《am Morgen》25. Oktober
"... um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und bei uns sein wird in Ewigkeit." 2. Johannes 2
Wenn einmal die göttliche Wahrheit im menschlichen Herzen Ein-gang gefunden und sich den ganzen Menschen untertan gemacht hat, kann sie keine menschliche noch teuflische Macht mehr in uns ausrotten. Sie bleibt nicht als Gast bei uns, sondern als göttliche Herrscherin. Das ist unbedingt notwendig für einen Christen! Denn der ist kein Christ, der das nicht glaubt. Wer die Leben spendende Kraft des Evangeliums spürt und um die Macht des Heiligen Geistes weiß der das Wort Gottes aufschließt, wirken lässt und besiegelt - ließe sich eher in Stücke reißen, als dass er sich die Botschaft von Seiner Erlösung rauben ließe. Tausendfach ist die Gnade Gottes in Seiner Verheißung enthalten: die Wahrheit bleibt bis in Ewigkeit bei uns. Sie ist im Leben unsere Hoffnung, im Sterben unser Trost, in der Auferstehung unser Triumphlied, in der Ewigkeit unsere Verherrlichung. Um diese Wahrheit zu wissen ist das Vorrecht eines Christen, ohne die unser Glaube nur einen vernachlässigbaren Wert hätte. Über manche sogenannte menschliche Wahrheiten wachsen wir hinaus und lassen sie hinter uns zurück, weil sie nichts Verbindliches enthalten. Mit der göttlichen Wahrheit ist es anderes. Denn wie sie für kleine Kinder süß und lieblich ist wie Milch, so ist sie zugleich starke Speise für die Erwachsenen. Die Wahrheit, dass wir Sünder sind, ist peinlich für uns und macht uns demütig und wachsam. Die köstliche Wahrheit, dass selig wird, wer an den Herrn Jesus glaubt, bleibt immer und ewig unsere Hoffnung und unsere Freude. Wenn wir einmal nicht so stark an dieser Wahrheit festhalten, dürfen wir erkennen, dass wir danach umso dauerhafter an sie festgemacht werden. Wir glauben jetzt zuversichtlicher und unerschütterlicher als je zuvor. Unsere Gründe, an diesem Glauben festzuhalten, sind zahlreicher als zu irgendeiner anderen Zeit. Und wir hoffen zuversichtlich, dass es so bleiben wird, bis wir im Tod den Heiland in unsere Arme schließen. Wo nur immer diese bleibende Liebe zur Wahrheit sichtbar wird, haben wir die Pflicht, diese Liebe weiterzugeben. Unsere Herzlichkeit sollte nicht nur einen engen Kreis umschließen. Unsere Herzensgemeinschaft muss weit sein wie die erwählende Gnade selbst. So lasst uns gegen Irrlehren kämpfen, aber den Bruder lieben und die Wahrheit verbreiten.
《Morning By Morning》October 25
For the truth's sake, which dwells in us, and shall be with us forever. — 2 John 2
Once let the truth of God obtain an entrance into the human heart and subdue the whole man unto itself, no power human or infernal can dislodge it. We entertain it not as a guest but as the master of the house—this is a Christian necessity, he is no Christian who doth not thus believe.
Those who feel the vital power of the gospel, and know the might of the Holy Ghost as he opens, applies and seals the Lord’s Word, would sooner be torn to pieces than be rent away from the gospel of their salvation.
What a thousand mercies are wrapped up in the assurance that the truth will be with us forever; will be our living support, our dying comfort, our rising song, our eternal glory; this is Christian privilege, without it our faith were little worth.
Some truths we outgrow and leave behind, for they are but rudiments and lessons for beginners, but we cannot thus deal with Divine truth, for though it is sweet food for babes, it is in the highest sense strong meat for men.
The truth that we are sinners is painfully with us to humble and make us watchful; the more blessed truth that whosoever believeth on the Lord Jesus shall be saved, abides with us as our hope and joy.
Experience, so far from loosening our hold of the doctrines of grace, has knit us to them more and more firmly; our grounds and motives for believing are now more strong, more numerous than ever, and we have reason to expect that it will be so till in death we clasp the Saviour in our arms.
Wherever this abiding love of truth can be discovered, we are bound to exercise our love. No narrow circle can contain our gracious sympathies, wide as the election of grace must be our communion of heart.
Much of error may be mingled with truth received, let us war with the error but still love the brother for the measure of truth which we see in him; above all let us love and spread the truth ourselves.
《am Abend》25. Oktober
Und es begab sich eben, dass dasselbe Feld war des Boas, der von Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. dem Geschlecht Elimelechs war." Ruth 2,3
„Und es begab sich eben ...": Freilich, es schien wie ein bloßer Zufall. Zufall? Die göttliche Vorsehung wachte sorgfältig über dem Geschehen! Ruth war unter dem Segen ihrer Mutter und unter der Obhut des Gottes ihrer Mutter fortgegangen, zu demütiger aber ehrlicher Arbeit. Gottes Bestimmung leitete sie auf Schritt und Tritt. Sie ahnte nichts davon, dass sie inmitten der Garben auch ihren Mann finden würde, der sie zur Mitbesitzerin einer großen Ackerfläche machen würde und dass sie - die Fremde - in die Reihe der Vorfahren des großen Messias eintreten sollte! Gott ist sehr gütig gegenüber denen, die auf Ihn vertrauen, und überrascht sie oftmals mit unerwarteten Segnungen. Wie wenig wissen wir doch, was uns morgen widerfahren wird. Uns mag aber die Gewissheit trösten, dass es uns nicht an Gutem mangeln wird. Der Zufall ist aus dem Glaubensleben des Christen verbannt! In allem sieht er die Hand Gottes. Die kleinen Begebenheiten von heute oder morgen können vielleicht Ereignis-se von größter Bedeutung herbeiführen. O Herr, handle mit Deinen Knechten doch auch so gnädig, wie mit Ruth. Wie wunderbar wäre es doch, wenn wir heute Abend beim suchenden Umhergehen auf dem Acker der Andacht genau an der Stelle die Garben auflesen, wo sich unser nächster Verwandter offenbaren will! O Geist Gottes, leite uns zu Ihm! Wir wollen lieber Ähren auf Seinem Acker auflesen, als von dem Feld irgendeines anderen den ganzen Ernteertrag heimbringen. Wo sind die Fußstapfen Seiner Herde, die uns zur grünen Aue führen, wo Er weidet? Ach, wie öde und traurig ist doch diese Welt ohne Jesus! Wie göttlich schön wird alles von der Herrlichkeit Seiner Gegen-wart verklärt! Unsere Seelen kennen die heilsame Kraft, die in Jesus wohnt; sie können sich ohne Ihn nicht zufrieden geben. Wir wollen an diesem Abend im Gebet warten, bis sich unser Herr Jesus beim Garbenlesen auf dem Feld, das Ihm gehört, uns offenbaren wird.
《Evening by Evening》October 25
“And she went, and came, and gleaned in the field after the reapers: and her hap was to light on a part of the field belonging unto Boaz, who was of the kindred of Elimelech.”— Ruth 2:3
Her hap was. Yes, it seemed nothing but an accident, but how divinely was it overruled! Ruth had gone forth with her mother’s blessing, under the care of her mother’s God, to humble but honourable toil, and the providence of God was guiding her every step.
Little did she know that amid the sheaves she would find a husband, that he should make her the joint owner of all those broad acres, and that she a poor foreigner should become one of the progenitors of the great Messiah.
God is very good to those who trust in him, and often surprises them with unlooked for blessings. Little do we know what may happen to us to-morrow, but this sweet fact may cheer us, that no good thing shall be withheld.
