《am Morgen》25. März
„Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuss?" Lukas 22,48
Das Küssen des Hasses ist ein Gewächsch, spricht Salomo. Nimm dich in Acht, wenn dir die Welt ein freundliches Gesicht macht, denn womöglich betrügt und verrät sie dich ebenso mit einem Kuss, wie deinen Meister. Wenn ein Mensch dem Christentum unversehens ei-nen Hieb versetzen will, heuchelt er ihm gewöhnlich große Achtung vor. O, ich will auf der Hut sein vor der gleißenden Heuchelei, dieser Waffenträgerin der Feindschaft und Gottlosigkeit. Weil ich das fal-sche Wesen der Ungerechtigkeit erkenne, will ich klug sein wie die Schlangen, um die Absichten des Feindes zu erraten und zu vereiteln. Der „närrische Jüngling“ wurde von der „Frau im Hurenschmuck“ mit einem Kuss verführt, „bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spal-tete“. Möchte doch meine Seele heute durch Gottes Gnade so viel Weisheit lernen, dass „die vielen Worte“ und der „glatte Mund“ der Welt keinen Einfluss über mich gewinnen. Heiliger Geist, lass nicht zu, dass ich armer, gebrechlicher Menschensohn mit einem Kuss ver-raten werde. Aber wie, wenn ich mich dieselbe verfluchten Sünde des Judas, dieses verlorenen Kindes, schuldig gemacht hätte? Ich bin getauft worden im Namen des Herrn Jesus; ich bin ein Glied Seiner sichtbaren Gemeinde auf Erden; ich komme zu Seinem Abendmahls-tisch - alles das sind ebenso viele Küsse meines Mundes. Bin ich auf-richtig in dem allen? Wenn nicht, so bin ich ein niederträchtiger Ver-räter. Lebe ich ebenso sorglos in der Welt wie andere, und erdreiste mich dennoch zu sagen, ich sei ein Jünger Jesu? Dann mache ich ja die Gottesfurcht zum Spott und reize die Menschen zur Lästerung des heiligen Namens, den ich trage. Gewiss, wenn ich so unredlich handle, so bin ich ein Judas; und es wäre mir besser, dass ich nie geboren wäre. Darf ich hoffen, dass ich hierin unschuldig bin? Dann, o Herr, bewahre mich. O Herr, mache Du mich aufrichtig und treu. Behüte mich vor allen Wegen der Falschheit. Lass nie zu, dass ich Dich, meinen Heiland, verrate. Ich habe Dich lieb, o Herr Jesu, wenn ich Dich auch oft betrübt, so möchte ich Dir doch von Herzen gern treu bleiben bis in den Tod. O Gott, bewahre mich, dass ich nicht ein mächtig emporschnellender Bekenner sei und zuletzt doch in den Feuerpfuhl hinabstürze, weil ich meinen Herrn und Meister mit einem Kuss sollte verraten haben.
《Morning By Morning》March 25
“But Jesus said unto him, Judas, betrayest thou the Son of man with a kiss?”— Luke 22:48
“The kisses of an enemy are deceitful.” Let me be on my guard when the world puts on a loving face, for it will, if possible, betray me as it did my Master, with a kiss.
Whenever a man is about to stab religion, he usually professes very great reverence for it. Let me beware of the sleek-faced hypocrisy which is armour-bearer to heresy and infidelity.
Knowing the deceivableness of unrighteousness, let me be wise as a serpent to detect and avoid the designs of the enemy. The young man, void of understanding, was led astray by the kiss of the strange woman: may my soul be so graciously instructed all this day, that “the much fair speech” of the world may have no effect upon me. Holy Spirit, let me not, a poor frail son of man, be betrayed with a kiss!
But what if I should be guilty of the same accursed sin as Judas, that son of perdition? I have been baptized into the name of the Lord Jesus; I am a member of his visible Church; I sit at the communion table: all these are so many kisses of my lips. Am I sincere in them? If not, I am a base traitor.
Do I live in the world as carelessly as others do, and yet make a profession of being a follower of Jesus? Then I must expose religion to ridicule, and lead men to speak evil of the holy name by which I am called.
Surely if I act thus inconsistently I am a Judas, and it were better for me that I had never been born.
Dare I hope that I am clear in this matter? Then, O Lord, keep me so. O Lord, make me sincere and true. Preserve me from every false way. Never let me betray my Saviour.
I do love thee, Jesus, and though I often grieve thee, yet I would desire to abide faithful even unto death. O God, forbid that I should be a high-soaring professor, and then fall at last into the lake of fire, because I betrayed my Master with a kiss.
《am Abend》25. März
„Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder gekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist.“ Johannes 3,13
Wie bediente sich unser Herr und Meister doch so beharrlich des Namens „des Menschen Sohn“! Wenn es Ihm gefallen hätte, hätte Er sich Sohn Gottes, Ewig-Vater, Wunderbar, Rat, Friede-Fürst nennen können. Aber siehe, wie demütig ist doch der Herr Jesus! Er zieht es vor, sich „des Menschen Sohn“ zu nennen. Wir wollen hieraus von unserem Heiland Demut lernen. Streben wir nicht nach hohen Titeln und rühmlichen Auszeichnungen. Aber es knüpft sich hieran noch ein weit lieblicherer Gedanke: Der Herr Jesus liebte die Menschheit so sehr, dass es Ihm eine süße Freude war, sie zu ehren Und weil es eine hohe Ehre ist, und in der Tat die allergrößte Würde der Mensch-heit, dass Jesus „des Menschen Sohn“ geworden ist, so pflegt Er sich dieses Namen zu bedienen, um gleichsam die Brust der Menschheit mit Sternen und königlichen Ehrenzeichen zu schmücken und die Liebe Gottes zum Samen Abrahams zu offenbaren. „Des Menschen Sohn“ - wann immer Er dies Wort gebrauchte, legte sich es gleichsam wie eine Strahlenkrone um das Haupt der Kinder Adams. Und doch tritt uns hier vielleicht noch ein köstlicherer Gedanke entge-gen. Jesus Christus nannte sich „des Menschen Sohn“, um Seine Zu-sammengehörigkeit mit Seinem Volk und Seine Teilnahme an dem-selben zu bezeugen. Und dadurch erinnert Er uns daran, dass wir uns Ihm ohne Furcht nahen dürfen. Weil Er Mensch ist, dürfen wir mit all unseren Sorgen und Kümmernissen zu Ihm kommen, denn Er kennt sie aus eigener Erfahrung. Darum, dass Er selbst als „des Menschen Sohn“ gelitten hat, kann Er uns auch helfen und trösten. Heil Dir, hochgelobter Herr Jesus! Weil Du allezeit den süßen Namen gebrauchst, der bezeugt, dass Du unser Bruder und Verwandter bist, so ist es für uns ein teures Zeichen Deiner Gnade, Deiner Demut, Deiner Freundschaft, Deiner Liebe.
„Du kamst zu uns, ein Mensch wie wir, und gabest durch den Engel Dir, bevor Du warst geboren, schon den Namen: Jesus! Menschensohn! Herr, dieses Namen Süßigkeit macht mir die ganze Seele weit; auf Erden und im Himmel ist für mich so süß nichts, wie Du bist."
《Evening by Evening》March 25
“And no man hath ascended up to heaven, but he that came down from heaven, even the Son of man which is in heaven.”— John 3:13
How constantly our Master used the title, the “Son of man!” If he had chosen, he might always have spoken of himself as the Son of God, the Everlasting Father, the Wonderful, the Counsellor, the Prince of Peace; but behold the lowliness of Jesus!
He prefers to call himself the Son of man. Let us learn a lesson of humility from our Saviour; let us never court great titles nor proud degrees.
