《am Morgen》25. Februar
„Als er nun viele Pharisäer und Sadduzäer sah zu seiner Taufe kom-men, sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, dass ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet?" Matthäus 3,7
Lieblich ist es, eine Gegend zu durchwandern, nachdem ein Gewitter vorübergezogen ist; das frische Grün der Wiesen zu genießen, wenn der Regen aufgehört hat und die Tropfen zu bewundern, die den reinsten Diamanten gleich im Sonnenlicht funkeln. Solcher Genuss wird dem Christen zuteil. Er zieht durch ein Land, wo das Gewitter sich über Seines Heilandes Haupt entladen hat. Und wenn etwa noch etliche Sorgentropfen niederfallen, so entquellen sie den Wolken der Gnade und der Herr Jesus erquickt ihn durch die Zusiche-rung, dass sie ihm nicht zum Verderben gereichen sollen. Aber wie schrecklich ist die Gewissheit von der Annäherung eines Gewittersturmes: man empfindet die Schwüle der drückenden Luft; furcht-bare Windstöße erfüllen das Gemüt mit Bangen; die Vögel kämpfen vergeblich gegen die reißende Wucht des Sturmwindes; das Vieh senkt entsetzt die schnaubenden Nüstern; der Himmel verhüllt sein Antlitz in Nachtgewölk; vergeblich späht das Auge nach der Sonne, nach dem offenen Blau des Himmels; die Sonne scheint nicht und die Himmel sind finster und zornig! - Und nun ein banges Harren, bis der Orkan mit alles zerstörender Wut losbricht, wie er zuweilen über die Länder der heißen Zonesturmmt; ein wartend voll martern-der Ungewissheit, bis der Wirbelsturm mit unbändigem Toben heult, Bäume mit den Wurzeln aus dem Boden reißt, Felsen von ihrem fes-ten Fußgestell stürzt, und alle Wohnstätten der Menschen zerwühlt und verwüstet! Und siehe, Sünder, das ist deine Lage. Noch ist kein einziger heißer Tropfen gefallen, aber ein Feuerstrom rast daher. Kein wütender Wind umheult dich, aber Gottes Wetter sammeln ihre furchtbaren Feuerschlünde. Noch dämmt die Gnade die Wasserflu-ten ein, aber bald öffnen sich ihre Schleusen. Noch ruhen des Ewigen Donnerkeile in Seinen Waffenkammern, aber siehe, der Sturm braust daher. Welch ein entsetzlicher Anblick wird es sein, wenn Gott im Zornesgewand zur Rache erscheint! Wo, wo, wo, o Sünder, willst du dein Haupt verbergen, wohin willst du fliehen vor Ihm? O, dass dich doch die Hand der Gnade zu Christus leite! Er ist dir frei angeboten im Evangelium: Seine geöffnete Seite ist der Fels des Heils. Du weißt, wie nötig du Ihn hast! Glaube an Ihn, klammere dich an Ihn, so ist der Zorn für alle Zeiten vorübergegangen.
《Morning By Morning》February 25
“But when he saw many of the Pharisees and Sadducees come to his baptism, he said unto them, O generation of vipers, who hath warned you to flee from the wrath to come?”— Matthew 3:7
It is pleasant to pass over a country after a storm has spent itself; to smell the freshness of the herbs after the rain has passed away, and to note the drops while they glisten like purest diamonds in the sunlight. That is the position of a Christian. He is going through a land where the storm has spent itself upon his Saviour’s head, and if there be a few drops of sorrow falling, they distil from clouds of mercy, and Jesus cheers him by the assurance that they are not for his destruction. But how terrible is it to witness the approach of a tempest: to note the forewarnings of the storm; to mark the birds of heaven as they droop their wings; to see the cattle as they lay their heads low in terror; to discern the face of the sky as it groweth black, and look to the sun which shineth not, and the heavens which are angry and frowning! How terrible to await the dread advance of a hurricane–such as occurs, sometimes, in the tropics–to wait in terrible apprehension till the wind shall rush forth in fury, tearing up trees from their roots, forcing rocks from their pedestals, and hurling down all the dwelling-places of man! And yet, sinner, this is your present position. No hot drops have as yet fallen, but a shower of fire is coming. No terrible winds howl around you, but God’s tempest is gathering its dread artillery. As yet the water-floods are dammed up by mercy, but the flood-gates shall soon be opened: the thunderbolts of God are yet in his storehouse, but lo! the tempest hastens, and how awful shall that moment be when God, robed in vengeance, shall march forth in fury! Where, where, where, O sinner, wilt thou hide thy head, or whither wilt thou flee? O that the hand of mercy may now lead you to Christ! He is freely set before you in the gospel: his riven side is the rock of shelter. Thou knowest thy need of him; believe in him, cast thyself upon him, and then the fury shall be overpast forever.
