten zusammen und bringe sie her: deinen Mangel, deine Schmerzen, deine Sehnsucht. Siehe, dieser göttliche Strom fließt voll für dich; was kannst du mehr begehren? Gehe hin, meine Seele, in dieser deiner Kraft. Der ewige Gott ist dein Helfer! Bei Jesaja 41,10 steht:,, fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit."
《Morning By Morning》January 16
“Fear not, thou worm Jacob, and ye men of Israel; I will help thee, saith the LORD, and thy redeemer, the Holy One of Israel.”— Isaiah 41:14
This morning let us hear the Lord Jesus speak to each one of us: “I will help thee.”
“It is but a small thing for me, thy God, to help thee. Consider what I have done already. What! not help thee? Why, I bought thee with my blood. What! not help thee? I have died for thee; and if I have done the greater, will I not do the less? Help thee! It is the least thing I will ever do for thee; I have done more, and will do more.
“Before the world began I chose thee. I made the covenant for thee. I laid aside my glory and became a man for thee; I gave up my life for thee; and if I did all this, I will surely help thee now. In helping thee, I am giving thee what I have bought for thee already.
“If thou hadst need of a thousand times as much help, I would give it thee; thou requirest little compared with what I am ready to give. ‘Tis much for thee to need, but it is nothing for me to bestow. Help thee?’
“Fear not! If there were an ant at the door of thy granary asking for help, it would not ruin thee to give him a handful of thy wheat; and thou art nothing but a tiny insect at the door of my all-sufficiency. I will help thee.'”
O my soul, is not this enough? Dost thou need more strength than the omnipotence of the United Trinity? Dost thou want more wisdom than exists in the Father, more love than displays itself in the Son, or more power than is manifest in the influences of the Spirit?
Bring hither thine empty pitcher! Surely this well will fill it. Haste, gather up thy wants, and bring them here—thine emptiness, thy woes, thy needs. Behold, this river of God is full for thy supply; what canst thou desire beside?
Go forth, my soul, in this thy might. The Eternal God is thine helper!
“Fear not, I am with thee, oh, be not dismay’d!
I, I am thy God, and will still give thee aid.”
《am Abend》16. Januar
„Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte (Christus) ausgerottet werden und nichts mehr sein." Daniel 9,26
Gelobt sei Sein Name! Er war keines Todes würdig. Weder sündiges Wesen noch sündhaftes Tun haben ihn jemals verunreinigt. Deshalb hatte der Tod keinen Anspruch auf Ihn. Kein Mensch hätte Ihm von Rechts wegen Sein Leben nehmen dürfen, denn Er hatte niemandem Unrecht getan. Aber so ist das: der eine sündigt und der andere leidet dafür. Die Gerechtigkeit wurde von uns zur Rache der Strafe herausgefordert, aber sie fand ihre Genugtuung in Ihm. Ströme von Tränen, Berge von Opfern, Meere des Blutes junger Stiere und Böcke und ganze Hügel von Räucherwerk hätten nicht vermocht, die Sünde zu sühnen. Aber der Herr Jesus wurde für uns dahingegeben. Und so wurde alle Ursache der Strafe auf einmal abgegolten, denn die Sünde wurde siegreich für alle Ewigkeit überwunden. Hier ist eine Weisheit, die die stellvertretende Genugtuung erschuf: den sichersten und kürzesten Weg der Versöhnung. Hier ist Leutseligkeit, die den Messias, den Fürsten, unter die Dornenkrone und ans Kreuz-holz des Fluches hingab! Hier ist Liebe, die den Heiland und Erlöser dazu trieb, Sein Leben für Seine Feinde dahinzugeben. Es ist jedoch nicht genug, dass wir bewundernd betrachten wie der Unschuldige für die Sünden blutet. Wir müssen auch unseres persönlichen Anteils an allem gewiss werden. Der besondere Zweck des Todes unseres Heilandes war die Erlösung Seiner Gemeinde. Haben wir Teil und Erbe mit denen, für die Er Sein Leben zu einem Lösegeld geopfert hat? Trug Er unsere Krankheit, und lud Er unsere Schmerzen auf sich? Es wäre wahrlich etwas Furchtbares, wenn wir auch nur ein Stück von der Gültigkeit Seines Opfers ausgeschlossen wären. Wir wären besser daran, nie geboren worden zu sein. Sind wir durch Seine Wunden geheilt? So ernst diese Frage ist, so herrlich sie, weil sie klar und unmissverständlich beantwortet werden kann. Allen, die an Ihn glauben, ist der Herr Jesus ein lebendiger, starker Heiland, und Sein Blut der Versöhnung hat sie alle gezeichnet. Es sollen sich freuen alle, die an das Verdienst des Todes unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus glauben, wo und wie auch immer sie Seiner gedenken. Und das Gefühl des heiligsten Dankes treibe sie an, dass sie sich Seiner Sache mit ganzer Hingabe widmen.
《Evening by Evening》January 16
“And after threescore and two weeks shall Messiah be cut off, but not for himself: and the people of the prince that shall come shall destroy the city and the sanctuary; and the end thereof shall be with a flood, and unto the end of the war desolations are determined.”— Daniel 9:26
Blessed be his name, there was no cause of death in him. Neither original nor actual sin had defiled him, and therefore death had no claim upon him.
No man could have taken his life from him justly, for he had done no man wrong, and no man could even have lain him by force unless he had been pleased to yield himself to die. But lo, one sins and another suffers.
Justice was offended by us, but found its satisfaction in him. Rivers of tears, mountains of offerings, seas of the blood of bullocks, and hills of frankincense, could not have availed for the removal of sin; but Jesus was cut off for us, and the cause of wrath was cut off at once, for sin was put away forever.
Herein is wisdom, whereby substitution, the sure and speedy way of atonement, was devised! Herein is condescension, which brought Messiah, the Prince, to wear a crown of thorns, and die upon the cross! Herein is love, which led the Redeemer to lay down his life for his enemies!
It is not enough, however, to admire the spectacle of the innocent bleeding for the guilty, we must make sure of our interest therein. The special object of the Messiah’s death was the salvation of his church; have we a part and a lot among those for whom he gave his life a ransom?
Did the Lord Jesus stand as our representative? Are we healed by his stripes? It will be a terrible thing indeed if we should come short of a portion in his sacrifice; it were better for us that we had never been born.
Solemn as the question is, it is a joyful circumstance that it is one which may be answered clearly and without mistake. To all who believe on him the Lord Jesus is a present Saviour, and upon them all the blood of reconciliation has been sprinkled.
Let all who trust in the merit of Messiah’s death be joyful at every remembrance of him, and let their holy gratitude lead them to the fullest consecration to his cause.