Chance is banished from the faith of Christians, for they see the hand of God in everything. The trivial events of today or to-morrow may involve consequences of the highest importance. O Lord, deal as graciously with thy servants as thou didst with Ruth.
How blessed would it be, if, in wandering in the field of meditation tonight, our hap should be to light upon the place where our next Kinsman will reveal himself to us! O Spirit of God, guide us to him. We would sooner glean in his field than bear away the whole harvest from any other.
O for the footsteps of his flock, which may conduct us to the green pastures where he dwells! This is a weary world when Jesus is away—we could better do without sun and moon than without him—but how divinely fair all things become in the glory of his presence!
Our souls know the virtue which dwells in Jesus, and can never be content without him. We will wait in prayer this night until our hap shall be to light on a part of the field belonging to Jesus wherein he will manifest himself to us.
《am Morgen》26. Oktober
„Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr's schon heimbringt, so zerstäube ich's doch. Warum das? spricht der HERR Zebaoth. Darum dass mein Haus so wüst steht und ein jeglicher eilt auf sein Haus." Haggai 1,9
Geizige Seelen wägen ihre Gaben für die Sache des Herrn sorgfältig ab, sowohl für die Belange der eigenen Gemeinde wie auch für die Seiner Missionare unter den Heiden. Und das nennen sie dann auch noch wohltätiges und weises Haushalten. Sie kommen nicht im Traum auf den Gedanken, dass sie sich mit Geizen selbst arm machen. Sie entschuldigen sich damit, dass sie doch für die eigene Familie sorgen müssten und vergessen, dass die Vernachlässigung des Reiches Gottes der sicherste Weg ist, ihr eigenes kleines „Reich" ins Verderben zu stürzen. Unser himmlischer Vater hat in Seiner Vorsehung alles so sicher in Seiner Hand, dass Er unsere Arbeit über alle unsere Erwartungen hinweg segnen kann. Aber Er kann auch unsere Pläne so durchkreuzen, dass wir in Scham und Schande stehen müssen. Mit einem Wink Seiner Hand kann Er uns auf die Straße des Glücks lenken oder in die Tiefe der Armut und des Elends stürzen. Die Heilige Schrift lehrt uns, dass der Herr einen Gebefreudigen reich macht und einen Geizigen, der anderen Mitleid und Gaben verwehrt, Verarmung erfahren lässt. Aus mancherlei Erfahrung habe ich die Überzeugung gewinnen dürfen, dass die freigiebigsten Christen zugleich auch die glücklichsten sind, deren Wohlstand am Sichtbarsten aufblüht. Ich habe erleben können, wie der freigiebige Spender zu Reichtum gelangte, den er sich im Traum nie erhofft hätte. Ebenso habe ich den schäbigen, mitleidslosen Geizigen in Verelendung versinken sehen. Guten Haushaltern vertraut man größere Summen an. So macht es häufig auch der Herr: Er gibt denen ganze Kornladungen zurück, die Garben verschenken. Der Herr macht das Wenige zu Reichtum, wenn ein gebendes Herz den geheiligten Zehnten von all dem gibt, was ihm ohnehin von Gott anvertraut wurde. Die Selbst-sucht schaut zuerst zum eigenen Haus, die Gottesfürchtigkeit aber sucht vor allem das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit. Selbst-sucht bringt mit der Zeit Schaden, Gottesfürchtigkeit aber reichen Gewinn. Es erfordert wahren Glauben, wenn wir Gott unsere Hand ehrlichen Herzens öffnen, aber wahrlich, Er als Geber aller guten Gaben hat es wohl verdient!
《Morning By Morning》October 26
“Ye looked for much, and, lo, it came to little; and when ye brought it home, I did blow upon it. Why? saith the LORD of hosts. Because of mine house that is waste, and ye run every man unto his own house.”— Haggai 1:9
Churlish souls stint their contributions to the ministry and missionary operations, and call such saving good economy; little do they dream that they are thus impoverishing themselves. Their excuse is that they must care for their own families, and they forget that to neglect the house of God is the sure way to bring ruin upon their own houses.
Our God has a method in providence by which he can succeed our endeavours beyond our expectation, or can defeat our plans to our confusion and dismay; by a turn of his hand he can steer our vessel in a profitable channel, or run it aground in poverty and bankruptcy.
It is the teaching of Scripture that the Lord enriches the liberal and leaves the miserly to find out that withholding tendeth to poverty. In a very wide sphere of observation, I have noticed that the most generous Christians of my acquaintance have been always the most happy, and almost invariably the most prosperous.
I have seen the liberal giver rise to wealth of which he never dreamed; and I have as often seen the mean, ungenerous churl descend to poverty by the very parsimony by which he thought to rise. Men trust good stewards with larger and larger sums, and so it frequently is with the Lord; he gives by cartloads to those who give by bushels.
Where wealth is not bestowed the Lord makes the little much by the contentment which the sanctified heart feels in a portion of which the tithe has been dedicated to the Lord. Selfishness looks first at home, but godliness seeks first the kingdom of God and his righteousness, yet in the long run selfishness is loss, and godliness is great gain.
It needs faith to act towards our God with an open hand, but surely he deserves it of us; and all that we can do is a very poor acknowledgment of our amazing indebtedness to his goodness.
《am Abend》26. Oktober
„Alle Wasser laufen ins Meer; noch wird das Meer voller, an dem Ort, da sie herfließen, fließen sie wieder hin." Prediger 1,7
Alles, was unter dem Mond ist, ist der Veränderung unterworfen. Die Zeit kennt keine Ruhe. Die feste Erde ist wie eine rollende Kugel
und die große Sonne selbst ein Stern, der in einer von Gott vorgezeichneten Bahn ein größeres Gestirn gehorsam umkreist. Ebbe und Flut bewegen den Ozean. Winde durchziehen die Welt nach allen Richtungen. Regen, Frost und Hitze lösen die Felsen in Staub auf. Die Menschen werden geboren, um wieder zu sterben. Alles bringt dem Geist Unruhe, Plage und Not. O du Freund des unwandelbaren Jesus, was ist doch das für eine Freude für dich, wenn du über dein unveränderliches Erbe nachdenken kannst. Dein Segensmeer bleibt ewig voll, weil Gott selbst ewige Ströme Seiner Freude darin ausgießt. Wir suchen eine bleibende Stadt über den Wolken und werden keine Enttäuschung erleben. Die uns vorliegende Schriftstelle kann uns zur Dankbarkeit anregen. Der Ozean ist ein großer Empfänger, aber er ist auch ein großmütiger Spender. Was ihm die Ströme bringen, das gibt er der Erde als Wolken und Regen wieder zurück. Ein Mensch, der alles nur annimmt und nichts wieder zurückgibt, passt nicht in diese Weltordnung. Mit anderen zu teilen ist wie eine Saat aussäen zu unserem eigenen Nutzen. Wer ein so guter Haushalter ist, dass er sein Vermögen gern für seinen Herrn hingibt, wird noch mehr empfangen. Freund dieses Jesus, gibst du Ihm wieder zurück nach dem Maß des Segens, den du empfangen hast? Dir ist viel anvertraut worden. Was hat es für Frucht getragen? Hast du alles getan? Kannst du nicht noch mehr tun? Selbstsüchtig sein heißt rücksichtslos sein. Stelle dir einmal vor, das Meer gäbe von seinem Wasserreichtum nichts mehr zurück, so wäre unser ganzes Geschlecht, ja, die ganze belebte Schöpfung dem Untergang preisgegeben. Unser Gott, verhindere, dass jemand unter uns dem unedlen und verderblichen Grundsatz huldige, nur sich selber zu leben. Der Herr Jesus lebte nicht sich selber. Alle Fülle wohnt in Ihm, aber aus Seiner Fülle haben wir Gnade um Gnade genommen. Hilf uns Herr, dass wir künftig nicht uns selber leben!