《am Abend》25. Februar
„Aber Jona machte sich auf und floh vor dem HERRN und wollte gen Tharsis und kam hinab gen Japho.“ Jona 1,3
Statt nach Ninive zu gehen und das Wort Gottes zu predigen, wie ihn Gott geheißen hatte, nahm Jona Missfallen an dem Auftrag und ging hinab nach Japho, um Ihm zu entfliehen. Es kommt vor, dass Gottes Knechte vor ihrer Pflicht zurückschrecken. Aber was ist die Folge davon? Was verlor Jona nicht alles durch sein Betragen!? Er verlor die tröstliche Gegenwart und den seligen Genuss der Liebe Gottes. Wenn wir dem Herrn Jesus so dienen wie Gläubige sollten, so ist unser Gott mit uns; und wenn wir gleich die ganze Welt gegen uns haben, wenn wir Gott mit uns haben, was tut's? Aber den Augen-blick, wo wir zurückweichen und unseren eigenen Eingebungen fol-gen, sind wir mitten in einem ungestümen Meer ohne Steuermann Dann mögen wir bitterlich klagen und seufzen und ausrufen: „Ach, mein Gott, wo bist Du hingegangen? Wie konnte ich so töricht han-deln und Deinem Dienst aus dem Weg gehen und so den herrlichen Glanz von Deinem Angesicht verlieren? Das ist ein zu hoher Preis. Lass mich zu meiner Loyalität zurückkehren, dass ich mich wieder freuen kann in Deiner Gegenwart." Überdies verlor Jona allen inne-ren Frieden. Die Sünde zerstört rasch den Frieden und Trost eines Gläubigen. Sie ist der furchtbare Upas-Giftbaum, dessen Blätter eine tödliche Flüssigkeit ausschwitzen, durch die alles Leben der Freude und des Friedens zerstört wird. Jona verlor alles, worin er sonst hät-te Trost finden kann. Er konnte sich nicht auf die Verheißung des göttlichen Schutzes berufen, denn er ging nicht in den Wegen Gott. Er konnte nicht sagen: „Herr, siehe, diese Leiden begegnen mir in der Erfüllung meiner Pflicht, darum hilf mir zu gehen." Er erntete die Frucht seiner Taten; er war voll beschäftigt auf seinen eigenen Wegen. Lieber Christ, handle nicht wie Jona, es sei denn dein Verlan-gen ist, dass alle Wogen und Wellen eines stürmischen Meeres über dein Haupt ergehen. Du wirst auf dem weiten Weg erfahren, dass es weit schwerer ist dem Werk und Willen Gottes ausweichen, als sich Ihm sogleich ganz hingeben. Jona verlor auch seine Zeit, denn er musste auch noch ans Meer reisen. Es ist schwer, mit dem Herrn zu rechts; so wollen wir Ihm sogleich und willig gehorsam sein.
《Evening by Evening》February 25
“But Jonah rose up to flee unto Tarshish from the presence of the LORD, and went down to Joppa; and he found a ship going to Tarshish: so he paid the fare thereof, and went down into it, to go with them unto Tarshish from the presence of the LORD.”— Jonah 1:3
Instead of going to Nineveh to preach the Word, as God bade him, Jonah disliked the work, and went down to Joppa to escape from it. There are occasions when God’s servants shrink from duty. But what is the consequence?
What did Jonah lose by his conduct? He lost the presence and comfortable enjoyment of God’s love. When we serve our Lord Jesus as believers should do, our God is with us; and though we have the whole world against us, if we have God with us, what does it matter?
But the moment we start back, and seek our own inventions, we are at sea without a pilot. Then may we bitterly lament and groan out, “O my God, where hast thou gone? How could I have been so foolish as to shun thy service, and in this way to lose all the bright shinings of thy face? This is a price too high. Let me return to my allegiance, that I may rejoice in thy presence.”
In the next place, Jonah lost all peace of mind. Sin soon destroys a believer’s comfort. It is the poisonous upas tree, from whose leaves distil deadly drops which destroy the life of joy and peace. Jonah lost everything upon which he might have drawn for comfort in any other case.
He could not plead the promise of divine protection, for he was not in God’s ways; he could not say, “Lord, I meet with these difficulties in the discharge of my duty, therefore help me through them.” He was reaping his own deeds; he was filled with his own ways.
Christian, do not play the Jonah, unless you wish to have all the waves and the billows rolling over your head. You will find in the long run that it is far harder to shun the work and will of God than to at once yield yourself to it.
Jonah lost his time, for he had to go to Nineveh after all. It is hard to contend with God; let us yield ourselves at once.
《am Morgen》26. Februar
"Ich aber will mit Dank dir opfern, mein Gelübde will ich bezahlen; denn die Hilfe ist des HERRN" (Jona 2:9)
Die Erlösung ist das Werk Gottes. Er allein ist es, der die Seele "tot in Schuld und Sünde" belebt, und er ist es auch, der die Seele in ihrem geistigen Leben erhält. Er ist sowohl "Alpha als auch Omega".
"Das Heil kommt vom HERRN." Wenn ich betend bin, lässt mich Gott beten; wenn ich Gnaden habe, so sind sie Gottes Geschenke an mich; Wenn ich an einem beständigen Leben festhalte, dann deshalb, weil er mich mit seiner Hand stützt. Ich kann nichts tun, wenn Gott nicht zuerst in mir wirkt!
Alles, was ich habe, all meine Güte ist allein vom Herrn. Worin ich sündige, das ist mein Eigentum; worin ich aber recht handle, das ist von Gott, ganz und gar und ganz. Wenn ich einen geistigen Feind zurückgeschlagen habe, so Die Kraft des Herrn erregte meinen Arm.
Lebe ich vor den Menschen ein geweihtes Leben? Nicht ich, sondern Christus lebt in mir.
Bin ich geheiligt? Ich habe mich nicht gereinigt: Gottes Heiliger Geist heiligt mich.
Bin ich von der Welt isoliert? Weil Gott mich zu meinem eigenen Wohl bestraft hat, hat er mich isoliert.
Wachse ich im Wissen? Der großartige Instruktor lehrt mich. Alle meine Juwelen wurden von himmlischer Kunst geformt. Ich finde in Gott alles, was ich will; aber ich finde in mir nichts als Sünde und Elend. "Er ist nur Mein Fels und meine Rettung."
Nähre ich mich vom Wort? Dieses Wort wäre keine Speise für mich, wenn der Herr es nicht zur Nahrung für meine Seele machte und mir half, mich davon zu nähren.
Lebe ich von dem Manna, das vom Himmel herabkommt? Was ist dieses Manna anderes als Jesus Christus selbst, der menschgewordene Jesus, dessen Leib und dessen Blut ich esse und trinke?
Bekomme ich ständig neuen Kraftzuwachs? Wo sammle ich meine Macht? Meine Hilfe kommt von den Hügeln des Himmels: ohne Jesus kann ich nichts tun. Denn ein Zweig kann keine Frucht hervorbringen, es sei denn, er bleibt im Weinstock, ich kann nicht mehr, wenn ich nicht in ihm bleibe.