There is here, however, a far sweeter thought. Jesus loved manhood so much, that he delighted to honour it; and since it is a high honour, and indeed, the greatest dignity of manhood, that Jesus is the Son of man, he is wont to display this name, that he may as it were hang royal stars upon the breast of manhood, and show forth the love of God to Abraham’s seed.
Son of man–whenever he said that word, he shed a halo round the head of Adam’s children. Yet there is perhaps a more precious thought still. Jesus Christ called himself the Son of man to express his oneness and sympathy with his people.
He thus reminds us that he is the one whom we may approach without fear. As a man, we may take to him all our griefs and troubles, for he knows them by experience; in that he himself hath suffered as the “Son of man,” he is able to succour and comfort us.
All hail, thou blessed Jesus! inasmuch as thou art evermore using the sweet name which acknowledges that thou art a brother and a near kinsman, it is to us a dear token of thy grace, thy humility, thy love.
“Oh see how Jesus trusts himself
Unto our childish love,
As though by his free ways with us
Our earnestness to prove!
His sacred name a common word
On earth he loves to hear;
There is no majesty in him
Which love may not come near.”
《am Morgen》26. März
„Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, dass ich es sei. Suchet ihr denn mich, so lasset diese gehen!" Johannes 18,8
Habe Acht, meine Seele, auf die Fürsorge, die der Herr Jesus sogar in dieser Stunde der Versuchung den Schafen Seiner Hand bewies! Die Liebe des Leidenden ist stark bis in den Tod. Er ergibt sich dem Feind, aber Er legt Sein Allmachtswort ein, damit Seine Jünger frei-gelassen werden. Für sich selbst „tut Er seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut"; aber für Seine Jünger redet Er mit mächtiger Kraft. Das ist Liebe, standhaf-te, selbstverleugnende, treue Liebe! Aber liegt darin nicht noch viel mehr, als ein Blick auf die Oberfläche? Liegen nicht das in-nerste Wesen und die Seele des Erlösungswerkes in diesen Worten? Der gute Hirte lässt Sein Leben für die Schafe und fordert, dass sie deshalb frei ausgehen Die Bürgschaft ist anerkannt und angenom-men, darum verlangt die Gerechtigkeit, dass die, für die Er einsteht, ihre Wege gehen dürfen. Mitten aus der ägyptischen Knechtschaft ertönt dies mächtige Wort: „Lasst diese gehen.“ Die Erlösten sollen aus der Sklaverei der Sünde und des Satans entrinnen. In jeder Ker-kerzelle des Abgrunds der Verzweiflung hallt das Wort wider: „Lasst diese gehen", und „Zaghaft" und „Furchtsam“ werden frei. Satan ver-nimmt die wohlbekannte Stimme und hebt den Fuß vom Nacken der Gefallenen. Der Tod hört sie und das Grab öffnet seine Pforten, und lässt die Toten auferstehen. Ihr Weg ist ein Weg der Vervollkomm-nung, der Heiligung, des Sieges und der Herrlichkeit, und niemand darf sie aufhalten. Kein Löwe wird sich auf ihrem Weg lagern, noch wird irgendein wildes Tier ihn betreten. „Die Hirschkuh, die frühe gejagt wird“ (Psalm 22,1), hat die grausamen Jäger auf ihre Fährte gelockt, und nun dürfen die furchtsamsten Rehe und Hirsche des Feldes in völliger Ruhe unter den Rosen seiner Liebe weiden. Die Ge-witterwolke ist über dem Kreuz auf Golgatha losgebrochen und die Zionspilger werden nie mehr von den Blitzen des göttlichen Zorns getroffen. Komm, mein Herz, freue dich der Freiheit, welche dein Erlöser dir erworben hat, und lobpreise Seinen Namen einen Tag um den anderen.
《Morning By Morning》March 26
“Jesus answered, I have told you that I am he: if therefore ye seek me, let these go their way:”— John 18:8
Mark, my soul, the care which Jesus manifested even in his hour of trial, towards the sheep of his hand! The ruling passion is strong in death.
He resigns himself to the enemy, but he interposes a word of power to set his disciples free. As to himself, like a sheep before her shearers he is dumb and opened not his mouth, but for his disciples’ sake he speaks with almighty energy.
Herein is love, constant, self-forgetting, faithful love. But is there not far more here than is to be found upon the surface?
Have we not the very soul and spirit of the atonement in these words? The Good Shepherd lays down his life for the sheep, and pleads that they must therefore go free. The Surety is bound, and justice demands that those for whom he stands a substitute should go their way.
In the midst of Egypt’s bondage, that voice rings as a word of power, “Let these go their way.” Out of slavery of sin and Satan the redeemed must come. In every cell of the dungeons of Despair, the sound is echoed, “Let these go their way,” and forth come Despondency and Much-afraid.
Satan hears the well-known voice, and lifts his foot from the neck of the fallen; and Death hears it, and the grave opens her gates to let the dead arise.
Their way is one of progress, holiness, triumph, glory, and none shall dare to stay them in it. No lion shall be on their way, neither shall any ravenous beast go up thereon.
“The hind of the morning” has drawn the cruel hunters upon himself, and now the most timid roes and hinds of the field may graze at perfect peace among the lilies of his loves. The thunder-cloud has burst over the Cross of Calvary, and the pilgrims of Zion shall never be smitten by the bolts of vengeance.
Come, my heart, rejoice in the immunity which thy Redeemer has secured thee, and bless his name all the day, and every day.
《am Abend》26. März
„Wer sich aber mein und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln." Markus 8,38
Wenn wir den Herrn Jesus in Seiner Schmach und Erniedrigung nicht verlassen haben, dann werden wir auch mit Ihm an dem Licht des Glanzes teilhaben, der Ihn umgeben wird, wenn Er wieder in Seiner Herrlichkeit erscheint. Bist du, geliebte Seele, bei Christus Je-sus? Knüpft dich eine lebendige Gemeinschaft an Ihn? Dann bist du heute bei Ihm in Seiner Erniedrigung. Du hast Sein Kreuz auf dich genommen und bist mit Ihm hinausgegangen vor das Lager und hast Seine Schmach getragen. Darum wirst du ohne Zweifel auch bei Ihm sein, wenn das Kreuz mit der Krone vertauscht wird. Aber gib diesen Abend ein Urteil über dich ab Denn wenn du nicht bei Ihm bist in der Wiedergeburt, so wirst du auch nicht bei Ihm sein in Seiner Herrlichkeit. Wenn du vor der trüben Seite Seiner Gemeinschaft zurückschreckst, so kannst du den Glanz nicht begreifen, die selige Zeit, wo der König kommen wird und alle Seine heiligen Engel mit Ihm. Wie? Sind Engel mit Ihm? Und doch hat Er keine Engel auf- und angenom-men. Er hat den Samen Abrahams angenommen. Und die heiligen Engel sind mit Ihm!
Komm, liebe Seele, wenn du wirklich Sein geliebtes Kind bist, kannst du nicht fern von Ihm sein. Wenn Seine Freunde und Seine Nächsten berufen werden, Seine Herrlichkeit zu schauen, was meinst du denn, das dir geschehen wird, wenn du doch Ihm vertraut bist? Wirst du ferne stehen bleiben müssen? Und ob es gleich der Tag des Gerichts ist, so kannst du dennoch nicht fern von seinem Herzen blei-ben, welches nicht nur Engel zu seinen Freunden, sondern dich zu seiner geliebten Braut erwählt hat Hat er nicht zu dir gesprochen, liebe Seele: „Ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Ge-richt, in Gnade und Barmherzigkeit?“ Wenn die Engel, die doch nur Freunde und Nachbarn sind, bei ihm sein werden, wie viel gewisser und unfehlbarer muss es geschehen, dass Seine geliebte Meine-Lust-an-ihr, auf welcher all sein Wohlgefallen ruht, bei ihm sein und zu Seiner Rechten sitzen wird. Hier ist ein Morgenstern der Hoffnung für dich, ein Stern von so überaus herrlichem Glanz, dass er auch die dunkelste und trübste Erfahrung deiner Seele aufheitern vermag.
