《am Morgen》9. August
„Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm." Offenbarung 21,23
In jener besseren Welt dort oben sind die Bewohner der ewigen Wohnungen unabhängig von allen zeitlichen Bedürfnissen. Sie brauchen keine Erneuerung ihrer Kleidung, denn das weiße Kleid aus der reinen Seide der gottgewirkten Gerechtigkeit trägt sich nie ab, noch wird es je befleckt. Sie bedürfen keiner Arznei zur Heilung von Krankheiten, denn „kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach." Sie brauchen keinen Schlaf, um ihrem Körper Erholung und Stärkung zu gönnen. Sie ruhen weder Tag noch Nacht, sondern loben Ihn unermüdlich in seinem Tempel. Sie brauchen keine geselligen Kreise zu ihrem Trost und ihrer Belebung. Alles Glück und alle Freuden, die aus dem Umgang mit Ihresgleichen kommen würden, machen keinen wesentlichen Teil ihrer Seligkeit aus, denn die Gemeinschaft mit ihrem Herrn stillt auch ihre höchste Sehnsucht. Sie bedürfen keiner Lehrer, auch wenn sie ganz ohne Zweifel von göttlichen Dingen reden. Aber sie bedürfen ihrer nicht zur Belehrung, noch müssen sie dazu Unterricht empfangen, denn sie werden alle von Gott gelehrt sein. Hier fallen uns die Almosen an dem Tor des Königs zu, sie aber sitzen bei Seinem Abendmahl. Hier lehnen wir uns auf den Arm eines treuen Freundes, dort aber lehnen sie sich auf ihren Geliebten, ganz allein auf Ihn. Hier sind wir angewiesen auf die Hilfe unserer Mitarbeiter, aber dort finden sie in Christus alles, was sie brauchen. Hier wendet sich unser Blick der Speise zu, die verdirbt und dem Kleid, das veraltet und löchrig wird. Dort aber wird ihnen in Gott alles geschenkt. Hier nehmen wir den Eimer und füllen ihn mit Wasser aus dem Brunnen, dort aber trinken sie sich an der Quelle satt und feuchten ihre Lippen mit lebendigem Wasser. Hier bringen uns Engel Heilsbotschaft, dort aber brauchen wir dafür keine Engel vom Himmel mehr. Sie haben dort nicht nötig, dass ein Gabriel ihnen Gottes Liebesbeweise überbringt, denn sie werden Ihn von Angesicht zu Angesicht sehen. O welch eine selige Zeit wird es sein, wenn wir über alle Vermittlung hinweg sein werden und uns unmittelbar auf den Arm Gottes stützen dürfen! Was für eine eine herrliche Stunde, wenn Gott und nicht Seine Geschöpfe, wenn der Herr und nicht Sei-ne Werke, unsere tägliche Freude und Wonne in der ewigen Seligkeit sein wird!
《Morning By Morning》August 9
“And the city had no need of the sun, neither of the moon, to shine in it: for the glory of God did lighten it, and the Lamb is the light thereof.”— Revelation 21:23
Yonder in the better world, the inhabitants are independent of all creature comforts. They have no need of raiment; their white robes never wear out, neither shall they ever be defiled. They need no medicine to heal diseases, “for the inhabitant shall not say, I am sick.”
They need no sleep to recruit their frames—they rest not day nor night, but unweariedly praise him in his temple. They need no social relationship to minister comfort, and whatever happiness they may derive from association with their fellows is not essential to their bliss, for their Lord’s society is enough for their largest desires.
They need no teachers there; they doubtless commune with one another concerning the things of God, but they do not require this by way of instruction; they shall all be taught of the Lord. Ours are the alms at the king’s gate, but they feast at the table itself.
Here we lean upon the friendly arm, but there they lean upon their Beloved and upon him alone. Here we must have the help of our companions, but there they find all they want in Christ Jesus. Here we look to the meat which perisheth, and to the raiment which decays before the moth, but there they find everything in God.
We use the bucket to fetch us water from the well, but there they drink from the fountain head, and put their lips down to the living water. Here the angels bring us blessings, but we shall want no messengers from heaven then.
They shall need no Gabriels there to bring their love-notes from God, for there they shall see him face to face. Oh! what a blessed time shall that be when we shall have mounted above every second cause and shall rest upon the bare arm of God!