Was Jona in der großen Tiefe gelernt hat, laß mich heute morgen in meinem Kämmerlein lernen: "Das Heil kommt vom Herrn."
《am Morgen》26. Februar - andere Version mit anderem Text
《am Morgen》26. Februar
„Bei dem Herrn findet man Hilfe ...“ Psalm 3,9
Hilfe, Heil, Seligkeit ist Gottes Werk. ER allein ist es, der die Seele, die „tot ist durch Übertretung und Sünden“, zu erquicken vermag. Und ER allein erhält auch die Seele in ihrem geistlichen Leben. Er ist beides, „das A und das O, der Anfang und das Ende“. - „Bei dem Herrn findet man Hilfe.“ Wenn ich am Gebet anhalte, so hat mir Gott den Geist des Gebets gegeben. Sind mir Gnadengaben gegeben, so sind es Gottes Gaben. Wenn ich aufrichtig wandle und einhergehe in einem gottgefälligen Leben, so geschieht es darum, dass ER mich an Seiner Hand hält und leitet. Ich kann auch nicht das Geringste tun, mich zu bewahren, wenn Gott es nicht zuerst in mir wirkt. Alles was ich habe, all mein Gutes, kommt allein von dem Herrn. Worin ich sündige, das ist mein eigen; worin ich aber recht tue, das ist von Gott, völlig und vollständig Wenn ich einen geistlichen Feind überwunden habe, so hat des Herrn Kraft meinen Arm gestärkt. Lebe ich vor den Menschen ein heiliges Leben? Nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Bin ich geheiligt? Nicht ich selbst habe mich rein gemacht; Gottes Heiliger Geist heiligt mich. Bin ich von der Welt entwöhnt? Dann bin ich entwöhnt durch Gottes Züchtigungen, die zu meinem Besten geheiligt wurden. Wachse ich in der Erkenntnis? Der große Lehrer un-terweist mich. Alle meine Kleinode sind ein Erzeugnis himmlischer Kunst. In Gott finde ich volle Genüge für alle meine Bedürfnisse; in mir selbst aber finde ich nichts als Sünde und Elend. „Der Herr ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz.“ Lebe ich vom Wort? Dieses Wort wäre keine Erquickung für mich, wenn nicht der Herr es mir zur Speise machte und mich damit nährte. Lebe ich von dem Manna, das vom Himmel kommt? Was ist dieses Manna anders als der fleisch-gewordene Heiland Jesus Christus, dessen Leib ich esse und dessen Blut ich trinke? Empfange ich allezeit neue Kraft und Macht? Woher kommt mir diese Stärkung? Meine Hilfe kommt von des Himmels Hö-hen: ohne Jesus vermag ich nichts. Gleich wie die Rebe keine Frucht von sich selbst bringen kann, es sei denn, sie bliebe am Weinstock; also auch ich nicht, außer, ich bliebe in Ihm. Was Jona in der Tiefe des Meeres lernte, was Davids Hoffnung und Stern war in der Nacht der Anfechtung, das will ich heute Morgen lernen im Kämmerlein: „Bei dem Herrn findet man Hilfe ".
《Morning By Morning》February 26
“But I will sacrifice unto thee with the voice of thanksgiving; I will pay that that I have vowed. Salvation is of the LORD.”— Jonah 2:9
Salvation is the work of God. It is he alone who quickens the soul “dead in trespasses and sins,” and it is he also who maintains the soul in its spiritual life. He is both “Alpha and Omega.”
“Salvation is of the Lord.” If I am prayerful, God makes me prayerful; if I have graces, they are God’s gifts to me; if I hold on in a consistent life, it is because he upholds me with his hand. I do nothing whatever towards my own preservation, except what God himself first does in me.
Whatever I have, all my goodness is of the Lord alone. Wherein I sin, that is my own; but wherein I act rightly, that is of God, wholly and completely. If I have repulsed a spiritual enemy, the Lord’s strength nerved my arm.
Do I live before men a consecrated life? It is not I, but Christ who liveth in me.
Am I sanctified? I did not cleanse myself: God’s Holy Spirit sanctifies me.
Am I weaned from the world? I am weaned by God’s chastisements sanctified to my good.
Do I grow in knowledge? The great Instructor teaches me. All my jewels were fashioned by heavenly art. I find in God all that I want; but I find in myself nothing but sin and misery. “He only is my rock and my salvation.”
Do I feed on the Word? That Word would be no food for me unless the Lord made it food for my soul, and helped me to feed upon it.
Do I live on the manna which comes down from heaven? What is that manna but Jesus Christ himself incarnate, whose body and whose blood I eat and drink?
Am I continually receiving fresh increase of strength? Where do I gather my might? My help cometh from heaven’s hills: without Jesus I can do nothing. As a branch cannot bring forth fruit except it abide in the vine, no more can I, except I abide in him.
What Jonah learned in the great deep, let me learn this morning in my closet: “Salvation is of the Lord.”