《Evening by Evening》March 26
“Whosoever therefore shall be ashamed of me and of my words in this adulterous and sinful generation; of him also shall the Son of man be ashamed, when he cometh in the glory of his Father with the holy angels.”— Mark 8:38
If we have been partakers with Jesus in his shame, we shall be sharers with him in the lustre which shall surround him when he appears again in glory.
Art thou, beloved one, with Christ Jesus? Does a vital union knit thee to him? Then thou art today with him in his shame; thou hast taken up his cross, and gone with him without the camp bearing his reproach; thou shalt doubtless be with him when the cross is exchanged for the crown.
But judge thyself this evening; for if thou art not with him in the regeneration, neither shalt thou be with him when he shall come in his glory. If thou start back from the black side of communion, thou shalt not understand its bright, its happy period, when the King shall come, and all his holy angels with him.
What! are angels with him? And yet he took not up angels–he took up the seed of Abraham. Are the holy angels with him?
Come, my soul, if thou art indeed his own beloved, thou canst not be far from him. If his friends and his neighbours are called together to see his glory, what thinkest thou if thou art married to him?
Shalt thou be distant? Though it be a day of judgment, yet thou canst not be far from that heart which, having admitted angels into intimacy, has admitted thee into union. Has he not said to thee, O my soul, “I will betroth thee unto me in righteousness, and in judgment, and in lovingkindness?”
Have not his own lips said it, “I am married unto thee, and my delight is in thee?” If the angels, who are but friends and neighbours, shall be with him, it is abundantly certain that his own beloved Hephzibah, in whom is all his delight, shall be near to him, and sit at his right hand.
Here is a morning star of hope for thee, of such exceeding brilliance, that it may well light up the darkest and most desolate experience.
It was Alone the Saviour Prayed-Piano
Use for《Evening by Evening》Mar 27
《am Morgen》27. März
„Aber das ist alles geschehen, dass erfüllet die Schriften der Propheten. Da verließen ihn die Jünger und flohen." Matthäus 26,56
Er verließ sie nie, sie aber verließen Ihn in feiger Furcht um ihr Leben und flohen schon zu Beginn Seines Leidens. Dies ist nur ein einzelnes lehrreiches Beispiel von der Unzuverlässigkeit der Gläubi-gen, wenn sie sich selbst überlassen sind. Sie sind im besten Falle wie Schafe und fliehen, wenn der Wolf kommt. Sie waren alle vor der Ge-fahr gewarnt worden und hatten beteuert, sie wollten lieber sterben, als ihren Meister verlassen. Und doch ergriff sie plötzliche Angst, und sie liefen davon. Vielleicht habe auch ich beim Beginn dieses Tages meinen Sinn gestählt, damit ich um des Herrn willen Trübsal ertragen möchte und ich traue mir fest zu, standhafte Treue zu üben Aber ich muss mich sehr vor mir selbst in Acht nehmen, damit ich nicht mit dem gleichen bösen Herzen des Unglaubens von meinem Herrn hin-wegeile wie die Apostel. Etwas zu versprechen ist etwas anderes, als das Versprochene zu halten. Es hätte den Jüngern zur ewigen Ehre gereicht, wenn sie Jesus recht mannhaft zur Seite gestanden hätte. Sie flohen vor ihrer eigenen Ehre, zu ihrer Schande. Ach, dass ich doch bewahrt würde vor ähnlichem Schmach! Wo hätten sie irgend besser aufgehoben sein können als bei ihrem Herrn und Heiland, welcher den Vater hätte gebissen können, dass Er Ihm mehr als zwölf Legionen Engel schickte? Sie flohen von ihrem sicheren Zu-fluchtsort. O Gott, bewahre mich vor solcher Torheit! Die göttliche Gnade aber kann auch den Feigling zum Helden machen. Der glim-mende Flachs kann aufflammen wie das Feuer auf dem Altar, wenn es der Herr will. Sogar diese Apostel, die doch furchtsam waren wie die Hasen wurden mit Löwenmut erfüllt, nachdem der Heilige Geist auf sie herabgekommen war. Und so kann auch der Geist Gottes mei-ne furchtsame Seele mutig machen in dem Bekenntnis meines Herrn und im Zeugnis für Seine Wahrheit. Welche Angst muss den Herrn ertrunken haben, als Er Seine Freunde so treulos sah! Es war ein bitterer Tropfen in Seinem Leidenskelch. Aber der Kelch ist geleert und ich will nicht abermals Wermut und Galle hineingießen. Wenn ich meinen Herrn verlasse, so kreuzige ich Ihn aufs Neue und mache Ihn öffentlich zuschanden. Bewahre mich, o Geist der Erbarmung, vor einem so beschämenden Ende und erhalte mich in der Demut und in der furchtlosen Liebe zu meinem teuren Freund und Heiland.
《Morning By Morning》March 27
“But all this was done, that the scriptures of the prophets might be fulfilled. Then all the disciples forsook him, and fled.”— Matthew 26:56
He never deserted them, but they in cowardly fear of their lives, fled from him in the very beginning of his sufferings. This is but one instructive instance of the frailty of all believers if left to themselves; they are but sheep at the best, and they flee when the wolf cometh. They had all been warned of the danger, and had promised to die rather than leave their Master; and yet they were seized with sudden panic, and took to their heels.
It may be, that I, at the opening of this day, have braced up my mind to bear a trial for the Lord’s sake, and I imagine myself to be certain to exhibit perfect fidelity; but let me be very jealous of myself, lest having the same evil heart of unbelief, I should depart from my Lord as the apostles did. It is one thing to promise, and quite another to perform.
It would have been to their eternal honour to have stood at Jesus’ side right manfully; they fled from honour; may I be kept from imitating them!
Where else could they have been so safe as near their Master, who could presently call for twelve legions of angels? They fled from their true safety.
O God, let me not play the fool also. Divine grace can make the coward brave. The smoking flax can flame forth like fire on the altar when the Lord wills it.
These very apostles who were timid as hares, grew to be bold as lions after the Spirit had descended upon them, and even so the Holy Spirit can make my recreant spirit brave to confess my Lord and witness for his truth.
What anguish must have filled the Saviour as he saw his friends so faithless! This was one bitter ingredient in his cup; but that cup is drained dry; let me not put another drop in it.