What a glorious hour when God, and not his creatures; the Lord, and not his works, shall be our daily joy! Our souls shall then have attained the perfection of bliss.
《am Abend》9. August
„Jesus aber, da er auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte. Und sie ging hin und verkündigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weinten." Markus 16,9-10
Maria von Magdala war die Beute einer furchtbaren Heimsuchung. Sie war nicht nur von einem einzigen Teufel besessen, sondern von sieben. Diese entsetzlichen Bewohner verursachten dem armen Leib, in dem sie ihren Wohnsitz aufgeschlagen hatten, große Leiden und schreckliche Demütigung. Ihr Zustand war hoffnungslos und unerträglich. Sie konnte sich nicht selbst helfen, noch konnte dies irgendeine menschliche Hilfe. Aber Jesus trat ihr in den Weg und sprach das Machtwort - vielleicht sogar gegen den Widerstand der armen Besessenen - durch das Maria Magdalena ein Siegesdenkmal der heilenden Kraft Jesu wurde. Alle sieben bösen Geister verließen sie und flohen, um nie wieder zurückzukehren, denn sie wurden vom Herrn aller Dinge ausgetrieben. Was für eine selige Erlösung! Vom Wahnsinnsschrei zum Freudenlied, von der Verzweiflung zum Frieden, von der Hölle zum Himmel! Auf der Stelle wurde sie eine beständige Nachfolgerin Jesu, achtete auf jedes Seiner Worte, folgte Ihm auf allen mühsamen Pfaden, nahm teil an Seinem arbeitsamen Leben. Sie wurde vor allem Seine großherzige Helferin, zunächst mit jener Menge der von Ihm geheilten und mit Dank gegen Ihn erfüllten Frauen, die Ihm mit ihrem Vermögen dienten. Als Jesus am Kreuz er-höht wurde, da blieb Maria die Teilhaberin Seiner Demütigung. Wir sehen sie zuerst von ferne nachfolgen und nachher nahe am Fuß des Kreuzes. Sie konnte nicht mit Jesus am Kreuz sterben, aber sie blieb Ihm möglichst nahe. Als sein lieber Leichnam herabgenommen wurde, sah sie zu, wie und wohin Er gelegt wurde. Sie war eine treue und wachsame Gläubige, die Letzte an der Grabstätte wo Jesus ruhte und die Erste am Grab, aus dem Er auferstand. Ihre heilige Treue machte sie zu einer begnadeten Beobachterin ihres geliebten Rabbuni, dem es gefiel, sie bei ihrem Namen zu nennen und sie zu Seiner Verkündigerin guter Nachrichten für Petrus und seine furchtsamen Jünger zu machen. So fand die Gnade sie als Besessene und machte sie zur Gesandten, trieb die Teufel von ihr aus und ließ sie Engel schauen, befreite sie vom Satan und vereinigte sie auf immer mit dem Herrn Jesus. Ach, dass ich auch ein solches Wunder der Gnade würde!
《Evening by Evening》August 9
“Now when Jesus was risen early the first day of the week, he appeared first to Mary Magdalene, out of whom he had cast seven devils.”— Mark 16:9
Mary of Magdala was the victim of a fearful evil. She was possessed by not one devil only, but seven. These dreadful inmates caused much pain and pollution to the poor frame in which they had found a lodging. Hers was a hopeless, horrible case.
She could not help herself, neither could any human succour avail. But Jesus passed that way, and unsought, and probably even resisted by the poor demoniac, he uttered the word of power, and Mary of Magdala became a trophy of the healing power of Jesus.
All the seven demons left her, left her never to return, forcibly ejected by the Lord of all. What a blessed deliverance! What a happy change! From delirium to delight, from despair to peace, from hell to heaven!
Straightway she became a constant follower of Jesus, catching his every word, following his devious steps, sharing his toilsome life; and withal she became his generous helper, first among that band of healed and grateful women who ministered unto him of their substance.
When Jesus was lifted up in crucifixion, Mary remained the sharer of his shame: we find her first beholding from afar, and then drawing near to the foot of the cross. She could not die on the cross with Jesus, but she stood as near it as she could, and when his blessed body was taken down, she watched to see how and where it was laid.