《am Abend》26. Februar
"··· wenn dann der Priester besieht und findet, dass der Aussatz das ganze Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen... " 3. Mose 13,13
Seltsam scheint diese Verordnung zu sein, dennoch lag ihr Weis-heit zu Grunde; denn wenn die Krankheit nach außen geworfen wurde, so zeigte sich damit, dass die Natur des Leibes in der Wurzel gesund war. Hier kann es gut für uns sein, an einer solchen Verord-nung beispielhaft die Lehre zu erkennen. Auch wir sind Aussätzige, geschlagen mit dem Aussatz der Sünde, und können mit Recht das Aussatzgebot auf unseren eigenen Zustand anwenden. Wenn ein Mensch sieht, dass er ganz und gar verloren, dass er der Verdamm-nis verfallen ist, weil er über und über von der Unreinheit der Sün-de bedeckt und gar nichts Gesundes mehr an ihm ist; wenn er alles selbstgerechte Wesen verabscheut und sich vor dem Herrn schuldig bekennt, dann ist er rein durch das Blut Jesu und durch die Gnade Gottes. Verborgene, unempfundene, unerkannte Sünde, das ist der wahrhaftige Aussatz. Wenn aber die Sünde eingesehen und gefühlt wird, so hat sie ihren Todesstoß empfangen und der Herr schaut mit gnädigem Auge auf die davon betroffene Seele herab. Nichts ist tödlicher als Selbstgerechtigkeit und nichts berechtigt zu größerer Hoffnung als Zerknirschung. Wir müssen bekennen, dass wir nichts als lauter Sünde sind, denn kein Bekenntnis, das weniger aussagt, trifft die ganze Wahrheit. Und wenn der Heilige Geist an uns arbeitet und uns unsere Sünden zum Bewusstsein bringt, dann fällt es nicht schwer, dass wir solch ein Geständnis machen; es dringt sogleich aus unseren Lippen hervor. Was für einen Trost gewährt unsere Schrift-stelle denen, die unter einem tiefen Gefühl der Sünde stehen! Die Sünde, die bereut und bekannt wird, und wäre sie noch so hässlich und grässlich, verbannt nie einen Menschen vom Angesicht unseres Herrn Jesus. Wer zu Ihm kommt, den wird Er nicht hinausstoßen. Und wäre ein Mensch so ehrlos wie der Mörder, so unkeusch wie die große Sünderin, so grimmig wie Saulus von Tharsus, so grausam wie Manasse, so ungehorsam wie der verlorene Sohn, so schaut den-noch das große liebende Herz des Heilandes mit großer Freude auf ihn. Wenn dieser fühlt, dass nichts Gesundes an ihm ist, so spricht Gott ihn rein, wenn er auf Christus den Gekreuzigten allein sein gan-zes Vertrauen setzt. So komm denn zu Ihm, du armer, schwer bela-dener Sünder!
„Hilf, o Herr Jesu, hilf Du mir, dass ich noch heute komm' zu Dir!"
《Evening by Evening》February 26
“Then the priest shall consider: and, behold, if the leprosy have covered all his flesh, he shall pronounce him clean that hath the plague: it is all turned white: he is clean.”— Leviticus 13:13
Strange enough this regulation appears, yet there was wisdom in it, for the throwing out of the disease proved that the constitution was sound. This evening it may be well for us to see the typical teaching of so singular a rule.
We, too, are lepers, and may read the law of the leper as applicable to ourselves. When a man sees himself to be altogether lost and ruined, covered all over with the defilement of sin, and in no part free from pollution; when he disclaims all righteousness of his own, and pleads guilty before the Lord, then he is clean through the blood of Jesus, and the grace of God.
Hidden, unfelt, unconfessed iniquity is the true leprosy; but when sin is seen and felt, it has received its deathblow, and the Lord looks with eyes of mercy upon the soul afflicted with it. Nothing is more deadly than self-righteousness, or more hopeful than contrition.
We must confess that we are “nothing else but sin,” for no confession short of this will be the whole truth; and if the Holy Spirit be at work with us, convincing us of sin, there will be no difficulty about making such an acknowledgment—it will spring spontaneously from our lips.
What comfort does the text afford to truly awakened sinners: the very circumstance which so grievously discouraged them is here turned into a sign and symptom of a hopeful state! Stripping comes before clothing; digging out the foundation is the first thing in building—and a thorough sense of sin is one of the earliest works of grace in the heart.
O thou poor leprous sinner, utterly destitute of a sound spot, take heart from the text, and come as thou art to Jesus—
“For let our debts be what they may, however great or small,
As soon as we have nought to pay, our Lord forgives us all.
‘Tis perfect poverty alone that sets the soul at large:
While we can call one mite our own, we have no full discharge.”
《am Morgen》27. Februar
„Denn der HERR ist deine Zuversicht; der Höchste ist deine Zuflucht.“ Psalm 91,9
Die Israeliten waren in der Wüste einem beständigen Wechsel ausgesetzt. Wenn die Feuersäule stillstand, wurden die Zelte aufgeschlagen. Aber des andern Tages, noch ehe die Sonne aufgegangen war, ertönte die Posaune, die Bundeslade wurde vorangetragen und die feurige Wolkensäule zeigte den Weg durch die Engpässe des Ge-birges über Abhänge hin oder die dürren Sandflächen der Wüste ent-lang. Kaum hatten sie Muße, ein wenig zu rasten, so hörten sie schon wieder den Ruf: „Macht euch auf! Hier ist eures Bleibens nicht; ihr müsst weiter ziehen, hinauf nach Kanaan!“ Sie blieben nie lange an einem Ort. Weder Brunnen noch Palmenbäume hielten sie zurück. Dennoch hatten sie eine bleibende Heimat in ihrem Gott: Seine Wol-kensäule war ihr Obdach, ihre nächtliche Flamme das Herdfeuer Sie musste von Ort zu Ort weiterziehen, unter beständigem Wechsel, ohne Rast und Ruhe und hatte nie Zeit, sich gemächlich einrichten, dass sie hätte sagen können: „Nun sind wir geborgen; an diesem Orte wollen wir bleiben." - „Wir fahren wohl dahin, wie ein Strom", spricht Mose, „aber Du, Herr Gott, bist unsere Zuflucht für und für." (Psalm 90,1). Der Christ weiß von keinem Wechsel bei Gott. Er kann heute reich sein und morgen arm; er kann heute krank sein und morgen gesund; er kann heute voller Freude und Wonne sein und morgen voller Furcht und Trauer; aber es gibt keinen Wechsel und keine Veränderung in seinem Verhältnis zu Gott. Hat mich der Herr gestern geliebt, so liebt Er mich heute wieder. Meine unwan-delbare Ruhestätte ist mein hochgelobter Herr. Ob Hoffnungen zer-rinnen, ob Erwartungen enttäuscht werden, ob Freuden verwelken und fressender Mehltau mir alle Blüten zerstört: so habe ich den-noch nichts verloren von alledem, was ich in Gott besitze. Er ist „mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen möge". Ich bin ein Pilger auf dieser Erde, aber in meinem Gott bin ich zu Hause, bei Ihm bin ich geborgen. In dieser Welt bin ich ein irrender Wanderer, aber in Gott habe ich eine sichere Zuflucht.