《Evening by Evening》October 26
“All the rivers run into the sea; yet the sea is not full; unto the place from whence the rivers come, thither they return again.”— Ecclesiastes 1:7
Everything sublunary is on the move, time knows nothing of rest. The solid earth is a rolling ball, and the great sun himself a star obediently fulfilling its course around some greater luminary. Tides move the sea, winds stir the airy ocean, friction wears the rock: change and death rule everywhere.
The sea is not a miser’s storehouse for a wealth of waters, for as by one force the waters flow into it, by another they are lifted from it. Men are born but to die: everything is hurry, worry and vexation of spirit.
Friend of the unchanging Jesus, what a joy it is to reflect upon thy changeless heritage; thy sea of bliss which will be forever full, since God himself shall pour eternal rivers of pleasure into it. We seek an abiding city beyond the skies, and we shall not be disappointed.
The passage before us may well teach us gratitude. Father Ocean is a great receiver, but he is a generous distributor. What the rivers bring him he returns to the earth in the form of clouds and rain.
That man is out of joint with the universe who takes all but makes no return. To give to others is but sowing seed for ourselves. He who is so good a steward as to be willing to use his substance for his Lord, shall be entrusted with more.
Friend of Jesus, art thou rendering to him according to the benefit received? Much has been given thee, what is thy fruit? Hast thou done all? Canst thou not do more? To be selfish is to be wicked. Suppose the ocean gave up none of its watery treasure, it would bring ruin upon our race.
God forbid that any of us should follow the ungenerous and destructive policy of living unto ourselves. Jesus pleased not himself. All fulness dwells in him, but of his fulness have all we received. O for Jesus’ spirit, that henceforth we may live not unto ourselves!
《am Morgen》Oktober 27
„Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben..." 2. Timotheus 2,11
Paulus bezeugt an vier Stellen: „Das ist gewisslich wahr". Die erste Stelle finden wir im 1. Brief an Timotheus 1,15: „Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort, dass Christus Jesus gekommen ist in die Welt, die Sünder selig zu machen ...". Eine zweite Stelle steht in 1. Timotheus 4,8-9: ,,... die Gottseligkeit ist zu allen Dingen nütz und hat die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens. Das ist gewisslich wahr und ein teuer wertes Wort." Die dritte Stelle in 2. Timotheus 2,11 lautet: „Das ist gewisslich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben ..." und die vierte Stelle lesen wir im Brief an Titus 3,8: „Das ist gewisslich wahr; solches will ich, dass du fest lehrest, auf dass die, so an Gott gläubig geworden sind, in einem Stand guter Werke gefunden werden." Wir können zwischen diesen vier so nachdrücklich bezeugten Wahrheiten einen inneren Zusammenhang entdecken. Die erste legt den Grund zu unserer ewigen Erlösung in der freien Gnade Gottes, die uns in der Sendung des großen Mittlers geoffenbart wird. Die zweite bezeugt den doppelten Segen, den wir durch diese Erlösung empfangen: die Segnungen, die uns vom Himmel zufließen und jene, die uns aus dem lieblichen Leben entspringen - die Segnungen der Zeit und der Ewigkeit. Die dritte Stelle weist uns auf eine der Pflichten hin, zu denen die Auserwählten berufen sind. Wir werden dazu bestimmt, um Christi willen zu leiden mit der Verheißung: „Sterben wir mit, so werden wir mitleben ...". Die vierte und letzte Wahrheit hält uns die aktive Seite unseres Wandels im Christsein vor Augen und fordert von uns, Gutes zu tun. So haben wir hier: 1. die Wurzel der Erlösung in der freien Gnade; 2. die Segnungen dieser Erlösung in diesem und im zukünftigen Leben; 3. die Erkenntnis des Leidens und 4. den Wandel mit Christus, ausgestattet mit den Früchten des Geistes. Sammeln wir diese wahrhaftigen Zeugnisse zu einem Schatz und wählen wir sie uns zum Führer unseres Lebens, unseres Trostes und unserer Aufmunterung! Der Heiden-Apostel bewies, dass diese Zeugnisse wahrhaftig sind. Sie sind es noch immer! Es sind wertvolle Worte, die von Gott gegeben sind, deshalb wollen wir sie jetzt annehmen und ihre Wahrhaftigkeit bezeugen, denn sie sind gewiss und unfehlbar!
《Morning By Morning》October 27
“It is a faithful saying: For if we be dead with him, we shall also live with him:”— 2 Timothy 2:11
Paul has four of these “faithful sayings.” The first occurs in 1 Timothy 1:15, “This is a faithful saying, and worthy of all acceptation, that Christ Jesus came into the world to save sinners.”
The next is in 1 Timothy 4:6, “Godliness is profitable unto all things, having the promise of the life that now is, and of that which is to come. This is a faithful saying, and worthy of all acceptation.”
The third is in 2 Timothy 2:12, “It is a faithful saying—If we suffer with him we shall also reign with him”; and the fourth is in Titus 3:3, “This is a faithful saying, that they which have believed in God might be careful to maintain good works.”
We may trace a connection between these faithful sayings. The first one lays the foundation of our eternal salvation in the free grace of God, as shown to us in the mission of the great Redeemer. The next affirms the double blessedness which we obtain through this salvation—the blessings of the upper and nether springs—of time and of eternity.
The third shows one of the duties to which the chosen people are called; we are ordained to suffer for Christ with the promise that “if we suffer, we shall also reign with him.” The last sets forth the active form of Christian service, bidding us diligently to maintain good works.
Thus we have the root of salvation in free grace; next, the privileges of that salvation in the life which now is, and in that which is to come; and we have also the two great branches of suffering with Christ and serving with Christ, loaded with the fruits of the Spirit.
Treasure up these faithful sayings. Let them be the guides of our life, our comfort and our instruction. The apostle of the Gentiles proved them to be faithful, they are faithful still, not one word shall fall to the ground; they are worthy of all acceptation, let us accept them now, and prove their faithfulness.
Let these four faithful sayings be written on the four corners of my house.