She was the faithful and watchful believer, last at the sepulchre where Jesus slept, first at the grave whence he arose. Her holy fidelity made her a favoured beholder of her beloved Rabboni, who deigned to call her by her name, and to make her his messenger of good news to the trembling disciples and Peter.
Thus grace found her a maniac and made her a minister, cast out devils and gave her to behold angels, delivered her from Satan, and united her forever to the Lord Jesus. May I also be such a miracle of grace!
《am Morgen》10. August
„Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit." Kolosser 3,4
Der wunderbar reiche, inhaltsvolle Ausdruck von Paulus zeigt, dass Christus die Quelle unseres Lebens ist. „Euch, die ihr tot wart in Übertretungen und Sünden, hat Er lebendig gemacht." Dieselbe Stimme, die Lazarus aus dem Grab zurückrief, hat uns zur Erneuerung des Lebens auferweckt. Es ist nun der Inhalt unseres geistlichen Lebens. Durch Sein Leben haben wir das Leben. Er ist in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, die Quelle unserer Taten, der Grundgedanke der jeden anderen Gedanken auslöst und bewegt. Christus ist die Erhaltung unseres Lebens. Von was sonst kann der Christ leben, als nur von dem Fleisch und Blut Jesu? „Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; wer dieses Brot isst, der wird leben in Ewigkeit." „O, ihr müden Pilger in der Wüste der Sünde, ihr erlangt nie einen Bissen, der den Hunger eurer Geister zu sättigen imstande ist, es sei denn, ihr findet einen solchen in Ihm!" Christus ist der Trost unseres Lebens. Alle unsere wahrhaftigen Freuden gehen von Ihm aus und in Zeiten der Anfechtung ist Seine Gegenwart unser Trost. Für nichts lohnt es sich zu leben als nur für Ihn, und Seine Güte ist besser als Leben (Psalm 63)! Christus ist das Ziel unseres Lebens. Genauso wie ein Schiff dem Hafen zueilt, so eilt der Gläubige dem Hafen im Herzen seines Heilandes entgegen. Wie der Pfeil dem schwarzen Kreis der Scheibe entgegenfliegt, so fliegt der Christ der Vollendung seiner Gemeinschaft mit Jesus Christus entgegen. Wie der Krieger für seinen Feldherrn kämpft und durch den Sieg des Feldherrn selbst mit verherrlicht wird, so streitet der Gläubige für Christus und pflückt seinen Triumph aus dem Siegeskranz seines Meisters und Herrn. „Christus ist sein Leben." Christus ist das Vorbild unseres Lebens. Wo Sein Leben innerlich in uns ist, dort wird und muss zum großen Teil die-selbe Entwicklung äußerlich sein. Wenn wir in enger Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus leben, so müssen wir zunehmen wie Er. Wir müssen uns Ihn als das erhabene Vorbild, als unser göttliches Ebenbild vor Augen halten und wir müssen danach trachten, dass wir in seine Fußstapfen treten, bis Er die Krone unseres Lebens in Herrlichkeit wird. O, wie geborgen, wie geehrt, wie froh ist der Christ, seit Christus sein Leben ist!
《Morning By Morning》August 10
“When Christ, who is our life, shall appear, then shall ye also appear with him in glory.”— Colossians 3:4
Paul’s marvellously rich expression indicates, that Christ is the source of our life. “You hath he quickened who were dead in trespasses and sins.” That same voice which brought Lazarus out of the tomb raised us to newness of life.
He is now the substance of our spiritual life. It is by his life that we live; he is in us, the hope of glory, the spring of our actions, the central thought which moves every other thought. Christ is the sustenance of our life.
What can the Christian feed upon but Jesus’ flesh and blood? “This is the bread which cometh down from heaven, that a man may eat thereof, and not die.” O wayworn pilgrims in this wilderness of sin, you never get a morsel to satisfy the hunger of your spirits, except ye find it in him! Christ is the solace of our life.
All our true joys come from him; and in times of trouble, his presence is our consolation. There is nothing worth living for but him; and his lovingkindness is better than life! Christ is the object of our life.
As speeds the ship towards the port, so hastes the believer towards the haven of his Saviour’s bosom. As flies the arrow to its goal, so flies the Christian towards the perfecting of his fellowship with Christ Jesus.