If I forsake my Lord, I shall crucify him afresh, and put hi
《am Abend》27. März
„Sie sprach: Ja, HERR; aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein, die von ihrer Herren Tisch fallen.“ Matthäus 15,27
In ihrem Elend erfuhr dieses Weib einen mächtigen Trost, weil sie Großes von Jesus dachte. Der Herr hatte vom Brot der Kinder ge-sprochen. „Nun“, sprach sie, „wenn du denn der Herr des Gnadenti-sches bist, so weiß ich, dass du ein großherziger Haushalter bist, und dann ist gewiss auch ein reicher Überfluss an Brot auf deiner Tafel. Es wird ein solch überschwängliches Maß von Speise für die Kinder vorhanden sein, dass noch Brosamen genug übrig bleiben, die man den Hündlein unter die Tische streut, und die Kinder werden deshalb nicht weniger reichlich gesättigt, wenn auch noch die Hündlein ihren Hunger stillen.“ Sie dachte von ihm, er habe einen so guten und vorzüglichen Tisch, dass alles, was sie bedürfe, dagegen nur Brosamlein seien Und doch erinnere dich, dass sie nichts Geringeres verlangte, als dass der Teufel aus ihrer Tochter ausgetrieben werde. Für sie war das etwas sehr Großes, aber sie hatte eine so hohe Meinung von Je-sus, dass sie sprach: „Es ist ihm das Allergeringste, es ist für Jesus ein bloßes Brosamlein, das er gibt.“ Das ist die königliche Straße zu Trost und Heil. Wenn du bloß von deinen Sünden große Vorstellungen hegst, so treiben sie dich zur Verzweiflung, aber große Gedanken von Christus führen dich in den Hafen des Friedens. Die Last meiner Sün-den drückt mich nieder, wie der Fuß eines Riesen, der einen Wurm zertritt. Aber für meinen Heiland ist es ein Stäublein, weil er ihren Fluch an seinem eigenen Leib getragen hat, am Holz des Kreuzes. Es ist für ihn nur ein Geringes, mir völlige Vergebung zu schenken, wenn es gleich für mich ein unendlicher Segen ist, dass ich sie emp-fange. Das Weib öffnet den Mund ihrer Seele weit, denn sie erwartet Großes von Jesus, und er erfüllt sie mit seiner Liebe. Lieber Leser, tue auch so! Sie bekannt, was der Herr Jesus ihr vorhielt, aber nur umso fester klammerte sie sich an Ihn und entnahm die Gründe für ihre Bitte Seinen eigenen Worte. Sie glaubte das Größte von Ihm. Sie errang den Sieg deshalb, weil sie an Ihn glaubte. Ihre Geschichte ist ein Beispiel von der Allmacht des Glaubens. Und wenn wir auch überwinden wollen wie sie, so müssen wir uns verhalten wie sie.
《Evening by Evening》March 27
“And she said, Truth, Lord: yet the dogs eat of the crumbs which fall from their masters table.”— Matthew 15:27
This woman gained comfort in her misery by thinking great thoughts of Christ. The Master had talked about the children’s bread: “Now,” argued she, “since thou art the Master of the table of grace, I know that thou art a generous housekeeper, and there is sure to be abundance of bread on thy table; there will be such an abundance for the children that there will be crumbs to throw on the floor for the dogs, and the children will fare none the worse because the dogs are fed.”
She thought him one who kept so good a table that all that she needed would only be a crumb in comparison; yet remember, what she wanted was to have the devil cast out of her daughter.
It was a very great thing to her, but she had such a high esteem of Christ, that she said, “It is nothing to him, it is but a crumb for Christ to give.” This is the royal road to comfort.
Great thoughts of your sin alone will drive you to despair; but great thoughts of Christ will pilot you into the haven of peace.
“My sins are many, but oh! it is nothing to Jesus to take them all away. The weight of my guilt presses me down as a giant’s foot would crush a worm, but it is no more than a grain of dust to him, because he has already borne its curse in his own body on the tree. It will be but a small thing for him to give me full remission, although it will be an infinite blessing for me to receive it.”
The woman opens her soul’s mouth very wide, expecting great things of Jesus, and he fills it with his love.
Dear reader, do the same.
She confessed what Christ laid at her door, but she laid fast hold upon him, and drew arguments even out of his hard words; she believed great things of him, and she thus overcame him. She won the victory by believing in Him.
Her case is an instance of prevailing faith; and if we would conquer like her, we must imitate her tactics.
"O For A Thousand Tongues To Sing" by 250 Voice
Use for《Evening by Evening》Mar 28
《am Morgen》28. März
auch erkennen die Liebe Christi, die doch alle Erkenntnis über-trifft, auf dass ihr erfüllen werdet mit allerlei Gottesfülle." Epheser 3,19
in ihrer Größe und Treue alle menschlichen Fassungskraft. Wo fänden Die Liebe Christi übertreffen in ihrer Zartheit, in ihrem Reichtum, man Worte und Ausdrücke, die Seine unvergleichliche, Seine unerreichbare Liebe für die Menschenkinder beschreiben könnten? Sie ist so weit und unabsichtlich groß! Gleichwie die Schwalbe das Wasser nur mit den Spitzen ihrer Flügel berührt und sich nicht in Seine Tie-fen taucht, so berührt jedes beschreibende Wort nur die Oberfläche, während die unermesslichen Tiefen darunter liegen. Wohl singt mit Recht der Dichter:
„Unergründlich Meer der Liebe! Abgrund aller Liebeswonne! Du, der Liebe Lebens-Sonne!"
Denn diese Liebe Christi ist in Wahrheit unermesslich und unergründlich. Wer kann sie fassen? Ehe wir uns von der Liebe Jesu einen rechten Begriff machen könnten, müssten wir Seine frühere Herrlichkeit in Seiner erhabenen Majestät kennen lernen und müssten die ganze Tiefe der Erniedrigung in Seiner Menschwerdung auf Erden verstehen lernen. Aber wer kann uns unterweisen von der Hoheit Christi? Als Er auf dem Stuhl saß im höchsten Himmel, da war Er wahrer Gott aus wahrem Gott. Durch Ihn sind alle Himmel gemacht mit allen ihren Heerscharen. Sein allmächtiger Arm erhielt den Welt-kreis. Das Lob der Cherubim und Seraphim umwogte Ihn ohne Ende. Die vollen Jubeltöne des Halleluja-Gesanges aller Himmelsräume ergossen ununterbrochen vor Seinem Thron. Er herrschte hoch erhaben über allen Seinen Geschöpfen. Gott über alles, hochgelobt in Ewigkeit. Wer kann die Höhe Seines Ruhmes aussagen? Wer vermag auch die Tiefe zu beschreiben, in die Er hinabstieg? Ein Mensch zu werden, das war schon viel, ein Mann der Schmerzen zu werden, weit mehr. Zu bluten, zu leiden und zu sterben, das war viel für Den, der Gottes Sohn genannt war. Aber so unaussprechliche Angst zu ertragen, solch einen Tod der Schmach und des Verrats erleiden zu müssen, das ist eine Tiefe der erbarmenden Liebe, welche auch das begeistertste Gemüt in Ewigkeit nie zu ergründen vermag. Das ist Liebe! Und wahrlich eine Liebe, „die alle Erkenntnis übertreffen“. Oh, dass doch diese Liebe unsere Herzen erfüllte mit anbetendem Dank, und uns zu lebendigen Zeugnissen ihrer Allmacht erhöbe!
《Morning By Morning》March 28
“And to know the love of Christ, which passeth knowledge, that ye might be filled with all the fulness of God.”— Ephesians 3:19
The love of Christ in its sweetness, its fulness, its greatness, its faithfulness, passeth all human comprehension. Where shall language be found which shall describe his matchless, his unparalleled love towards the children of men?
It is so vast and boundless that, as the swallow but skimmeth the water, and diveth not into its depths, so all descriptive words but touch the surface, while depths immeasurable lie beneath. Well might the poet say,
“O love, thou fathomless abyss!”
for this love of Christ is indeed measureless and fathomless; none can attain unto it. Before we can have any right idea of the love of Jesus, we must understand his previous glory in its height of majesty, and his incarnation upon the earth in all its depths of shame.
But who can tell us the majesty of Christ? When he was enthroned in the highest heavens he was very God of very God; by him were the heavens made, and all the hosts thereof.
His own almighty arm upheld the spheres; the praises of cherubim and seraphim perpetually surrounded him; the full chorus of the hallelujahs of the universe unceasingly flowed to the foot of his throne: he reigned supreme above all his creatures, God over all, blessed forever.
Who can tell his height of glory then? And who, on the other hand, can tell how low he descended? To be a man was something, to be a man of sorrows was far more; to bleed, and die, and suffer, these were much for him who was the Son of God; but to suffer such unparalleled agony–to endure a death of shame and desertion by his Father, this is a depth of condescending love which the most inspired mind must utterly fail to fathom.