《am Abend》27. Oktober
„Aber nun sind wir allesamt wie die Unreinen, und alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein unflätiges Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsere Sünden führen uns dahin wie Wind." Jesaja 64,5
Der Gläubige ist eine neue Kreatur. Er gehört einem heiligen Volk und einem auserwählten Geschlecht an. Der Geist Gottes wohnt in ihm. In jeder Hinsicht unterscheidet er sich von dem natürlichen Menschen. Aber trotzdem ist der Christ noch immer ein Sünder. Er ist es aus der Unvollkommenheit seiner Natur heraus und wird es bis zum Ende seines Lebens bleiben. Die schmutzigen Finger der Sünde hinterlassen Flecken auch auf unseren besten Kleidern. Die Sünde besudelt unsere Reue, ehe sie der große Töpfer auf seiner Scheibe vollendet hat. Selbstsucht macht unsere Tränen der Buße zunichte und der Unglaube umstrickt unseren Glauben. Das Beste, was wir je ohne das Verdienst Christi vollbracht haben, hat doch nur die Zahl unserer Sünden vermehrt. Denn wenn wir in unseren Augen am allerreinsten zu sein scheinen, sind wir - so wenig wie der Himmel selbst - doch nicht rein vor Gottes Angesicht. Wo Er selbst an Seinen eigenen Engeln Torheit findet, so muss dies bei uns in noch viel höherem Maße der Fall sein, auch wenn unser Streben engelsgleich zu sein scheint. Der Lobgesang, der zum Himmel steigt und mit dem Lobgesang der Seraphim wetteifert, wird von menschlichen Missklängen getrübt. Das Gebet, das den Arm Gottes bewegt, ist immer noch befleckt und verdorben. Es bewegt Gottes Arm nur, weil der sündlose Eine, der große Mittler, eingetreten ist, das Sündhafte aus unserer Bitte wegzunehmen. Der rechtschaffenste Glaube oder der höchste Grad der Heiligung, zu dem je ein Christ auf Erden gelangte, hat doch so viel Unlauteres in sich, dass alles von oben betrachtet - in das verdiente Feuer geworfen werden müsste. Jeden Abend, an dem wir uns im Spiegel betrachten, sehen wir einen Sünder und müssen bekennen: „Wir sind allesamt wie die Unreinen, und alle unsere Gerechtigkeit ist wie ein unflätiges Kleid." O wie köstlich ist das Blut Jesu für solche Herzen wie die unseren! Was für eine unschätzbare Gabe ist Seine vollkommene Gerechtigkeit! Und wie leuchtet die Hoffnung auf vollkommene Heiligkeit! Ob auch die Sünde uns noch anhaftet, ihre Macht ist gebrochen. Sie hat die Herrschaft nicht mehr; sie ist eine Schlange mit zertretenem Kopf. Wir stehen wohl noch in einem harten Kampf mit ihr, aber wir haben es mit einem besiegten Feind zu tun. Noch eine kleine Weile, dann werden wir siegreich in die Stadt einziehen, in der nichts mehr von Schmutz befleckt ist.
《Evening by Evening》October 27
“But we are all as an unclean thing, and all our righteousnesses are as filthy rags; and we all do fade as a leaf; and our iniquities, like the wind, have taken us away.”— Isaiah 64:6
The believer is a new creature, he belongs to a holy generation and a peculiar people—the Spirit of God is in him, and in all respects he is far removed from the natural man; but for all that the Christian is a sinner still.
He is so from the imperfection of his nature, and will continue so to the end of his earthly life. The black fingers of sin leave smuts upon our fairest robes. Sin mars our repentance, ere the great Potter has finished it, upon the wheel.
Selfishness defiles our tears, and unbelief tampers with our faith. The best thing we ever did apart from the merit of Jesus only swelled the number of our sins; for when we have been most pure in our own sight, yet, like the heavens, we are not pure in God’s sight; and as he charged his angels with folly, much more must he charge us with it, even in our most angelic frames of mind.
The song which thrills to heaven, and seeks to emulate seraphic strains, hath human discords in it. The prayer which moves the arm of God is still a bruised and battered prayer, and only moves that arm because the sinless One, the great Mediator, has stepped in to take away the sin of our supplication.
The most golden faith or the purest degree of sanctification to which a Christian ever attained on earth, has still so much alloy in it as to be only worthy of the flames, in itself considered. Every night we look in the glass we see a sinner, and had need confess, “We are all as an unclean thing, and all our righteousnesses are as filthy rags.”
Oh, how precious the blood of Christ to such hearts as ours! How priceless a gift is his perfect righteousness! And how bright the hope of perfect holiness hereafter! Even now, though sin dwells in us, its power is broken.
It has no dominion; it is a broken-backed snake; we are in bitter conflict with it, but it is with a vanquished foe that we have to deal. Yet a little while and we shall enter victoriously into the city where nothing defileth.
Use for 《Evening by Evening》Oct 28
《am Morgen》Oktober 28
" Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum hasst euch die Welt." Johannes 15,19
In diesen Worten ist erwählende Gnade und heiligende Bewahrung beschrieben. Denn etliche werden am Ende die göttliche Liebe und Zuneigung erfahren. Fürchte dich nicht, lieber Christ, den prüfenden Blick auf die göttliche Lehre von der Gnadenwahl zu lenken. Wenn dein Gemüt schwer beladen und bedrückt ist, so wirst du erfahren, dass dir diese Wahrheit zur Herzensstärkung gereicht. Wer an der Lehre von der freien Gnade zweifelt oder sie in den Schatten stellt, beraubt sich selbst der herrlichsten Trauben von Eskol. Er bringt sich um das fette Mahl, das Mahl von Fett und Mark und Wein, in dem keine Hefen sind. Keine Salbe in Gilead kommt der Gnade gleich. Wenn der Honig am Stab Jonathans schon beim bloßen Berühren die Augen hell machte, so ist dies Honig, der dein Herz erleuchtet, um lieben und die Geheimnisse des Reiches Gottes erfahren zu können. Iss und fürchte nicht, dass du dich überessen könntest. Nähre dich mit diesem köstlichen Leckerbissen und fürchte nicht, dass er eine allzu leckere Nahrung sein könnte. Speise von dem Tisch des Königs lehnt keiner Seiner Höflinge ab. Trachte danach und sieh zu, Geisteskräfte zu entwickeln, um mehr und mehr die ewige, unvergängliche und heiligende Liebe Gottes zu erfassen und zu begreifen. Wenn du die Höhen der Gnadenwahl einmal erstiegen hast, so verweile und betrachte den Bund der Gnade. Bundesverheißungen sind die Befestigungen der gewaltigen Burg, hinter welcher wir verschanzt sind. Bundesverheißungen mit der sicheren Bürgschaft unseres Erlösers und Heilandes Jesu Christi sind die stillen Ruhestätten zitternder Seelen. Wenn Jesus sich verpflichtet hat, mich zur Herrlichkeit einzubringen, und wenn der Vater verheißen hat, dass Er mich dem Sohn schenken wolle als Anteil an dem unendlichen Lohn für Seine Seelenleiden, dann, liebe Seele, bist du wohlgeborgen. Als David vor der Bundeslade her tanzte, sagte er zu Michal, seine Erwählung mache ihn so fröhlich. Komm, meine Seele, tanze vor dem Gott der Gnade, und jauchze mit vollkommener Freude in deinem Herzen.
《Morning By Morning》October 28
“If ye were of the world, the world would love his own: but because ye are not of the world, but I have chosen you out of the world, therefore the world hateth you.”— John 15:19
Here is distinguishing grace and discriminating regard; for some are made the special objects of divine affection. Do not be afraid to dwell upon this high doctrine of election. When your mind is most heavy and depressed, you will find it to be a bottle of richest cordial.
Those who doubt the doctrines of grace, or who cast them into the shade, miss the richest clusters of Eshcol; they lose the wines on the lees well refined, the fat things full of marrow. There is no balm in Gilead comparable to it.
If the honey in Jonathan’s wood when but touched enlightened the eyes, this is honey which will enlighten your heart to love and learn the mysteries of the kingdom of God. Eat, and fear not a surfeit; live upon this choice dainty, and fear not that it will be too delicate a diet.
Meat from the King’s table will hurt none of his courtiers. Desire to have your mind enlarged, that you may comprehend more and more the eternal, everlasting, discriminating love of God. When you have mounted as high as election, tarry on its sister mount, the covenant of grace.
Covenant engagements are the munitions of stupendous rock behind which we lie entrenched; covenant engagements with the surety, Christ Jesus, are the quiet resting-places of trembling spirits.
“His oath, his covenant, his blood,
Support me in the raging flood;
When every earthly prop gives way,
This still is all my strength and stay.”
If Jesus undertook to bring me to glory, and if the Father promised that he would give me to the Son to be a part of the infinite reward of the travail of his soul; then, my soul, till God himself shall be unfaithful, till Jesus shall cease to be the truth, thou art safe.