As the soldier fights for his captain, and is crowned in his captain’s victory, so the believer contends for Christ, and gets his triumph out of the triumphs of his Master. “For him to live is Christ.” Christ is the exemplar of our life.
Where there is the same life within, there will, there must be, to a great extent, the same developments without; and if we live in near fellowship with the Lord Jesus we shall grow like him.
We shall set him before us as our Divine copy, and we shall seek to tread in his footsteps, until he shall become the crown of our life in glory. Oh! how safe, how honoured, how happy is the Christian, since Christ is our life!
《am Abend》10. August
„Auf das ihr aber wisset, dass des Menschen Sohn Macht habe, auf Erden die Sünden zu vergeben (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Stehe auf, hebe dein Bett auf und gehe heim!" Matthäus 9,6
Siehe, das ist eine der gewaltigsten Leistungen unseres großen Arztes: Er hat Macht, die Sünden zu vergeben! Solange Er hier lebte, noch ehe Er das Lösegeld bezahlt hatte, noch ehe das Blut wirklich auf den Gnadenstuhl gesprengt wurde, hatte Er Macht, die Sünden zu vergeben. Und sollte Er jetzt, da Er gestorben ist, die Macht der Vergebung nicht mehr besitzen? Was für eine Macht wohnt in dem, der die Schuld Seines Volkes bis auf den letzten Heller treu bezahlt hat! Er besitzt eine unbegrenzte Macht, da Er jetzt der Missetat gewehrt und der Sünde ein Ende gesetzt hat. Wenn ihr noch daran zweifelt, so schaut hin wie Er von den Toten aufersteht! Betrachtet Ihn im Glanz Seiner Himmelfahrt, wo Er zur Rechten Gottes erhöht wurde! Hört, wie Er vor Seinem ewigen Vater Fürbitte tut, auf Seine Wunden hinweist und das Verdienst Seines heiligen Leidens geltend macht! Was für eine Macht der Vergebung findet sich hier! „Er ist aufgefahren in die Höhe und hat den Menschen Gaben gegeben." „Er musste auferstehen von den Toten und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden." Die blutigsten Sünden werden durch Sein Blut der Versöhnung abgewaschen. In diesem Augenblick, liebe Seele, hat Christus die Macht zu vergeben, die Macht, dir zu vergeben egal wie groß deine Sündhaftigkeit auch sein mag. Dies gilt auch Millionen anderen, die wie du sind. Ein einziges Wort vollbringt es. Er braucht nichts weiter zu vollbringen, um deine Vergebung zu erlangen, denn das Versöhnungswerk ist ganz voll-bracht. Er kann deine Tränen sehen und dir jetzt, in diesem Moment deine Sünden vergeben und es dich wissen lassen. Er kann in eben diesem Augenblick deiner Seele einen Frieden mit Gott einflößen, der allen Verstand übersteigt und der aus der vollkommenen Versöhnung trotz deiner vielfältigen Übertretungen entspringt. Glaubst du das? Ich vertraue darauf, du glaubst es. Mögest du nun die Macht Jesu, die Sünden zu vergeben, an dir erfahren! Verschwende keine Zeit, dich an den Psychologen zu wenden, sondern eile zu Ihm mit Worten wie diesen:
„Jesu, mein Erbarmer, höre, und dich kehre doch in Gnaden her zu mir:
Du erkennest meine Plage, meine Klage ist ja Nacht und Tag vor dir. Schau die Bande, die mich drücken, und verstricken, mache mich Gefang'nen los: Denn ich kann mich selbst vom Bösen nicht erlösen. Ach, ich bin so schwach und bloß."
《Evening by Evening》August 10
“But that ye may know that the Son of man hath power on earth to forgive sins, (then saith he to the sick of the palsy,) Arise, take up thy bed, and go unto thine house.”— Matthew 9:6
Behold one of the great Physician’s mightiest arts: he has power to forgive sin! While here he lived below, before the ransom had been paid, before the blood had been literally sprinkled on the mercy-seat, he had power to forgive sin.
Hath he not power to do it now that he hath died? What power must dwell in him who to the utmost farthing has faithfully discharged the debts of his people! He has boundless power now that he has finished transgression and made an end of sin.