„Der Herr ist meine Zuversicht,
mein bester Trost im Leben! Dem fehlt es nie an Heil und Licht, der sich an Ihn ergeben."
《Morning By Morning》February 27
“Because thou hast made the LORD, which is my refuge, even the most High, thy habitation;”— Psalm 91:9
The Israelites in the wilderness were continually exposed to change. Whenever the pillar stayed its motion, the tents were pitched; but tomorrow, ere the morning sun had risen, the trumpet sounded, the ark was in motion, and the fiery, cloudy pillar was leading the way through the narrow defiles of the mountain, up the hill side, or along the arid waste of the wilderness.
They had scarcely time to rest a little before they heard the sound of “Away! this is not your rest; you must still be onward journeying towards Canaan!” They were never long in one place. Even wells and palm trees could not detain them.
Yet they had an abiding home in their God, his cloudy pillar was their roof-tree, and its flame by night their household fire. They must go onward from place to place, continually changing, never having time to settle, and to say, “Now we are secure; in this place we shall dwell.”
“Yet,” says Moses, “though we are always changing, Lord, thou hast been our dwelling-place throughout all generations.” The Christian knows no change with regard to God. He may be rich today and poor to-morrow; he may be sickly today and well to-morrow; he may be in happiness today, to-morrow he may be distressed—but there is no change with regard to his relationship to God.
If he loved me yesterday, he loves me today. My unmoving mansion of rest is my blessed Lord. Let prospects be blighted; let hopes be blasted; let joy be withered; let mildews destroy everything; I have lost nothing of what I have in God.
He is “my strong habitation whereunto I can continually resort.” I am a pilgrim in the world, but at home in my God. In the earth I wander, but in God I dwell in a quiet habitation.
《am Abend》27. Februar
„Welches Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist." Micha 5,1
Der Herr Jesus hatte Seinen Ausgang um Seines Volkes wollen, als ihr Stellvertreter vor dem Thron, lange bevor sie in dem Lauf der Zeiten an das Licht der Geschichte traten. „Von Ewigkeit her“ besiegelte Er den Bund mit Seinem Vater, dass Er dahingeben wolle Blut um Blut, Pein um Pein, Angst um Angst und Tod um Tod, um Seines Volkes wollen. „Von Ewigkeit her“ entäußerte Er sich selbst, ohne einen Laut des Murrens und gab sich hin, dass von Seinem Scheitel bis zu Seiner Fußsohle große Tropfen blutigen Schweißes von Ihm herniederströmten, dass Er sich anspeien, verspotten, durchbohren, verwunden und unter Todesschmerzen martern ließe. Sein Ausgang als unser Bürge ist von Ewigkeit her. Halte hier ein wenig inne, meine Seele und bete staunend an! Du hattest in der Person deines Herrn und Heilandes einen Ausgang von Ewigkeit her". Nicht erst, als du in dieser Welt geboren wurdest, liebte dich Christus, sondern Sein Wohlgefallen hatte Er an den Menschenkindern, lange bevor Menschen auf Erden waren. Wie viel hat Er an sie gedacht! Von Ewigkeit zu Ewigkeit hat Er ihnen Seine Liebe zugewandt. Wie, meine Seele, so lange hatte Er an deine Erlösung gedacht und wollte sie nun nicht vollenden? Er hat von Ewigkeit her Seinen Ausgang genommen, um mich zu erretten und wollte mich nun verloren gehen lassen? Wie! Er hat mich in Seiner Hand getragen als Seinen kostbaren Edelstein und würde mich nun aus Seinen Fingern gleiten lassen? Er hat mich auserwählt, ehe denn die Berge hervorgingen oder das Bett der Tiefe gegraben war, und nun wollte Er mich verwerfen? Unmöglich! Ich weiß gewiss, dass Er mich nicht so lange geliebt hätte, wenn Er mich nicht geliebt hätte ohne Wandel. Wenn Er meiner hätte müde werden wollen, so wäre es schon längst geschehen. Hätte Er nicht geliebt mit einer Liebe, so tief wie die Hölle und so stark wie der Tod, so hätte Er sich schon vor undenklichen Zeiten von mir abgewandt. O Freude über Freude, dass ich nun weiß, ich bin Sein ewiges und unveränderliches Eigentum, das Ihm geschenkt ist von Seinem Vater, ehe denn die Erde war! Die ewige Liebe soll diese Nacht mein sanftes Ruhekissen sein.
《Evening by Evening》February 27
“But thou, Bethlehem Ephratah, though thou be little among the thousands of Judah, yet out of thee shall he come forth unto me that is to be ruler in Israel; whose goings forth have been from of old, from everlasting. ”— Micah 5:2
The Lord Jesus had goings forth for his people as their representative before the throne, long before they appeared upon the stage of time.
It was “from everlasting” that he signed the compact with his Father, that he would pay blood for blood, suffering for suffering, agony for agony, and death for death, in the behalf of his people; it was “from everlasting” that he gave himself up without a murmuring word.
That from the crown of his head to the sole of his foot he might sweat great drops of blood, that he might be spit upon, pierced, mocked, rent asunder and crushed beneath the pains of death. His goings forth as our Surety were from everlasting.
Pause, my soul, and wonder! Thou hast goings forth in the person of Jesus “from everlasting.” Not only when thou wast born into the world did Christ love thee, but his delights were with the sons of men before there were any sons of men.
Often did he think of them; from everlasting to everlasting he had set his affection upon them. What! my soul, has he been so long about thy salvation, and will not he accomplish it? Has he from everlasting been going forth to save me, and will he lose me now?