Herein is love! and truly it is love that “passeth knowledge.” O let this love fill our hearts with adoring gratitude, and lead us to practical manifestations of its power.
《am Abend》28. März
„Ihr werdet mir angenehm sein mit dem süßen Geruch, wenn ich euch aus den Völkern bringe und aus den Ländern sammle wer-de, dahin ihr verstreut seid, und werde in euch geheiligt werden vor den Heiden." Hesekiel 20,41
Das große Verdienst unseres mächtigen Erlösers ist als ein süßer Geruch dem Höchsten angenehm. Ob wir von der Leidenden oder wir überall gleich köstlichen Duft. Es war ein süßer Geruch in allen von der arbeiten Gerechtigkeit unseres Herrn Jesus reden, so finden Taten Seins Lebens, durch welche Er das göttliche Gesetz ehrte und jedes Gebot in der reinen Fassung Seiner heiligen Person wie den köstlichsten Edelstein erstrahlen ließ. Und so rein war auch Sein Lei-densgehorsam, da Er mit klageloser Ergebenheit Hunger und Durst, Frost und Blöße erduldete und zuletzt in Gethsemane große Blut-stropfen schwitzte Er hielt Seinen Rücken den Peinigern hin und sein Angesicht denen, die Ihn zerschlugen und anspien, da Er ans Marter-holz geschlagen wurde, damit Er um unseretwillen den Zorn Gottes erduldete. Beides ist süß und köstlich vor Gott dem Höchsten. Und um Seines Tuns und Sterbens, um Seines stellvertretenden Leidens und Seines für uns vollbrachten Gehorsams willen nimmt uns der Herr unser Gott in Gnaden an. Was muss doch in Ihm für eine köstli-che Würze sein, die all unseren Mangel ersetzt und mit Wohlgeruch überflutet! Was für ein stärker süßer Duft, der den argen Gestank unserer Sündenschuld auslöscht und vertreibt! Was für eine rei-nigende Kraft liegt in Seinem Blut, dass unsere so große Sünden ab-wäscht! Und welche Herrlichkeit wohnt in Seiner Gerechtigkeit, die so verworfene Geschöpfe angenehm macht in dem Geliebten! Siehe, liebe gläubige Seele, wie fest und unwandelbar muss unsere Kindschaft sein, weil wir in Ihm angenommen sind! Hüte dich, dass du nie an deiner Annahme in Jesus zweifelst. Wenn dir Sein Verdienst zuge-rechnet ist, so kannst du nicht verworfen werden. Trotz aller deiner Zweifel, Ängste und Sünden blickt doch das Auge Gottes nie anders als gnädig auf dich herab. Obgleich Er in dir selbst Sünde sieht, so sieht Er keine mehr, wenn Er dich durch Christus ansieht. In Christus bist du dem Vaterherzen allezeit angenehm, allezeit gesegnet und teuer. Darum erhebe einen Lobgesang, und wenn du den Weihrauch vom Verdienst deines Heilandes heute Abend zum saphirnen Thron emporwallen siehst, so lass auch den Weihrauch deines Lobgesangs aufsteigen.
《Evening by Evening》March 28
“I will accept you with your sweet savour, when I bring you out from the people, and gather you out of the countries wherein ye have been scattered; and I will be sanctified in you before the heathen.”— Ezekiel 20:41
The merits of our great Redeemer are as sweet savour to the Most High. Whether we speak of the active or passive righteousness of Christ, there is an equal fragrance. There was a sweet savour in his active life by which he honoured the law of God, and made every precept to glitter like a precious jewel in the pure setting of his own person.
Such, too, was his passive obedience, when he endured with unmurmuring submission, hunger and thirst, cold and nakedness, and at length sweat great drops of blood in Gethsemane, gave his back to the smiters, and his cheeks to them that plucked out the hair, and was fastened to the cruel wood, that he might suffer the wrath of God in our behalf.
These two things are sweet before the Most High; and for the sake of his doing and his dying, his substitutionary sufferings and his vicarious obedience, the Lord our God accepts us.
What a preciousness must there be in him to overcome our want of preciousness! What a sweet savour to put away our ill savour!
What a cleansing power in his blood to take away sin such as ours! and what glory in his righteousness to make such unacceptable creatures to be accepted in the Beloved!
Mark, believer, how sure and unchanging must be our acceptance, since it is in him! Take care that you never doubt your acceptance in Jesus. You cannot be accepted without Christ; but, when you have received his merit, you cannot be unaccepted.
Notwithstanding all your doubts, and fears, and sins, Jehovah’s gracious eye never looks upon you in anger; though he sees sin in you, in yourself, yet when he looks at you through Christ, he sees no sin. You are always accepted in Christ, are always blessed and dear to the Father’s heart.
Therefore lift up a song, and as you see the smoking incense of the merit of the Saviour coming up, this evening, before the sapphire throne, let the incense of your praise go up also.
《am Morgen》29. März
„Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt Gehorsam gelernt." Hebräer 5,8
Es wird uns gesagt, dass der Herzog unserer Seligkeit durch Leiden vollkommen gemacht worden ist. Darum dürfen wir, die wir sün-digen und fern sind von der Vollkommenheit, uns nicht wundern, wenn wir ebenso berufen werden, durch Leiden hindurchgehen. Sollte das Haupt mit Dornen gekrönt werden, und die anderen Glie-der des Leibes dürften sich gemächlich auf dem sanften Schoße der Behaglichkeit wiegen? Musste Christus durch Meere Seines teuren Blutes durchlaufen, um die Krone zu erringen, wie dürften wir in silbernen Schuhen trockene Fußes zum Himmel eingehen? Nein! Unser Herrn und Meisters Lebenslauf lehrt uns, dass das Leiden notwendig ist; und das wahrhafte, echte Gotteskind darf und mag gleich nicht ausweichen, auch wenn es könnte. Es liegt aber ein sehr tröstlicher Gedanke darin, dass Christus „vollkommen gemacht ist durch Leiden“. Das heißt, dass Er vollkommenes Mitleid mit uns haben kann. „Wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht Mitleid haben mit unserer Schwachheit.“ In diesem Mitleid Christi finden wir einen kräftigen Trost. Einer der ersten Märtyrer sagte: „Ich ertrage es alles gern, denn Jesus hat vordem gelitten und leidet nun gegenwärtig in mir; Er hat Mitleid mit mir, und das stärkt mich.“ Liebe gläubige Seele, halte fest an diesem Gedanken in allen Ängsten und Trübsalen. Die Erinnerung an den Herrn Jesus möge euch stärken zur Nachfolge in Seinen Fußstapfen. Suchet und findet eine liebliche Erquickung in Seinem Mitleid und bedenke, dass um Christi willen leiden eine Ehre ist, ja, das Leiden um Seinetwillen ist mehr als Ehre, es ist Herrlichkeit. Die Apostel freuten sich, dass sie würdig geachtet wurden die Schmach Christi zu tragen. So viel der Herr uns Gnade gibt, für Christus zu leiden und mit Christus zu leiden, ebenso viel erzeigt Er uns Ehre. Der Schmuck eines Christen sind seine Bedrängnis-nisse. Die Hoheitsrechte der Könige, die Gott gesalbt hat, sind ihre Leiden, ihre Ängste, ihre Schmerzen. Darum wollen wir vor der Ehre nicht flüchten. Wir wollen uns nicht abwenden, wenn wir erhöht werden. Die Schmach ehrt uns, und der Schmerz verklärt uns. „Dul-den wir, so werden wir mit herrschen." So wir mit leiden, so werden wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.
《Morning By Morning》March 29
“Though he were a Son, yet learned he obedience by the things which he suffered;”— Hebrews 5:8
We are told that the Captain of our salvation was made perfect through suffering, therefore we who are sinful, and who are far from being perfect, must not wonder if we are called to pass through suffering too.