If ye doubt it, see him rising from the dead! behold him in ascending splendour raised to the right hand of God! Hear him pleading before the eternal Father, pointing to his wounds, urging the merit of his sacred passion!
What power to forgive is here! “He hath ascended on high, and received gifts for men.” “He is exalted on high to give repentance and remission of sins.” The most crimson sins are removed by the crimson of his blood.
At this moment, dear reader, whatever thy sinfulness, Christ has power to pardon, power to pardon thee, and millions such as thou art. A word will speak it. He has nothing more to do to win thy pardon; all the atoning work is done.
He can, in answer to thy tears, forgive thy sins today, and make thee know it. He can breathe into thy soul at this very moment a peace with God which passeth all understanding, which shall spring from perfect remission of thy manifold iniquities.
Dost thou believe that? I trust thou believest it. Mayst thou experience now the power of Jesus to forgive sin! Waste no time in applying to the Physician of souls, but hasten to him with words like these:—
“Jesus! Master! hear my cry;
Save me, heal me with a word;
Fainting at thy feet I lie,
Thou my whisper’d plaint hast heard.”
《am Morgen》11. August
„O dass ich wäre wie in den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott behütete "Hiob 29,2
Viele Christen können mit Freuden in die Vergangenheit zurück-unbefriedigten Augen an. Sie sehen zurück auf die Tage, die sie im blicken, aber sie schauen die Gegenwart mit verdrießlichen und Umgang mit dem Herrn zugebracht haben und halten sie für die lieblichsten und schönsten, die sie je erlebten. Aber die Gegenwart er-scheint ihnen in dem düsteren Kleid der Trauer und Betrübnis. Einst lebten sie mit Jesus und in seiner Nähe, jetzt aber fühlen sie, dass sie sich von Ihm weg verirrt haben und sie sprechen: „O, dass ich wäre, wie in den vorigen Monaten!" Sie beklagen es tief, dass sie ihre Zuversicht verloren haben oder dass sie jetzt keinen Seelenfrieden genießen oder dass ihnen die Gnadenmittel keine Freude gewähren oder dass das Gewissen nicht so zart sei oder dass sie nicht mehr den glühenden Eifer für die Verherrlichung Gottes haben, wie früher. Die Ursachen dieses traurigen Zustandes der Dinge sind vielfältig. Der Zustand entspringt vielleicht aus einer größeren Vernachlässigung des Gebets, denn die Vernachlässigung des stillen Gebets in der Kammer ist der Anfang allen geistlichen Verfalls. Oder er entspringt aus abgöttischem Wesen. Das Herz hängt an etwas anderem mehr als an Gott, die Liebe hat sich dem Irdischen zugewendet statt dem Himmlischen. Ein eifriger Gott gibt sich aber nicht mit einem halben Herzen zufrieden. Er will zuerst und am meisten geliebt sein. Er entzieht einem kalten abirrenden Herzen den Sonnenschein seiner Gnadengegenwart. Oder die Ursache liegt am Selbstvertrauen und an der Selbstgerechtigkeit. Der Stolz arbeitet im Herzen und die Selbstsucht hat sich erhöht, statt dass sie sich hätte am Fuß des Kreuzes demütigen lassen.
Christ, wenn es jetzt nicht so mit dir steht, wie in den vorigen Monaten", so gönne dir keine Ruhe. Begnüge dich nicht nur mit dem frommen Wunsch, die frühere Glückseligkeit solle wieder bei dir ein-kehren, sondern gehe sogleich los, suche deinen Meister und klage Ihm deine Anliegen und Nöte. Bitte Ihn um Seine Gnade und Kraft, damit du mit Seiner Hilfe in engerer Verbindung mit Ihm bleiben kannst. Demütige dich vor Ihm, dann wird Er dich wieder erhöhen und dir das Licht von Seinem Angesicht zeigen. Setze dich nicht hin und seufze und klage. Solange der teure Arzt lebt, ist noch immer Hoffnung, ja, vielmehr Gewissheit, dass auch der allerschlimmste Fall Heilung erfahren kann.