What! Has he carried me in his hand, as his precious jewel, and will he now let me slip from between his fingers? Did he choose me before the mountains were brought forth, or the channels of the deep were digged, and will he reject me now?
Impossible! I am sure he would not have loved me so long if he had not been a changeless Lover. If he could grow weary of me, he would have been tired of me long before now. If he had not loved me with a love as deep as hell, and as strong as death, he would have turned from me long ago.
Oh, joy above all joys, to know that I am his everlasting and inalienable inheritance, given to him by his Father or ever the earth was! Everlasting love shall be the pillow for my head this night.
《am Morgen》28. Februar
„Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.“ Psalm 62,6
Das ist des Gläubigen Vorrecht, dass er eine solche Sprache verwenden darf. Wenn er danach trachtet von der Welt etwas zu er-langen, so ist es wahrlich eine armselige „Hoffnung“. Wenn er aber zu Gott aufblickt und von Ihm die Befriedigung seiner Bedürfnisse erwartet, einen Segen, sei es im Leiblichen, sei es im Geistlichen, so ist seine „Hoffnung“ nicht eitel und umsonst. Er darf jederzeit einen Wechsel auf die Bank des Glaubens ausstellen und sich seine Forderung aus den Schätzen der Güte und Freundlichkeit Gottes zahlen lassen. Das weiß ich, dass ich weit lieber meinen Gott zu meinem Bankier hätte als alle Geldfürsten dieser Welt. Mein Herr lässt es nie fehlen an der Erfüllung Seiner Zusagen. Und wenn wir Seine Verheißungen vor Seinen Thron bringen, so erkennt Er sie jederzeit an und senden sie nicht ohne Erhörung zurück Darum will ich getrost an Seiner Tür warten, denn Er tut sie jedes Mal mit der Hand Seiner freigebigen Gnade auf. Auch in dieser Stunde will ich es wieder von neu bei Ihm versuchen. Aber wir haben „Hoffnungen“, die über dieses Leben hinausreichen. Wir werden bald sterben und dann ist „Er unsere Hoffnung“. Hoffen wir denn nicht, wenn wir auf dem letzten Krankenbett liegen, dass Er Seine Engel sende, die uns in Seinen Schoß tragen werden? Wir glauben, dass, wenn der Puls ermattet und das Herz schwer pocht, ein himmlischer Bote bei uns stehen und mit liebevollem Blick auf uns herabschauen und sprechen wird: „Schwester-Seele, komm mit mir!" Wenn wir der Himmelspforte nahen, hoffen wir, die selige Einladung zu vernehmen: „Kommt, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt." (Matthäus 25,34). Wir erwarten goldene Harfen und unverwelkliche Kronen der Herrlichkeit. Wir hoffen, bald bei der Schar der Verklärten vor dem Thron zu sein. Wir schauen in die Zukunft und sehnen uns nach der Zeit, wo wir unserem Herrn der Herrlichkeit gleich sein werden, denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist". Wenn dies deine „Hoffnung“ ist, meine Seele, o, so lebe für deinen Gott. Lebe mit dem Wunsch und Willen, den zu verherrlichen, von dem dir alle Erhörung kommt, der dich gnädig erwählt, versöhnt und berufen hat und auf dessen Gnade du alle „Hoffnung“ der zu-künftigen Herrlichkeit baust. O Christ, erhebe Herz und Sinn! Hinauf! Schwinge dich zum Himmel hin!
《Morning By Morning》February 28
“My soul, wait thou only upon God; for my expectation is from him.”— Psalm 62:5
It is the believer’s privilege to use this language. If he is looking for aught from the world, it is a poor “expectation” indeed. But if he looks to God for the supply of his wants, whether in temporal or spiritual blessings, his “expectation” will not be a vain one.
Constantly he may draw from the bank of faith, and get his need supplied out of the riches of God’s lovingkindness. This I know, I had rather have God for my banker than all the Rothschilds. My Lord never fails to honour his promises; and when we bring them to his throne, he never sends them back unanswered.
Therefore I will wait only at his door, for he ever opens it with the hand of munificent grace. At this hour I will try him anew. But we have “expectations” beyond this life. We shall die soon; and then our “expectation is from him.”
Do we not expect that when we lie upon the bed of sickness he will send angels to carry us to his bosom? We believe that when the pulse is faint, and the heart heaves heavily, some angelic messenger shall stand and look with loving eyes upon us, and whisper, “Sister spirit, come away!”
As we approach the heavenly gate, we expect to hear the welcome invitation, “Come, ye blessed of my Father, inherit the kingdom prepared for you from the foundation of the world.” We are expecting harps of gold and crowns of glory; we are hoping soon to be amongst the multitude of shining ones before the throne; we are looking forward and longing for the time when we shall be like our glorious Lord—for “We shall see him as he is.”
Then if these be thine “expectations,” O my soul, live for God; live with the desire and resolve to glorify him from whom cometh all thy supplies, and of whose grace in thy election, redemption and calling, it is that thou hast any “expectation” of coming glory.