When David danced before the ark, he told Michal that election made him do so. Come, my soul, exult before the God of grace and leap for joy of heart.
《am Abend》Oktober 28
„Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie ein Rabe." Hohelied 5,11
Kein einziger Vergleich reicht aus, um uns den Herrn Jesus um-fassend zu vergegenwärtigen. Die Braut allein könnte den richtigen Ausdruck finden, soweit ihr eine Beschreibung überhaupt möglich ist. Unter dem „Haupt" Jesu können wir Seine Gottheit verstehen: „Gott aber ist Christi Haupt". Ein reiner Guss von feinstem Gold wäre sicher ein verständliches Bild, aber immer noch viel zu armselig, um einen so herrlichen, reinen und teuren Freund zu beschreiben. Der Herr Jesus ist eben kein goldenes Körnchen sondern ein reiner, unschätzbarer Goldschatz, dem an Wert weder im Himmel noch auf Erden etwas gleichkommt. Die menschlichen Geschöpfe sind nichts als Ton und Eisen. Sie müssen alle umkommen, wie Holz, Heu und Stoppeln. Aber das ewig lebendige Haupt der Schöpfung Gottes wird von Ewigkeit zu Ewigkeit strahlen. In Ihm ist keinerlei Vermengung, noch die geringste Spur eines entwertenden Zusatzes. Er ist der ewig unendlich Heilige und Göttliche. Es ist nichts Verweichlichtes an unserem Freund. Er ist der männlichste aller Männer, mutig wie ein Löwe, unermüdlich wie ein Rind, flink wie ein Adler. Alle denkbare und undenkbare Schönheit findet sich in Ihm, obgleich Er einst von den Menschen verhöhnt und verworfen wurde.
„Du bist mein Himmel, den ich meine, mein Paradies, darin alleine mein Geist den ew'gen Sabbat hält!"
Die Herrlichkeit Seines Hauptes wird Ihm nie geraubt, Ihn krönt ewig eine unvergleichliche Majestät. Das schwarze Haar zeugt von jugendlicher Frische, denn Jesus geht einher im Tau Seiner Jugend. Andere werden matt im Alter, Er aber ist ein Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedeks. Andere kommen und gehen, Er aber bleibt auf Seinem Thron in göttlicher Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Wir wollen Ihn heute Abend betrachten und verehren. Engel bewundern Ihn, und Seine Erlösten wenden ihre Blicke nicht von Ihm. Wo sonst ist irgendein solcher Freund? Ach, dass ich doch eine einzige Stunde Gemeinschaft mit Ihm haben könnte! Hinweg, ihr verführerischen Sorgen! Ich will Jesus folgen!
《Evening by Evening》October 28
“His head is as the most fine gold, his locks are bushy, and black as a raven.”— Song of Solomon 5:11
Comparisons all fail to set forth the Lord Jesus, but the spouse uses the best within her reach. By the head of Jesus we may understand his deity, “for the head of Christ is God” and then the ingot of purest gold is the best conceivable metaphor, but all too poor to describe one so precious, so pure, so dear, so glorious.
Jesus is not a grain of gold, but a vast globe of it, a priceless mass of treasure such as earth and heaven cannot excel. The creatures are mere iron and clay, they all shall perish like wood, hay, and stubble, but the ever living Head of the creation of God shall shine on forever and ever.
In him is no mixture, nor smallest taint of alloy. He is forever infinitely holy and altogether divine. The bushy locks depict his manly vigour. There is nothing effeminate in our Beloved. He is the manliest of men. Bold as a lion, laborious as an ox, swift as an eagle. Every conceivable and inconceivable beauty is to be found in him, though once he was despised and rejected of men.
“His head the finest gold;
With secret sweet perfume,
His curled locks hang all as black
As any raven’s plume.”
The glory of his head is not shorn away, he is eternally crowned with peerless majesty. The black hair indicates youthful freshness, for Jesus has the dew of his youth upon him. Others grow languid with age, but he is forever a Priest as was Melchizedek; others come and go, but he abides as God upon his throne, world without end.
We will behold him tonight and adore him. Angels are gazing upon him—his redeemed must not turn away their eyes from him. Where else is there such a Beloved? O for an hour’s fellowship with him! Away, ye intruding cares! Jesus draws me, and I run after him.
Use for 《Evening by Evening》Oct 29
《am Morgen》Oktober 29
„Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt." Matthäus 6,9
Dieses Gebet fängt damit an, womit jedes wahre Gebet anfangen muss: mit dem Geist der Kindschaft, „Unser Vater". Es ist kein Gebet vor Gott wohlgefällig, wenn wir nicht sagen können: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen." Dieser kindliche Geist er-fasst schnell die Größe des Vaters „in dem Himmel" und erhebt sich zu demütiger Anbetung: „Geheiligt werde Dein Name." Das Kind, das „Abba, lieber Vater" spricht, wird zum gewaltigen Cherub, der da ruft: „Heilig, heilig, heilig!" Es ist nur ein einziger Schritt von der entzückten Gottesanbetung zu dem feurigen Geist der bekehrenden Liebe. Sie wächst stets unfehlbar aus der kindlichen Liebe und der ehrfurchtsvollen Anbetung hervor: „Dein Reich komme, Dein Wille geschehe auf Erden, wie im Himmel." Darauf folgt der herzliche Aus-druck der Abhängigkeit von Gott und des Vertrauens zu Ihm: „Gib uns heute unser tägliches Brot." Werden wir weiter vom Heiligen Geist erleuchtet, so entdecken wir, dass wir sündhaft sind und flehen um Gnade: „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern." Und wenn wir Vergebung empfangen haben, wenn uns die Gerechtigkeit Christi zugerechnet ist und wenn wir wissen, dass wir gerechtfertigt sind durch unseren himmlischen Vater, dann bitten wir demütig um heilige Bewahrung: „Führe uns nicht in Versuchung." Einem Menschen, dem wirklich Vergebung zuteil geworden ist, ist es ein Herzensanliegen, nicht wieder zu sündigen. Der Zuspruch der Rechtfertigung führt zu einem ernstlichen Verlangen nach Heiligung. „Vergib uns unsere Schulden": das ist Rechtfertigung. „Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel": das ist Heiligung, Förderung im Guten und Bewahrung vor dem Bö-sen. Als Endergebnis von alledem folgt eine herrliche, siegreiche Lobpreisung: „Dein ist das Reich, und die Kraft, und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen." Wir freuen uns, dass unser König in dem Reich der Vorsehung regiert und dass Er in Gnade bis an der Welt Ende herrschen wird. Seine Herrschaft wird kein Ende haben. So führt die-se kurze Erklärung des Gebets unsere Seele hinauf zur Gemeinschaft mit unserem königlichen Herrn. Herr, lehre uns beten!
《Morning By Morning》October 29
“After this manner therefore pray ye: Our Father which art in heaven, Hallowed be thy name.”— Matthew 6:9
This prayer begins where all true prayer must commence, with the spirit of adoption, “Our Father.” There is no acceptable prayer until we can say, “I will arise, and go unto my Father.” This child-like spirit soon perceives the grandeur of the Father “in heaven,” and ascends to devout adoration, “Hallowed be thy name.”
The child lisping, “Abba, Father,” grows into the cherub crying, “Holy, Holy, Holy.” There is but a step from rapturous worship to the glowing missionary spirit, which is a sure outgrowth of filial love and reverent adoration—”Thy kingdom come, Thy will be done on earth as it is in heaven.”