《Morning By Morning》August 11
“Oh that I were as in months past, as in the days when God preserved me;”— Job 29:2
Numbers of Christians can view the past with pleasure, but regard the present with dissatisfaction; they look back upon the days which they have passed in communing with the Lord as being the sweetest and the best they have ever known, but as to the present, it is clad in a sable garb of gloom and dreariness.
Once they lived near to Jesus, but now they feel that they have wandered from him, and they say, “O that I were as in months past!” They complain that they have lost their evidences, or that they have not present peace of mind, or that they have no enjoyment in the means of grace, or that conscience is not so tender, or that they have not so much zeal for God’s glory.
The causes of this mournful state of things are manifold. It may arise through a comparative neglect of prayer, for a neglected closet is the beginning of all spiritual decline.
Or it may be the result of idolatry. The heart has been occupied with something else, more than with God; the affections have been set on the things of earth, instead of the things of heaven.
A jealous God will not be content with a divided heart; he must be loved first and best. He will withdraw the sunshine of his presence from a cold, wandering heart.
Or the cause may be found in self-confidence and self-righteousness. Pride is busy in the heart, and self is exalted instead of lying low at the foot of the cross.
Christian, if you are not now as you “were in months past,” do not rest satisfied with wishing for a return of former happiness, but go at once to seek your Master, and tell him your sad state. Ask his grace and strength to help you to walk more closely with him; humble yourself before him, and he will lift you up, and give you yet again to enjoy the light of his countenance.
Do not sit down to sigh and lament; while the beloved Physician lives there is hope, nay there is a certainty of recovery for the worst cases.
《am Abend》11. August
„Und wenn die Tage des Mahls um waren, sandte Hiob hin und heiligte sie und machte sich des Morgens früh auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl; denn Hiob gedachte: Meine Söhne möchten gesündigt und Gott abgesagt haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob allezeit." Hiob 1,5
Was der Erzvater Hiob am frühen Morgen nach den Festtagen in seiner Familie tat, das wäre auch für den Gläubigen gut für sich zu tun, noch bevor er sich heute Abend zur Ruhe legt. Mitten unter den Freuden und Vergnügungen, die das gesellige Leben in größeren Familienkreisen mit sich bringt, ist leicht Gefahr vorhanden, in sündige Leichtfertigkeiten hineinzuschlittern und unser Zeugnis als Christen zu vergessen. Es sollte nicht so sein, aber es ist so, dass unsere festlichen Tage selten Tage der geheiligten Freude sind, sondern zu oft in eine unheilige Heiterkeit herabsinken. Es gibt eine Art, sich zu freuen, die so rein und heilig ist, als ob man sich in Edens Strömen badete: Heilige Dankbarkeit sollte ein ebenso reinigendes Element für uns sein wie Kummer. Aber ach! Für unsere armen Herzen zeigt die Wirklichkeit, dass das Haus der Trauer besser ist als das Haus der Festfreude. Komm, liebe gläubige Seele, worin hast du dich heute versündigt? Hast du deine heilige Berufung vergessen? Warst du anderen gleich in trägen Worten und unnützem Gerede? Dann bekenne die Sünde und eile hin zum Opfer. Das Opfer heiligt. Das teure Blut des geopferten Gotteslammes nimmt die Schuld weg und tilgt die Befleckung unserer Sünden der Unwissenheit und Sorglosigkeit. Das ist der beste Schluss eines jeden Familienfestes, dass wir uns von neuem in dem Reinigungsbad abwaschen lassen. Gläubige See-le, komm allezeit zu diesem Opfer, und ist das heute Abend gut, so ist es jeden Abend gut. In der Nähe des Altars zu leben ist das Vorrecht des königlichen Priestertums. Für solche ist die Sünde, so groß sie ist, nie ein Grund zum Verzweifeln, weil sie dann umso lieber wieder zum Sünden versöhnenden Opfer kommen und ihr Gewissen von allen toten Werken reinigen lassen.
„Dem, der uns liebt und uns von unseren Sünden gewaschen hat in Seinem Blut, und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern Seinem Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."
《Evening by Evening》August 11
“Now our Lord Jesus Christ himself, and God, even our Father, which hath loved us, and hath given us everlasting consolation and good hope through grace,”— 2 Thessalonians 2:16
“Consolation.” There is music in the word: like David’s harp, it charms away the evil spirit of melancholy.