Shall the head be crowned with thorns, and shall the other members of the body be rocked upon the dainty lap of ease? Must Christ pass through seas of his own blood to win the crown, and are we to walk to heaven dryshod in silver slippers?
No, our Master’s experience teaches us that suffering is necessary, and the true-born child of God must not, would not, escape it if he might.
But there is one very comforting thought in the fact of Christ’s “being made perfect through suffering”–it is, that he can have complete sympathy with us.
“He is not an high priest that cannot be touched with the feeling of our infirmities.” In this sympathy of Christ we find a sustaining power.
One of the early martyrs said, “I can bear it all, for Jesus suffered, and he suffers in me now; he sympathizes with me, and this makes me strong.”
Believer, lay hold of this thought in all times of agony. Let the thought of Jesus strengthen you as you follow in his steps. Find a sweet support in his sympathy; and remember that, to suffer is an honourable thing–to suffer for Christ is glory.
The apostles rejoiced that they were counted worthy to do this. Just so far as the Lord shall give us grace to suffer for Christ, to suffer with Christ, just so far does he honour us. The jewels of a Christian are his afflictions. The regalia of the kings whom God hath anointed are their troubles, their sorrows, and their griefs.
Let us not, therefore, shun being honoured. Let us not turn aside from being exalted. Griefs exalt us, and troubles lift us up. “If we suffer, we shall also reign with him.”
29. März abends
„Ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht.“ Hohelied 5,6
Zuweilen muss das Gebet auf Erhörung warten, wie ein Bittsteller vor dem Tor, bis dass der König herausgeht und Seinen Schoß mit den Segensschätzen füllt, um die er gefleht hat. Der Herr hat oft die, de-nen Er großen Glauben geschenkt hat, harren lassen, um ihren Glau-ben durch diese Prüfung zu läutern. Er hat es geschehen lassen, dass die Stimme Seiner Knechte in ihre Ohren zurückhallte, wie wenn der Himmel ehern wäre. Sie haben an der goldenen Pforte angeklopft, aber diese hat sich nicht bewegt, als ob sie in ihren Angeln einge-rostet wäre. Wie Jeremia haben sie ausgerufen: „Du hast mich mit einer Wolke verdeckt, dass kein Gebet durchgehen konnte.“ So haben viele wahrhaft Heilige lange in Geduld geharrt und haben gewartet, ohne Antwort zu erhalten Nicht, weil ihre Gebete nicht inbrünstig noch angenehm gewesen wären, sondern weil es Dem so gefiel, der in seinem Willen unumschränkt ist und nach Seinem Wohlgefallen gewährt. Wenn es Ihm gefällt, unsere Geduld auf das Warten hinzufügen, soll Er nicht mit den Seinen nach Seiner Weisheit tun dür-fen? Bettler dürfen nicht wählenrisch sein mit Zeit, Ort oder Gabe. Wir aber müssen uns sorgfältig hüten, dass wir eine Verzögerung nicht als eine Verweigerung ansehen. Gottes langsichtige Wechsel werden pünktlich eingelöst. Wir dürfen vom Satan unser Vertrauen auf den Gott der Wahrheit nicht dadurch erschüttern lassen, dass er uns auf unsere noch nicht erhörten Gebete hinweist. Bitten, die noch keine Erhörung gefunden haben, bleiben deshalb nicht unerfüllt. Gott hat alle unsere Gebete genau verzeichnet. Sie werden von keinem Wind verweht, sie werden in des Königsreichs Archiv aufbewahrt. Es gibt am himmlischen Hof eine Registratur, wo jedes Gebet eingetragen wird. Schwergeprüfte Seele, dein Herr fasst deine Tränen in einen Sack (Psalm 56,9), in welchem die kostbaren Tropfen heiligen Kum-mers aufgehoben werden. Er zählt deine Seufzer und schreibt sie zum Gedächtnis in Sein Buch. Nach und nach kommen alle deine An-liegen an die Reihe. Bist du nicht zufrieden, dass du ein klein wenig warten musst? Wird nicht dein Herrn Zeitplan besser sein als dein eigener? Endlich erscheint Er dir zum Trost und heißt dich den Sack ablegen und Scharlach und feines Leinen anziehen.
《Evening by Evening》March 5
“I opened to my beloved; but my beloved had withdrawn himself, and was gone: my soul failed when he spake: I sought him, but I could not find him; I called him, but he gave me no answer.”— Song of Solomon 5:6
Prayer sometimes tarrieth, like a petitioner at the gate, until the King cometh forth to fill her bosom with the blessings which she seeketh. The Lord, when he hath given great faith, has been known to try it by long delayings.
He has suffered his servants’ voices to echo in their ears as from a brazen sky. They have knocked at the golden gate, but it has remained immovable, as though it were rusted upon its hinges.
Like Jeremiah, they have cried, “Thou hast covered thyself with a cloud, that our prayer should not pass through.” Thus have true saints continued long in patient waiting without reply, not because their prayers were not vehement, nor because they were unaccepted, but because it so pleased him who is a Sovereign, and who gives according to his own pleasure.
If it pleases him to bid our patience exercise itself, shall he not do as he wills with his own! Beggars must not be choosers either as to time, place, or form. But we must be careful not to take delays in prayer for denials: God’s long-dated bills will be punctually honoured; we must not suffer Satan to shake our confidence in the God of truth by pointing to our unanswered prayers.
Unanswered petitions are not unheard. God keeps a file for our prayers–they are not blown away by the wind, they are treasured in the King’s archives.
This is a registry in the court of heaven wherein every prayer is recorded. Tried believer, thy Lord hath a tear-bottle in which the costly drops of sacred grief are put away, and a book in which thy holy groanings are numbered.
By and by, thy suit shall prevail. Canst thou not be content to wait a little? Will not thy Lord’s time be better than thy time?
By and by he will comfortably appear, to thy soul’s joy, and make thee put away the sackcloth and ashes of long waiting, and put on the scarlet and fine linen of full fruition.
《am Morgen》30. März
warum er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleich gerechnet ist und er viele Sünde getragen hat und für die Übeltäter gebeten." Jesaja 53,12
Diese wunderbare Herablassung wurde durch viele gewichtige Grün-Warum hat der Herr Jesus sich zu den Übeltätern rechnen lassen?
de verursachen. In dieser Gestalt konnte Er umso eher der Fürsprecher seiner Brüder werden. Bei manchen Gerichtsverhandlungen tritt der Verteidiger ganz an die Stelle des von ihm verteidigten Schützlings. Und in den Augen des Gesetzes dürfen sie auch nicht als verschiede-ne Persönlichkeiten aufgefasst werden. Wenn der Sünder vor dem himmlischen Richterstuhl erscheint, so stellt sich der Herr Jesus sel-ber für ihn ein. Er steht da, um auf die Anklage zu antworten. Er weist hin auf Seine Seite, auf Seine Hände, auf Seine Füße. Er fordert die Gerechtigkeit auf, gegen die Sünder, die Er vertritt, vorbringen was auch immer es sein möge Er beruft sich auf Sein Blut, und in-dem Er sich unter die Sünder rechnen lässt und sich auf ihre Seite stellt, führt Er Seine Verteidigung so siegreich, dass der Richter das Urteil eröffnet: „Lasst diese gehen. Sie sind losgesprochen von der Verdammnis des ewigen Feuers, denn Er hat eine Erlösung erwirkt." Unser Herr Jesus wurde den Übeltätern gleich gerechnet, damit sie sich von ganzem Herzen zu Ihm hingezogen fühlen sollen. Wie soll-ten wir uns vor einem Fürchten, der mit uns in das gleiche Verzeich-nis eingetragen ist? Wir dürfen ungescheut zu Ihm kommen und Ihm unsere Schuld bekennen. Weil Er uns gleich gerechnet ist, kann Er uns nicht verdammen. Wurde Er nicht darum unter die Übeltäter gerechnet, damit wir in das rote Buch Seiner Heiligen eingetragen werden könnten? Er war heilig und unter die Heiligen gerechnet. Wir waren schuldbeladen und zu den Schuldigen gezählt. Er überträgt Seinen Namen von jenem Verzeichnis in das schwarze Schuldbuch, und unsere Namen werden aus dem Schuldbuch gestrichen und ins Buch des Lebens eingetragen, denn es findet ein völliger Umtausch zwischen Jesus und den Seinen statt. Unseren elenden und sündhaf-ten Zustand hat Jesus ganz auf sich genommen, und alles, was Jesus hat, kommt uns zu Gute. Seine Gerechtigkeit, Sein Blut, und alles was sein ist, gibt Er uns zu eigen. Freue dich, gläubige Seele, deiner Vereinigung mit Ihm, der den Übeltätern gleich gerechnet ist, und zeige, dass du wahrhaft erlöst bist darin, dass du eingerechnet bist in die Zahl derer, die in Ihm geoffenbart sind als eine neue Kreatur.