Next follows the heartfelt expression of dependence upon God—”Give us this day our daily bread.” Being further illuminated by the Spirit, he discovers that he is not only dependent, but sinful, hence he entreats for mercy, “Forgive us our debts as we forgive our debtors:” and being pardoned, having the righteousness of Christ imputed, and knowing his acceptance with God, he humbly supplicates for holy perseverance, “Lead us not into temptation.”
The man who is really forgiven, is anxious not to offend again; the possession of justification leads to an anxious desire for sanctification. “Forgive us our debts,” that is justification; “Lead us not into temptation, but deliver us from evil,” that is sanctification in its negative and positive forms.
As the result of all this, there follows a triumphant ascription of praise, “Thine is the kingdom, the power, and the glory, forever and ever, Amen.” We rejoice that our King reigns in providence and shall reign in grace, from the river even to the ends of the earth, and of his dominion there shall be no end.
Thus from a sense of adoption, up to fellowship with our reigning Lord, this short model of prayer conducts the soul. Lord, teach us thus to pray.
《am Abend》Oktober 29
Lukas 24,16 „Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht kannten."
Die Jünger hätten doch den Herrn Jesus kennen müssen. Sie hatten Seine Stimme so oft gehört und in Sein liebreiches Antlitz geschaut. Nun ist es zum Verwundern, dass sie Ihn nicht mehr kennen sollten. Ist das nicht auch bei uns oft der Fall? Du hast den Herrn Jesus einfach nicht gesehen. Du bist ein Gast an Seinem Tisch gewesen und bist Ihm selbst nicht begegnet. Du bist heute Abend vielleicht in tiefer Traurigkeit und obgleich Er deutlich sagt „Ich bin's, fürchte dich nicht!", kannst du Ihn doch nicht entdecken. Ach, eure Augen werden zugehalten. Wir kennen Seine Stimme, wir haben in Sein Antlitz geschaut und wir haben unser Haupt an Seine Brust gelehnt. Und obwohl uns der Herr Jesus sehr nahe ist, sprechen wir: „Ach, wenn ich doch wüsste, wo ich Ihn finden könnte!" Wir sollten Jesus kennen, denn wir haben die Heilige Schrift, aus der uns Sein Bild beim Lesen anstrahlt. Und doch geschieht es so leicht, dass wir das kostbare Buch auftun und keine Spur von unserem geliebten Freund entdecken. Liebes Kind Gottes, bist du in dieser Lage? Jesus weidet unter den Rosen des Wortes Gottes, du wanderst unter diesen Rosen und du siehst Ihn doch nicht? Er pflegt in den Lichtungen der Heiligen Schrift zu wandeln und mit den Seinen zu verkehren, so wie Sein Vater mit Adam in der Abendkühle, und doch bist du im Eden der Heiligen Schrift, ohne dass du Ihn erblickst, obwohl Er immer da ist. Und warum sehen wir Ihn nicht? Bei uns ist es wie bei den Jüngern: der Unglaube trägt Schuld daran. Sie erwarteten offenbar nicht, dem Herrn Jesus zu begegnen, darum erkannten sie Ihn nicht. Im Geistlichen wird uns fast immer geschenkt, was wir vom Herrn erwarten und hoffen. Der Glaube allein offenbart uns den Herrn Jesus! O, lass doch das deine Bitte sein: „Herr, öffne mir die Augen, damit ich meinen Heiland bei mir erblicke." Es ist etwas Seliges, wenn es uns drängt, Ihn zu sehen. Aber wie viel besser ist es doch, wenn wir Ihn mit Augen sehen. Denen, die Ihn suchen ist Er gütig. Aber denen, die Ihn finden, ist Er unaussprechlich teuer! „Ja, schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist; wohl dem, der auf Ihn traut!"
《Evening by Evening》October 29
“But their eyes were holden that they should not know him.”— Luke 24:16
The disciples ought to have known Jesus, they had heard his voice so often, and gazed upon that marred face so frequently, that it is wonderful they did not discover him. Yet is it not so with you also? You have not seen Jesus lately.
You have been to his table, and you have not met him there. You are in a dark trouble this evening, and though he plainly says, “It is I, be not afraid,” yet you cannot discern him. Alas! our eyes are holden.
We know his voice; we have looked into his face; we have leaned our head upon his bosom, and yet, though Christ is very near us, we are saying “O that I knew where I might find him!” We should know Jesus, for we have the Scriptures to reflect his image, and yet how possible it is for us to open that precious book and have no glimpse of the Wellbeloved!
Dear child of God, are you in that state? Jesus feedeth among the lilies of the word, and you walk among those lilies, and yet you behold him not. He is accustomed to walk through the glades of Scripture, and to commune with his people, as the Father did with Adam in the cool of the day, and yet you are in the garden of Scripture, but cannot see him, though he is always there.
And why do we not see him? It must be ascribed in our case, as in the disciples’, to unbelief. They evidently did not expect to see Jesus, and therefore they did not know him. To a great extent in spiritual things we get what we expect of the Lord.
Faith alone can bring us to see Jesus. Make it your prayer, “Lord, open thou mine eyes, that I may see my Saviour present with me.” It is a blessed thing to want to see him; but oh! it is better far to gaze upon him.
To those who seek him he is kind; but to those who find him, beyond expression is he dear!
《am Morgen》Oktober 30
„Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder." Psalm 9,2
Preis und Dank sollten stets auf die Erhörung unserer Gebete folgen, so, wie sich der Nebel von der dankbaren Erde in die Höhe er-hebt, sobald die Sonne der himmlischen Liebe den Boden erwärmt. Ist dir der Herr gnädig gewesen und hat Er Sein Ohr zur Stimme deines Flehens herabgeneigt? Dann danke Ihm so lange du lebst. Lass die reife Frucht auf den fruchtbaren Boden zurückfallen, aus dem sie ihre Nahrung empfangen hat. Verweigere dem, der dein Gebet erhört und dir den Wunsch deines Herzens gewährt hat, dein Loblied nicht. Wenn du zu Gottes Gnadenerweisungen schweigst, machst du dich der Sünde der Undankbarkeit schuldig. Es wäre ebenso undankbar wie das Verhalten der neun Aussätzigen. Nachdem sie von ihrem Aussatz geheilt worden waren, kehrten sie nicht zurück, um dem heilenden Herrn zu danken. Wer vergisst, Gott zu loben und Ihn dankbar zu preisen, der verschmäht sein eigenes Heil. Denn der Dank ist ebenso angenehm wie ein Gebet - durch beides wird das Wachstum unseres geistlichen Lebens gefördert. Es trägt dazu bei, dass wir unsere Lasten loswerden, unsere Hoffnung stärken, unseren Glauben mehren. Es ist eine wohltätige und stärkende Übung, die den Herzschlag des Gläubigen kräftiger macht und ihn zu neuer Arbeit im Dienst seines Meisters stählt. Gott für die empfangenen Gnadengaben danken, das ist auch der Weg, wie wir unseren Mitmenschen zum Segen werden können: „Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass die Elenden hören, und sich freuen." Menschen, die in ähnlichen Situationen gewesen sind wie wir, empfangen Trost, wenn wir ihnen sagen: „Preiset mit mir den Herrn, und lasset uns miteinander Seinen Namen erhöhen. Da dieser Elende rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten" (Psalm 34,7). Schwache Seelen werden gestärkt und wankelmütige Heilige werden ermuntert, wenn sie hören, wie wir den Herrn fröhlich „rühmen können". Ihre Furcht und ihre Zweifel werden beschämt, wenn wir einander mit Psalmen und Lobgesängen lehren und ermahnen und dem Herrn geistliche Lieder singen. Auch sie werden „singen auf den Wegen des Herrn". Dank ist die himmlischste aller Christenpflichten! Die Engel bitten nichts, aber sie hören nicht auf, Tag und Nacht zu loben. Und die Erlösten, gekleidet in weiße Seide und Palmenzweige in den Händen, singen unermüdlich das neue Lied: „Würdig ist das Lamm."