It was a distinguished honour to Barnabas to be called “the son of consolation”; nay, it is one of the illustrious names of a greater than Barnabas, for the Lord Jesus is “the consolation of Israel.”
“Everlasting consolation”—here is the cream of all, for the eternity of comfort is the crown and glory of it.
What is this “everlasting consolation”?
It includes a sense of pardoned sin. A Christian man has received in his heart the witness of the Spirit that his iniquities are put away like a cloud, and his transgressions like a thick cloud. If sin be pardoned, is not that an everlasting consolation?
Next, the Lord gives his people an abiding sense of acceptance in Christ. The Christian knows that God looks upon him as standing in union with Jesus. Union to the risen Lord is a consolation of the most abiding order; it is, in fact, everlasting.
Let sickness prostrate us, have we not seen hundreds of believers as happy in the weakness of disease as they would have been in the strength of hale and blooming health? Let death’s arrows pierce us to the heart, our comfort dies not, for have not our ears full often heard the songs of saints as they have rejoiced because the living love of God was shed abroad in their hearts in dying moments?
Yes, a sense of acceptance in the Beloved is an everlasting consolation. Moreover, the Christian has a conviction of his security. God has promised to save those who trust in Christ: the Christian does trust in Christ, and he believes that God will be as good as his word, and will save him.
He feels that he is safe by virtue of his being bound up with the person and work of Jesus.
Use for 《Morning By Morning》Aug 12
THE STORY BEHIND HYMN
《am Morgen》12. August
„Der HERR ist König; des freue sich das Erdreich und seien fröhlich die Inseln, soviel ihrer sind." Psalm 97,1
Es sind keine Ursachen zur Beunruhigung vorhanden, solange dieser kostbare Ausspruch wahr bleibt. Auf Erden stillt die Macht des Herrn die Bosheit der Gottlosen ebenso schnell wie die Wut des Meeres. Seine Liebe belebt die Seele des Elenden ebenso gern, wie sein Regen die dürren Lande. Majestätisch leuchten die Flammenblitze mitten durch die schrecklichen Gewitterwolken, und die Herrlichkeit des Herrn verkündet sich in ihrer Größe durch den Fall mächtiger Reiche und durch den Sturz erhabener Throne. In all unseren Kämpfen und Anfechtungen erkennen wir die Hand des göttlichen Königs.
„Allwaltend schauest Du vom Thron
auf Deine Menschen nieder;
schaust liebend Du, der Liebe Sohn,
auf die erlösten Brüder."
In der Hölle erkennen die gefallenen Geister mit düsterem Mut seine unbezweifelbare Oberherrschaft an. Wenn sie umhergehen dürfen, so ist es ihnen nur mit schweren Fesseln an den Füßen gestattet. Dem Behemoth wurde ein Gebiss angelegt; ein Haken durch-bohrt die Kinnladen des Leviathan. Die Geschosse des Todes sind unter dem Riegel des Herrn verschlossen und göttliche Gewalt ist der Wächter über den Gefängnissen der Gräber. Die schreckliche Rache des Richters aller Welt macht, dass die Feinde heulen und mit den Zähnen klappern, so wie Hunde, die die Peitsche des Jägers fürchten.
„In Deine starke Hand hat Gott das Zepter übergeben; Du herrschest über Höll' und Tod und über Grab und Leben."
Im Himmel zweifelt niemand an der Machtvollkommenheit des Königs der Ewigkeit, sondern alle fallen nieder auf ihr Angesicht und bringen Ihm ihre Anbetung dar. Engel sind Seine Hofleute, die Aus-erwählten Seine Günstlinge und sie sehnen und freuen sich alle, Ihm Tag und Nacht zu dienen. Möchten wir bald in die Stadt des großen Königs eingehen!
„Hoch, über Erd' und Welt und Zeit thronst Du zu Gottes Rechten, Ihm gleich an Macht und Herrlichkeit, zum Heile der Gerechten."
《Morning By Morning》August 12
“The LORD reigneth; let the earth rejoice; let the multitude of isles be glad thereof.”— Psalm 97:1
Causes for disquietude there are none so long as this blessed sentence is true. On earth the Lord’s power as readily controls the rage of the wicked as the rage of the sea; his love as easily refreshes the poor with mercy as the earth with showers.