《Morning By Morning》March 30
“Therefore will I divide him a portion with the great, and he shall divide the spoil with the strong; because he hath poured out his soul unto death: and he was numbered with the transgressors; and he bare the sin of many, and made intercession for the transgressors.”— Isaiah 53:12
Why did Jesus suffer himself to be enrolled amongst sinners? This wonderful condescension was justified by many powerful reasons.
In such a character he could the better become their advocate. In some trials there is an identification of the counsellor with the client, nor can they be looked upon in the eye of the law as apart from one another.
Now, when the sinner is brought to the bar, Jesus appears there himself. He stands to answer the accusation. He points to his side, his hands, his feet, and challenges Justice to bring anything against the sinners whom he represents; he pleads his blood, and pleads so triumphantly, being numbered with them and having a part with them, that the Judge proclaims, “Let them go their way; deliver them from going down into the pit, for he hath found a ransom.”
Our Lord Jesus was numbered with the transgressors in order that they might feel their hearts drawn towards him. Who can be afraid of one who is written in the same list with us?
Surely we may come boldly to him, and confess our guilt. He who is numbered with us cannot condemn us.
Was he not put down in the transgressor’s list that we might be written in the red roll of the saints? He was holy, and written among the holy; we were guilty, and numbered among the guilty; he transfers his name from yonder list to this black indictment, and our names are taken from the indictment and written in the roll of acceptance, for there is a complete transfer made between Jesus and his people.
All our estate of misery and sin Jesus has taken; and all that Jesus has comes to us. His righteousness, his blood, and everything that he hath he gives us as our dowry.
Rejoice, believer, in your union to him who was numbered among the transgressors; and prove that you are truly saved by being manifestly numbered with those who are new creatures in him.
《am Abend》30. März
„Und lasst uns erforschen und prüfen unser Wesen und uns zum HERRN bekehren!" Klagelieder 3,40
Die Braut, die ihren in der Ferne weilenden Freund herzlich lieb Bräutigam und Geliebte ist ihrer Seele wie ein halbes Sterben. So hat, sehnt sich nach seiner Rückkehr. Eine lange Trennung von ihrem geht es den Seelen, die den Heiland von ganzem Herzen lieben. Sie müssen Sein Antlitz sehen. Sie können es nicht ertragen, wenn Er hat. Ein vorwurfvoller Blick, ein erhobener Zeigefinger ist für lieber-lange von ihnen scheidet und keine Gemeinschaft mehr mit ihnen gefüllte Kinder ein herber Schmerz, wenn sie fürchten müssen, ihren lieben Vater beleidigt zu haben, und sie fühlen sich nur glücklich unter Seinem Lächeln. Geliebte, so steht es einst auch mit euch. Ein ernstes Schriftwort, eine Drohung, ein Schlag mit der Rute der Heimsuchung-mehr bedurfte es nicht, um euch zu eures Vaters Füßen zu führen und den Ruf abzuringen: „Zeige mir, warum Du unzufrieden bist mit mir!" Steht es nicht mehr so? Kannst du dich damit zufrieden geben, deinem Jesus von fern nachzufolgen?
Haben deine Sünden dich und deinen Gott voneinander geschieden, und fühlt dein Herz keine Unruhe darüber? Ach, ich möchte dich in aller Liebe warnen, denn es ist etwas Schmerzliches, wenn wir zufrieden dahinleben können ohne die Freude am herrlichen Glanz des gegenüber unseres lieben Heilandes. O, tun wir doch allen Fleiß, um solchen Schaden recht tief zu empfinden: geringe Liebe zu unserem sterbenden Heiland, geringe Freude an unserem köstlichen Jesus, geringe Freundschaft mit dem Geliebten! Haltet ein wahrhaftiges Fasten in euren Seelen, wenn ihr bekümmert seid wegen eures Herzens Härte! Denkt daran, wo ihr zuerst Vergebung empfangen habt. Geht sogleich hin zum Kreuz. Dort, und dort allein, könnt ihr für eure Seele wieder Erquickung finden. Es kommt nicht darauf an, wie hart, wie gefühllos, wie tot wir geworden sind. Kehren wir heim zum Vaterhaus in zerrissenen Kleidern, in Armut, in der Befleckung unseres natürlichen Wesens. Wir wollen dieses Kreuz umfassen und in diese verschmachtenden Augen blicken Wir wollen uns in der blutgefüllten Quelle baden - das wird uns zurückführen zu unserer ersten Liebe; das wird uns unseren einfachen kindlichen Glauben wieder schenken!
《Evening by Evening》March 30
“Let us search and try our ways, and turn again to the LORD.”— Lamentations 3:40
The spouse who fondly loves her absent husband longs for his return; a long protracted separation from her lord is a semi-death to her spirit: and so with souls who love the Saviour much, they must see his face, they cannot bear that he should be away upon the mountains of Bether, and no more hold communion with them.
A reproaching glance, an uplifted finger will be grievous to loving children, who fear to offend their tender father, and are only happy in his smile.
Beloved, it was so once with you. A text of Scripture, a threatening, a touch of the rod of affliction, and you went to your Father’s feet, crying, “Show me wherefore thou contendest with me?”
Is it so now? Are you content to follow Jesus afar off? Can you contemplate suspended communion with Christ without alarm? Can you bear to have your Beloved walking contrary to you, because you walk contrary to him? Have your sins separated between you and your God, and is your heart at rest?
O let me affectionately warn you, for it is a grievous thing when we can live contentedly without the present enjoyment of the Saviour’s face. Let us labour to feel what an evil thing this is–little love to our own dying Saviour, little joy in our precious Jesus, little fellowship with the Beloved!
Hold a true Lent in your souls, while you sorrow over your hardness of heart. Do not stop at sorrow! Remember where you first received salvation. Go at once to the cross. There, and there only, can you get your spirit quickened.
No matter how hard, how insensible, how dead we may have become, let us go again in all the rags and poverty, and defilement of our natural condition.
Let us clasp that cross, let us look into those languid eyes, let us bathe in that fountain filled with blood–this will bring back to us our first love; this will restore the simplicity of our faith, and the tenderness of our heart.
《am Morgen》31. März
„Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt" Jesaja 53,5
Pilatus überantwortete unseren Herrn und Heiland den Kriegs-knechten, auf dass sie Ihn kreuzigten. Die römische Geißel war ein furchtbares Marterwerkzeug. Es war aus Ochsensehnen gefertigt und hier und da waren scharfe Knochensplitter in den Sehnen befestigt, so dass diese Knochenstücke jedes Mal, wenn der Geißel-hieb niederfuhr, schreckliche Wunden verursachten und das Fleisch von den Knochen rissen. Unser Heiland wurde ohne Zweifel an eine Säule gebunden und so gegeißelt. Schon vorher war Er geschlagen und misshandelt worden, aber diese Geißelung durch die römischen Kriegsknechte verursachte Ihm gewiss eine weit entsetzlichere Qual. O meine Seele, stehe hier stille und trauere über Seinen armen, zerschlagenen Leib.