《Morning By Morning》October 30
“To the chief Musician upon Muthlabben, A Psalm of David. I will praise thee, O LORD, with my whole heart; I will shew forth all thy marvellous works.”— Psalm 9:1
Praise should always follow answered prayer; as the mist of earth’s gratitude rises when the sun of heaven’s love warms the ground.
Hath the Lord been gracious to thee, and inclined his ear to the voice of thy supplication? Then praise him as long as thou livest. Let the ripe fruit drop upon the fertile soil from which it drew its life.
Deny not a song to him who hath answered thy prayer and given thee the desire of thy heart. To be silent over God’s mercies is to incur the guilt of ingratitude; it is to act as basely as the nine lepers, who after they had been cured of their leprosy, returned not to give thanks unto the healing Lord.
To forget to praise God is to refuse to benefit ourselves; for praise, like prayer, is one great means of promoting the growth of the spiritual life. It helps to remove our burdens, to excite our hope, to increase our faith.
It is a healthful and invigorating exercise which quickens the pulse of the believer, and nerves him for fresh enterprises in his Master’s service. To bless God for mercies received is also the way to benefit our fellow-men; “the humble shall hear thereof and be glad.”
Others who have been in like circumstances shall take comfort if we can say, “Oh! magnify the Lord with me, and let us exalt his name together; this poor man cried, and the Lord heard him.” Weak hearts will be strengthened, and drooping saints will be revived as they listen to our “songs of deliverance.”
Their doubts and fears will be rebuked, as we teach and admonish one another in psalms and hymns and spiritual songs. They too shall “sing in the ways of the Lord,” when they hear us magnify his holy name.
Praise is the most heavenly of Christian duties. The angels pray not, but they cease not to praise both day and night; and the redeemed, clothed in white robes, with palm-branches in their hands, are never weary of singing the new song, “Worthy is the Lamb.”
《am Abend》Oktober 30
„Die du wohnst in den Gärten, lass mich deine Stimme hören; die Genossen merken darauf." Hohelied 8,13
Der Herr Jesus denkt sicher zurück an den Garten Gethsemane. Obwohl Er diesen verlassen hat, weilt Er dennoch in einem Garten: im Garten Seiner Brautgemeinde. Hier offenbart Er Seine ganze Liebe denen, die an Seiner frohen Gemeinschaft festhalten. Seine liebevolle Stimme, mit der Er Seine Freunde anredet, klingt schöner als jede himmlische Harfe. Ihr Klang lässt alle irdische Musik weit hinter sich zurück. Tausendmal Tausende auf Erden und zehntausendmal Zehntausende im Himmel werden von den beglückenden Tönen entzückt. Manche, die wir vielleicht persönlich kennen und wahrhaft zu beneiden sind, lauschen in diesem Augenblick Seiner geliebten Stimme. Ach, dass doch auch ich teilhätte an dieser Freude! Etliche sind zwar arm, vielleicht sehr arm, andere liegen auf dem Krankenbett und noch andere stehen den Todespforten nahe; aber, o mein Herr, ich möchte gern mit ihnen Mangel leiden, mit ihnen stöhnen und seufzen oder mit ihnen sterben, wenn ich nur Deine Stimme hören dürfte, mein Heiland! Einst hörte ich sie oft, aber ich habe Deinen Heiligen Geist betrübt. Kehre Dich zu mir in Barmherzigkeit und sprich wieder zu mir: „Ich bin dein Heil." Keine andere Stimme vermag mich zu erquicken. Ich kenne Deine Stimme und kann von keiner anderen mehr fasziniert werden. O, lass mich sie hören, ich bitte Dich! Ich weiß nicht, was Du sagen willst, auch stelle ich nicht irgendeine Bedingung. Nur lass mich Dich sprechen hören. Und höre ich auch einen Vorwurf, so will ich Dir dafür danken. Vielleicht bedarf es ja, um mein schwerhöriges Ohr auszukurieren einer sehr schmerz-haften Behandlung. Aber koste es was es wolle, ich gehe nicht von dem einen verzehrenden Verlangen ab: Mache, dass ich Deine Stimme wieder höre. Baue die Gänge meines Ohres neu und durchbohre es mit Deinen härtesten Worten. Nur lass nicht zu, dass ich Deine Ermahnungen und Zurufe nicht höre und immerfort taub bleibe. Gewähre doch an diesem Abend Deinem unwürdigen Kind, o Herr, dieses Verlangen. Denn ich bin Dein und Du hast mich mit Deinem teuren Blut erkauft. Du hast mir das Auge geöffnet, Herr, tue mir nun auch das Ohr auf.
《Evening by Evening》October 30
“Thou that dwellest in the gardens, the companions hearken to thy voice: cause me to hear it.”— Song of Solomon 8:13
My sweet Lord Jesus remembers well the garden of Gethsemane, and although he has left that garden, he now dwells in the garden of his church: there he unbosoms himself to those who keep his blessed company.
That voice of love with which he speaks to his beloved is more musical than the harps of heaven. There is a depth of melodious love within it which leaves all human music far behind. Ten of thousands on earth, and millions above, are indulged with its harmonious accents.
Some whom I well know, and whom I greatly envy, are at this moment hearkening to the beloved voice. O that I were a partaker of their joys! It is true some of these are poor, others bedridden, and some near the gates of death, but O my Lord, I would cheerfully starve with them, pine with them, or die with them, if I might but hear thy voice.
Once I did hear it often, but I have grieved thy Spirit. Return unto me in compassion, and once again say unto me, “I am thy salvation.” No other voice can content me; I know thy voice, and cannot be deceived by another, let me hear it, I pray thee.
I know not what thou wilt say, neither do I make any condition, O my Beloved, do but let me hear thee speak, and if it be a rebuke I will bless thee for it. Perhaps to cleanse my dull ear may need an operation very grievous to the flesh, but let it cost what it may I turn not from the one consuming desire, cause me to hear thy voice.
Bore my ear afresh; pierce my ear with thy harshest notes, only do not permit me to continue deaf to thy calls. Tonight, Lord, grant thine unworthy one his desire, for I am thine, and thou hast bought me with thy blood.
Thou hast opened mine eye to see thee, and the sight has saved me. Lord, open thou mine ear. I have read thy heart, now let me hear thy lips.