《am Abend》28. Februar
„Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Elia" 1. Könige 17,16
Siehe, hier ist die Treue der göttlichen Liebe. Wir haben zu beachten, dass diese Frau ihren täglichen Unterhalt benötigte. Sie musste sich und ihren Sohn in einer Zeit schwerer Hungersnot ernähren und nun sollte auch noch der Prophet Elia bei ihr Nahrung finden. Aber obgleich das Bedürfnis so aufs Dreifache gestiegen war, so wurde doch das Mehl im Fass nicht verzehrt, denn sie hatten beständig hin-reichenden Vorrat. Jeden Tag holte sie Mehl, aber immer war noch die gleiche Menge vorhanden. Auch du, lieber Leser, hast Tag für Tag Bedürfnisse, und weil sie beständig und häufig wiederkehren, bist du zu der Besorgnis geneigt, dass das Mehl im Fass sich eines Tages verzehren und das Öl im Krug mangeln. Aber bleibe versichert, dass dies nach dem Wort Gottes nicht der Fall sein wird Zwar bringt je-der Tag seine Trübsal, aber auch seine Hilfe. Solltest du auch die Tage des Methusalem überdauern und sollten deiner Bedürfnisse so viele sein, wie des Sandes am Meer, so wird dennoch Gottes Gnade und Treue sich in allen deinen Nöten bewähren und du wirst von keinem wirklichen Mangel etwas wissen. Drei Jahre lang sah in den Tagen jener Witwe der Himmel keine Wolke und nie weinten die Sterne eine geheiligte Träne des Taues auf die gottlose Erde. Hungersnot, Verzweiflung und Tod machten das Land zur heulenden Wüste, aber diese Frau war nie hungrig, sondern allezeit fröhlich in ihrer Genü-ge. So sollst auch du es erfahren. Du wirst sehen, wie des Sünders Hoffnung untergeht, denn er vertraut auf seine natürliche Kraft. Du wirst es erleben, dass des stolzen Pharisäers Vertrauen wankt, denn er baut seine Zuversicht auf den Sand. Du wirst sehen, wie deine ei-genen Träume wie Schaum zergehen und verwehen. Aber du wirst zu deinem Trost erfahren, dass du in der Höhle wohnen wirst und Fel-sen deine Feste und Schutz sein werden. „Sein Brot wird ihm gege-ben, sein Wasser hat er gewiss.“ Besser ist es, Gott zu seinem Hirten und Hüter zu haben, als alle Reichtümer (der alten Festungsstadt) Golkondas zum Eigentum. Die Schätze Indiens magst du erschöpfen, aber nie und nimmer den unendlichen Reichtum deines Gottes.
《Evening by Evening》February 28
“And the barrel of meal wasted not, neither did the cruse of oil fail, according to the word of the LORD, which he spake by Elijah.”— 1 Kings 17:16
See the faithfulness of divine love. You observe that this woman had daily necessities. She had herself and her son to feed in a time of famine; and now, in addition, the prophet Elijah was to be fed too.
But though the need was threefold, yet the supply of meal wasted not, for she had a constant supply. Each day she made calls upon the barrel, but yet each day it remained the same.
You, dear reader, have daily necessities, and because they come so frequently, you are apt to fear that the barrel of meal will one day be empty, and the cruse of oil will fail you. Rest assured that, according to the Word of God, this shall not be the case.
Each day, though it bring its trouble, shall bring its help; and though you should live to outnumber the years of Methuselah, and though your needs should be as many as the sands of the seashore, yet shall God’s grace and mercy last through all your necessities, and you shall never know a real lack.
For three long years, in this widow’s days, the heavens never saw a cloud, and the stars never wept a holy tear of dew upon the wicked earth: famine, and desolation, and death, made the land a howling wilderness, but this woman never was hungry, but always joyful in abundance.
So shall it be with you. You shall see the sinner’s hope perish, for he trusts his native strength; you shall see the proud Pharisee’s confidence totter, for he builds his hope upon the sand; you shall see even your own schemes blasted and withered, but you yourself shall find that your place of defence shall be the munition of rocks: “Your bread shall be given you, and your water shall be sure.”
Better have God for your guardian, than the Bank of England for your possession. You might spend the wealth of the Indies, but the infinite riches of God you can never exhaust.
《am Morgen》29. Februar
„Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte." Jeremia 31,3
Alle Donnerschläge des Gesetzes und alle Schrecken des Gerichts haben nur den Zweck, uns zu Christus zu führen. Aber der endgül-tige Sieg ist das Werk der Freundlichkeit und Güte unseres Gottes. Der verlorene Sohn kehrte zum Haus seines Vaters um, weil ihn der Mangel drückte. Aber sein Vater sah ihn von ferne und eilte ihm ent-gegen; und als er die letzten Schritte heimwärts lenkte, glühte noch des Vaters Kuss auf seiner Wange, und der Wohllaut des Willkomm-grußes tönte noch selig in seinem Ohr nach.
„Der Hammer Sinais verhärtet nur die Herzen, doch sieh', das Herz zerschmilzt bei Jesu Lieb' und Schmerzen."
Der Herr kam eines Nachts vor die Tür und pochte mit der eiser-nen Faust des Gesetzes an Die Tür wankte und zitterte in ihren An-geln, aber der Mensch türmte Gerät auf Gerät gegen das Tor, so viel er nur auftreiben vermochte, denn er sagte: „Den Menschen lass ich nicht hierin." Der Meister wandte sich weg, aber endlich kam Er wieder und klopfte mit Seiner eigenen sanften Hand abermals an. Er klopfte mit den Wunden, welche die Nägel Ihm in die Hände ge-rissen hatten, aber Er klopfte so sanft und so zart! Diesmal zitterte die Tür nicht, sondern, merkwürdig, sie öffnete sich und da lag der einst so widerspenstige Hauswirt auf den Knien und war voller Freu-de, seinen Gast empfangen zu dürfen. „Komm here, komm her-ein! Du hast so angeklopft, dass sich mir das Herz im Leib bewegt, Dir entgegen. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass Deine durchbohrte Hand ihre Blutspur an meiner Tür zurücklässt und dass Du obdachlos Dich wieder entfernen solltest, denn „Dein Haupt ist voll Taues, und Deine Locken voll Nachttropfen". Ich liege hier, ich bin Dein eigen, Deine Liebe hat mir das Herz genommen." Das ist allezeit so. Güte trägt den Sieg davon. Was Mose mit den steinernen Tafeln nie erreichen konnte, das erreichte Christus, der Herr, mit Sei-ner durchbohrten Hand. Seht, das ist eure Berufung. O, dass ihr es aus eigener Erfahrung kenntet, wie Er euch zu sich ziehen will! Mei-ne Seele, kannst du sagen: „Er hat mich gezogen, und ich folge Ihm und freue mich seiner göttlichen Stimme?" Wenn dem so ist, o, dann wolle Er dich ferner nach sich ziehen bis du dich endlich setzen wirst zum Hochzeitsmahl des Lammes!