„Seht, welch ein Mensch ist das! Ach, sehet seine Wunden!"
Du, der du an Jesus glaubst, kannst du Ihn anschauen, ohne Tränen zu vergießen, wenn Er so vor dir steht als ein Bild der leidenden, mit dem Tod ringenden Liebe? In Seiner Unschuld ist Er schön wie die Lilie, und in der Rosenfarbe Seines Blutes ist Er rot wie die Rose. Wenn wir die unfehlbare und selige Heilkraft verspüren, die Seine Wunden an uns beweisen, muss da nicht sogleich unser Herz vor Liebe und Wehmut zerschmelzen? Wenn wir jemals unseren Herrn Jesus lieb hatten, dann muss jetzt diese Liebesglut in unserer Brust stärker auflodern:
„O große Lieb', o Lieb', ohn' alle Maße, die Dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden und Du musst leiden! Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch Dein Erbarmen zu vergleichen: wie kann ich Dir denn Deine Liebestaten im Werk erstatten?"
Wir möchten gern in unser Kämmerlein gehen und in der Stille weinen, aber unsere Berufsarbeit erwartet uns. Darum wollen wir nun unseren geliebten Freund bitten, Er wolle das Bild Seiner blutigen Wunden den ganzen Tag über eingegraben sein lassen auf den Gemeinschaft zu suchen und zu trauern, dass unsere Sünden Ihn so Tafeln unserer Herzen. Am Abend wollen wir heimkehren, um Seine viel gekostet haben.
《Morning By Morning》March 31
Scripture: “With his stripes we are healed.”(Isaiah 53:5)
Pilate delivered our Lord to the lictors to be scourged. The Roman scourge was a most dreadful instrument of torture. It was made of the sinews of oxen, and sharp bones were inter-twisted every here and there among the sinews; so that every time the lash came down these pieces of bone inflicted fearful laceration, and tore off the flesh from the bone. The Saviour was, no doubt, bound to the column, and thus beaten. He had been beaten before; but this of the Roman lictors was probably the most severe of his flagellations. My soul, stand here and weep over his poor stricken body.
Believer in Jesus, can you gaze upon him without tears, as he stands before you the mirror of agonizing love? He is at once fair as the lily for innocence, and red as the rose with the crimson of his own blood. As we feel the sure and blessed healing which his stripes have wrought in us, does not our heart melt at once with love and grief? If ever we have loved our Lord Jesus, surely we must feel that affection glowing now within our bosoms.
“See how the patient Jesus stands,
Insulted in his lowest case!
Sinners have bound the Almighty's hands,
And spit in their Creator's face.
With thorns his temples gor'd and gash'd
Send streams of blood from every part;
His back's with knotted scourges lash'd.
But sharper scourges tear his heart.”
We would fain go to our chambers and weep; but since our business calls us away, we will first pray our Beloved to print the image of his bleeding self upon the tablets of our hearts all the day, and at nightfall we will return to commune with him, and sorrow that our sin should have cost him so dear.
《am Abend》31. März
„Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, einen Sack und breitete ihn auf den Fels am Anfang der Ernte, bis dass Wasser von Himmel über sie troff, und ließ des Tages die Vögel des Himmels nicht auf ihnen ruhen noch des Nachts die Tiere des Feldes." 2. Samuel 21,10
Wenn die Liebe einer Frau zu ihren erschlagenen Söhnen sie dazu vermochte, ihre Klagetrauer eine so lange Zeit durchlaufen zu halten, sollen wir müde werden mit dem Betrachten der Liebe unseres hochgelobten Heilandes? Rizpa vertrieb die Raubvögel, und sollen nicht auch wir von unseren Andachtsübungen all jene weltlichen und sündhaften Gedanken fern halten, welche sowohl unser Gemüt ver-unreinigen, als auch die heiligen Gegenstände entweihen, mit denen sich unser Nachdenken beschäftigt? Weg, ihr unheilige Brut! Lasst das Opfer unberührt! Rizpa ertrug die Sommerhitze, den Nachttau und den Regen. Sie blieb obdachlos und einsam. Der Schlaf floh von ihren tränenschweren Augen. Ihr Herz war zu voll, um dem Schlum-mer Einkehr zu gestatten. Siehe, wie sehr sie ihre Kinder liebte! Sollte Rizpa so viel über sich ergehen lassen, und wir sollten bei der ersten geringen Schwierigkeit zurückweichen? Sind wir denn solche Feig-linge, dass wir nicht mit unserem Herrn zu leiden vermögen? Rizpa verscheuchte auch die wilden Tiere mit einem für ihr Geschlecht un-gewöhnlichen Mut, und wir sollten nicht bereit sein, um Jesu willen allen Feinden zu widerstehen? Diese ihre Kinder wurden von frem-den Händen erschlagen, und doch weinte und wachte sie. Was sol-len wir denn tun, die wir mit unseren Sünden den Herrn gekreuzigt haben? Unsere Schuld ist unermesslich, so sollte denn unsere Liebe inbrünstig und unsere Reue tief sein. Bei Jesus zu wachen sollte un-ser Beruf, Seine Ehre zu wahr unser Geschäft, bei Seinem Kreuz zu bleiben unser Trost sein. Jene Leichname hätte wohl Rizpa Furcht einflößen können, aber unser Herr, an dessen Kreuz wir liegen, hat nichts Furchtbares für uns, sondern Er zieht uns mächtig hin. Wo war je eine lebendige Schönheit so hingerissen schön wie der sterbende Heiland? Herr Jesus, wir wollen noch ein wenig bei Dir wachen, und enthülle Du Dich uns gnädig. Dann sitzen wir nicht in Sack und Asche, sondern in einem königlichen Palast.
《Evening by Evening》March 31
“And Rizpah the daughter of Aiah took sackcloth, and spread it for her upon the rock, from the beginning of harvest until water dropped upon them out of heaven, and suffered neither the birds of the air to rest on them by day, nor the beasts of the field by night.”— 2 Samuel 21:10
If the love of a woman to her slain sons could make her prolong her mournful vigil for so long a period, shall we weary of considering the sufferings of our blessed Lord?
She drove away the birds of prey, and shall not we chase from our meditations those worldly and sinful thoughts which defile both our minds and the sacred themes upon which we are occupied?
Away, ye birds of evil wing! Leave ye the sacrifice alone! She bore the heats of summer, the night dews and the rains, unsheltered and alone. Sleep was chased from her weeping eyes: her heart was too full for slumber.
Behold how she loved her children! Shall Rizpah thus endure, and shall we start at the first little inconvenience or trial?
Are we such cowards that we cannot bear to suffer with our Lord? She chased away even the wild beasts, with courage unusual in her sex, and will not we be ready to encounter every foe for Jesus’ sake?
These her children were slain by other hands than hers, and yet she wept and watched: what ought we to do who have by our sins crucified our Lord?
Our obligations are boundless, our love should be fervent and our repentance thorough. To watch with Jesus should be our business, to protect his honour our occupation, to abide by his cross our solace.
Those ghastly corpses might well have affrighted Rizpah, especially by night, but in our Lord, at whose cross-foot we are sitting, there is nothing revolting, but everything attractive. Never was living beauty so enchanting as a dying Saviour.
Jesus, we will watch with thee yet awhile, and do thou graciously unveil thyself to us; then shall we not sit beneath sackcloth, but in a royal pavilion.