《am Morgen》31. Oktober
„Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist." Psalm 51,12
Ein Abtrünniger, in dem noch ein einziger Lebensfunke übrig geblieben ist, seufzt und sehnt sich nach der Wiedererneuerung. Zu dieser Erneuerung ist die gleiche wirkungsvolle Kraft der Gnade not-wendig wie zu unserer Bekehrung. Wir mussten unsere Sünden von Herzen bereuen und müssen es auch jetzt wieder. Allein durch den Glauben konnten wir zu Christus kommen. Das war Gnade! Und genau dieselbe Gnade kann uns auch jetzt wieder zu Ihm zurückführen. Damals haben wir eine Zusicherung durch ein Wort aus dem Mund des Höchsten erhalten. Unter dem Druck der gegenwärtigen Sünde bedürfen wir einer ebenso klaren Bekräftigung. Niemand kann ohne eine ebenso wahre und wirkliche Offenbarung der Macht des Heiligen Geistes, wie er sie zum ersten Mal empfunden hat, erneuert werden. Wieso nicht? Weil das Werk ebenso groß ist, und weil Fleisch und Blut jetzt ebenso sehr im Wege stehen wie am Anfang. Lass deine persönliche Schwäche, o Christ, dich dazu veranlassen, dass du mit allem Ernst zu deinem Gott um Hilfe schreist. Bedenke, dass David seine Arme nicht verschränkte und seinen Mund nicht schloss, als er sich ohnmächtig fühlte. Er eilte zum Gnadenthron mit der Bitte: „Gib mir einen neuen, gewissen Geist." Lass dich nicht von der Einbildung einschläfern, du könntest nichts tun, denn du seist verlassen. Möge dir ein Stachel in deiner Seite sein, der dich mit furchtbarem Ernst zu dem starken Helfer Israels hintreibt. Ach, dass du nur Gnade empfangen würdest mit Gott zu ringen, so, als wenn du um dein Leben flehen müsstest: „Herr, gib mir einen neuen, gewissen Geist." Wer ernsthaft und aufrichtig Gott darum bittet und eindringlich die Unaufschiebbarkeit bekundet, wird das Rüstzeug der Gnade erhalten, das Gott verordnet hat. Bete viel! Suche eifrig Nahrung im Wort Gottes! Töte die Lüste und Begierden ab, die deinen Herrn von dir weggetrieben haben! Wache sorgfältig über alle Keime heranreifender Sünden! Der Herr geht Seine eigenen, festgesetzten Wege. Aber bleibe am Weg sitzen, dann bist du bereit, wenn Er vorübergeht. Beachte Gottes heilige Gebote, die deine absterbenden Gnadenkräfte erfrischen und ernähren können. Und weil du weißt, dass alle Kraft von Ihm ausströmen muss, höre nicht auf zu rufen: „Gib mir einen neuen, gewissen Geist. Verwirf mich nicht von Deinem Angesicht, und nimm Deinen Heiligen Geist nicht von mir."
《Morning By Morning》October 31
“Create in me a clean heart, O God; and renew a right spirit within me.”— Psalm 51:10
A backslider, if there be a spark of life left in him will groan after restoration. In this renewal the same exercise of grace is required as at our conversion. We needed repentance then; we certainly need it now.
We wanted faith that we might come to Christ at first; only the like grace can bring us to Jesus now. We wanted a word from the Most High, a word from the lip of the loving One, to end our fears then; we shall soon discover, when under a sense of present sin, that we need it now.
No man can be renewed without as real and true a manifestation of the Holy Spirit’s energy as he felt at first, because the work is as great, and flesh and blood are as much in the way now as ever they were.
Let thy personal weakness, O Christian, be an argument to make thee pray earnestly to thy God for help. Remember, David when he felt himself to be powerless, did not fold his arms or close his lips, but he hastened to the mercy-seat with “renew a right spirit within me.”
Let not the doctrine that you, unaided, can do nothing, make you sleep; but let it be a goad in your side to drive you with an awful earnestness to Israel’s strong Helper. O that you may have grace to plead with God, as though you pleaded for your very life—”Lord, renew a right spirit within me.”
He who sincerely prays to God to do this, will prove his honesty by using the means through which God works. Be much in prayer; live much upon the Word of God; kill the lusts which have driven your Lord from you; be careful to watch over the future uprisings of sin.
The Lord has his own appointed ways; sit by the wayside and you will be ready when he passes by. Continue in all those blessed ordinances which will foster and nourish your dying graces; and, knowing that all the power must proceed from him, cease not to cry, “Renew a right spirit within me.”
《am Abend》31. Oktober
„Ich nahm mich ja deiner an in der Wüste, im dürren Lande." Hosea 13,5
Ja, mein Herr, Du hast dich meiner in meinem gefallenen Zustand wahrlich angenommen und hast mich Dir sogar zum Eigentum er-wählt. Ich war so verflucht, dass ich über mich selber erschrak. Aber da nahmst Du mich auf als Dein Kind und hast all mein großes Ver-langen gestillt. Dein Name sei wegen dieser freien, reichen und überschwänglichen Gnade hochgelobt. Seit damals ist meine geistliche Erfahrung immer wieder auch eine Wüste. Dennoch hast Du mich getragen und geliebt und Ströme der Liebe und der Gnade über mich ausgegossen. Du hast mich erquickt und meinen Baum wieder fruchtbar gemacht. Wenn mich Ereignisse auf das Schwerste drückten und ich in einem ausgetrockneten Lande umherirrte, so hat mich Deine heilige Gegenwart getröstet. Menschen wollten mich nicht mehr kennen, wenn Spott und Hohn mich trafen. Du aber hast meine Seele in Zeiten von Leid und Traurigkeit mit Gnade erfüllt. Den Glanz Deiner Liebe vermag kein Dunkel des Leidens zu dämpfen. Gnädiger Herr, ich erhebe Dich um Deiner Treue willen, die Du mir in Zeiten der Prüfung bewiesen hast. Und es tut mir herzlich leid, wenn ich Dich vergessen habe und in meinem Herzen hochmütig geworden bin, wo ich doch deiner Freundlichkeit und Güte alles zu verdanken habe. Ach, sei Deinem Knecht gnädig!
„Der Herr hat mein noch nie vergessen,
vergiss, mein Herz auch seiner nicht."
Meine Seele, wenn dich der Herr Jesus im Zustand deiner Verlorenheit in Gnaden angesehen hat, so bleibe versichert, dass Er und Sein Reich dir auch jetzt nahe sind, wo es dir gut geht. Aber erhebe dich in deinem irdischen Glück und in der dir zuteilwerdenden Anerkennung nicht so sehr. Und schäme dich der Wahrheit Jesu und der verachteten Gemeinde Christi nicht, der du angehörst. Folge Jesus in die Wüste nach. Trage das Kreuz mit Ihm, wenn die Glut der Verfolgung angefacht wird. Er hat sich zu dir bekannt, meine Seele, in deiner Armut und Schande! Werde nie so treulos und schäme dich Seiner nicht! Herr Jesus, meine Seele hängt an Dir.
《Evening by Evening》October 31
“I did know thee in the wilderness, in the land of great drought.”— Hosea 13:5
Yes, Lord, thou didst indeed know me in my fallen state, and thou didst even then choose me for thyself. When I was loathsome and self-abhorred, thou didst receive me as thy child, and thou didst satisfy my craving wants.
Blessed forever be thy name for this free, rich, abounding mercy. Since then, my inward experience has often been a wilderness; but thou hast owned me still as thy beloved, and poured streams of love and grace into me to gladden me, and make me fruitful.
Yea, when my outward circumstances have been at the worst, and I have wandered in a land of drought, thy sweet presence has solaced me. Men have not known me when scorn has awaited me, but thou hast known my soul in adversities, for no affliction dims the lustre of thy love.
Most gracious Lord, I magnify thee for all thy faithfulness to me in trying circumstances, and I deplore that I should at any time have forgotten thee and been exalted in heart, when I have owed all to thy gentleness and love. Have mercy upon thy servant in this thing!
My soul, if Jesus thus acknowledged thee in thy low estate, be sure that thou own both himself and his cause now that thou art in thy prosperity. Be not lifted up by thy worldly successes so as to be ashamed of the truth or of the poor church with which thou hast been associated.
Follow Jesus into the wilderness: bear the cross with him when the heat of persecution grows hot. He owned thee, O my soul, in thy poverty and shame—never be so treacherous as to be ashamed of him. O for more shame at the thought of being ashamed of my best Beloved! Jesus, my soul cleaveth to thee.
“I’ll turn to thee in days of light,
As well as nights of care,
Thou brightest amid all that’s bright!
Thou fairest of the fair!”