《Morning By Morning》February 29
"With lovingkindness have I drawn thee."
Jeremiah 31:3
The thunders of the law and the terrors of judgment are all used to bring us to Christ; but the final victory is effected by lovingkindness. The prodigal set out to his father's house from a sense of need; but his father saw him a great way off, and ran to meet him; so that the last steps he took towards his father's house were with the kiss still warm upon his cheek, and the welcome still musical in his ears.
"Law and terrors do but harden
All the while they work alone;
But a sense of blood-bought pardon
Will dissolve a heart of stone."
The Master came one night to the door, and knocked with the iron hand of the law; the door shook and trembled upon its hinges; but the man piled every piece of furniture which he could find against the door, for he said, "I will not admit the man." The Master turned away, but by-and-bye he came back, and with his own soft hand, using most that part where the nail had penetrated, he knocked again--oh, so softly and tenderly. This time the door did not shake, but, strange to say, it opened, and there upon his knees the once unwilling host was found rejoicing to receive his guest. "Come in, come in; thou hast so knocked that my bowels are moved for thee. I could not think of thy pierced hand leaving its blood-mark on my door, and of thy going away houseless, Thy head filled with dew, and thy locks with the drops of the night.' I yield, I yield, thy love has won my heart." So in every case: lovingkindness wins the day. What Moses with the tablets of stone could never do, Christ does with his pierced hand. Such is the doctrine of effectual calling. Do I understand it experimentally? Can I say, "He drew me, and I followed on, glad to confess the voice divine?" If so, may he continue to draw me, till at last I shall sit down at the marriage supper of the Lamb.
《am Abend》29. Februar
„Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist..." 1. Korinther 2,12
Lieber Freund, hast du den Geist aus Gott empfangen, der durch den Heiligen Geist in deiner Seele geboren ist? Wie notwendig das Wirken des Heiligen Geistes in der Seele ist ergibt sich ganz deutlich aus der Tatsache, dass alles, was Gott der Vater an uns getan hat, und alles, was Gott der Sohn für uns vollbracht hat, unwirksam an uns vorübergeht, wenn nicht der Heilige Geist es unserem Herzen offenbart und nahe bringt. Welche Wirkung übt die Lehre von der Gnadenwahl auf den Menschen aus, wenn nicht der Geist Gottes bei ihm einkehrt? Die Erwählung bleibt ein toter Buchstabe in meinem Gewissen, solange mich nicht der Geist Gottes aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht beruft. Dann aber erkenne ich durch mei-ne Berufung auch meine Erwählung, und so erkenne ich, dass ich von Gott berufen bin und so weiß ich auch gewiss, dass ich nach dem ewigen Vorsatz Gottes auserwählt bin. Gott der Vater hat mit dem Herrn Jesus einen Bund und ein Testament gemacht. Aber was nützt uns dieser Bund, ehe uns der Heilige Geist Seiner Segnungen teilhaf-tig werden lässt und unsere Herzen auftut, dass wir sie empfangen können? Dort hängt der Inhalt aller dieser Segnungen am Fluchhol-ze: Jesus Christus. Aber da wir so klein sind, können wir nicht bis zu diesem kostbaren Gut hinaufreichen. Der Geist Gottes aber reicht es uns herab und übergibt es uns, und so wird es wirklich unser Eigen-tum. Bundesgüter sind an und für sich, wie das Manna in den Wol-ken, sterblichen Händen unerreichbar. Aber der Geist Gottes öffnet die Fenster des Himmels und streut das lebendige Brot auf das Lager des geistlichen Israels herab. Christi vollendetes Werk ist wie Wein in Fässern. Unser Unglaube hindert uns, den Wein herauszulassen und zu trinken. Da taucht der Heilige Geist unser Gefäß in diesen köstli-chen Wein und dann trinken wir. Aber ohne den Geist des Herrn sind wir ebenso tot in Übertretung und Sünden, als ob der Vater uns nie erwählt, als ob der Sohn uns nie erkauft hätte mit Seinem Blut. Der Heilige Geist ist unumgänglich notwendig zu unserem Wohlergehen. So wollen wir wandeln in der Liebe zu Ihm und Ihn nie betrüben.
《Evening by Evening》February 29
"Now we have received ... the spirit which is of God; that we might know the things that are freely given to us of God."
1 Corinthians 2:12
Dear reader, have you received the spirit which is of God, wrought by the Holy Ghost in your soul? The necessity of the work of the Holy Spirit in the heart may be clearly seen from this fact, that all which has been done by God the Father, and by God the Son, must be ineffectual to us, unless the Spirit shall reveal these things to our souls. What effect does the doctrine of election have upon any man until the Spirit of God enters into him? Election is a dead letter in my consciousness until the Spirit of God calls me out of darkness into marvellous light. Then through my calling, I see my election, and knowing myself to be called of God, I know myself to have been chosen in the eternal purpose. A covenant was made with the Lord Jesus Christ, by his Father; but what avails that covenant to us until the Holy Spirit brings us its blessings, and opens our hearts to receive them? There hang the blessings on the nail--Christ Jesus; but being short of stature, we cannot reach them; the Spirit of God takes them down and hands them to us, and thus they become actually ours. Covenant blessings in themselves are like the manna in the skies, far out of mortal reach, but the Spirit of God opens the windows of heaven and scatters the living bread around the camp of the spiritual Israel. Christ's finished work is like wine stored in the wine-vat; through unbelief we can neither draw nor drink. The Holy Spirit dips our vessel into this precious wine, and then we drink; but without the Spirit we are as truly dead in sin as though the Father never had elected, and though the Son had never bought us with his blood. The Holy Spirit is absolutely necessary to our well-being. Let us walk lovingly towards him and tremble at the thought of grieving him.