Majesty gleams in flashes of fire amid the tempest’s horrors, and the glory of the Lord is seen in its grandeur in the fall of empires, and the crash of thrones. In all our conflicts and tribulations, we may behold the hand of the divine King.
“God is God; he sees and hears
All our troubles, all our tears.
Soul, forget not, ‘mid thy pains,
God o’er all forever reigns.”
In hell, evil spirits own, with misery, his undoubted supremacy. When permitted to roam abroad, it is with a chain at their heel; the bit is in the mouth of behemoth, and the hook in the jaws of leviathan.
Death’s darts are under the Lord’s lock, and the grave’s prisons have divine power as their warder. The terrible vengeance of the Judge of all the earth makes fiends cower down and tremble, even as dogs in the kennel fear the hunter’s whip.
“Fear not death, nor Satan’s thrusts,
God defends who in him trusts;
Soul, remember, in thy pains,
God o’er all forever reigns.”
In heaven none doubt the sovereignty of the King Eternal, but all fall on their faces to do him homage. Angels are his courtiers, the redeemed his favourites, and all delight to serve him day and night. May we soon reach the city of the great King!
“For this life’s long night of sadness
He will give us peace and gladness.
Soul, remember, in thy pains,
God o’er all forever reigns.”
《am Abend》12. August
„Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde." 1.Mose 9,14
Der Regenbogen, das Sinnbild des Bundes mit Noah, ist ein Hin-weis auf unseren Herrn Jesus, der der Zeuge des Herrn vor Seinem Bundesvolk ist. Wenn das Gewissen des Sünders von Wolken verfinstert wird, er sich an seine vergangenen Sünden erinnert und vor Gott trauert und klagt, dann wird ihm Jesus Christus offenbart. Er erscheint als der Regenbogen des Bundes, der alle herrlichen Farben des göttlichen Wesens zurückstrahlt und Frieden verheißt und bedeutet. Wenn den Gläubigen Trübsal und Versuchung umgibt, so ist es außerordentlich lieblich für ihn zu sehen, dass er die Person unseres Herrn Jesu Christi betrachten darf. Er darf schauen wie Er für uns leidet, stirbt, aufersteht und vor dem Thron für uns bittet. Gottes Regenbogen ist über den Wolken unserer Sünden, unserer Schmerzen und unserer Leiden ausgespannt und verkündigt uns die Tilgung derselben. Nun entsteht aus der Wolke allein noch kein Regenbogen. Es müssen auch die klaren Regentropfen da sein, die das Licht der Sonne zurückstrahlen. Also müssen unsere Leiden uns nicht nur ängstigen, sondern sie müssen in echten Tropfen auf uns fallen. Was hätte Christus uns helfen können, wenn die Strafe Gottes nur eine beängstigende, bedrohliche Wolke gewesen wäre? Die wirkliche Strafe musste in furchtbaren Tropfen auf unseren Bürgen niederfallen. Wenn nicht eine wahre Sündenangst im Gewissen des Sünders ausbricht, so ist Christus nicht für ihn vorhanden. Wenn die Züchtigung, die er erfährt, nicht schmerzlich wird, so kann er Jesus nicht sehen. Aber es muss auch eine Sonne vorhanden sein, denn Wolken und Tropfen erzeugen keinen Regenbogen, wenn die Son-ne fehlt. Geliebte, unser Gott, der unsere Sonne ist, scheint allezeit, aber wir sehen Ihn nicht immer, denn Wolken verbergen Sein Antlitz. Aber was ist schon dabei, wenn noch so schwere Tropfen fallen und noch so schwarze Wolken drohen? Wenn nur Er Seine Strahlen scheinen lässt, so entsteht auf einmal ein Regenbogen. Man sagt, wenn wir den Regenbogen sehen, so ist das Gewitter vorüber. Gewiss ist, dass wenn Christus uns erscheint, all unsere Leiden ein Ende haben. Wenn wir zu Jesus emporblicken, verschwinden unsere Sünden, und unsere Furcht und Zweifel weichen. Wenn der Herr Jesus auf den Wellen des Meeres geht, welche Ruhe herrscht dann!
《Evening by Evening》August 12
“And it shall come to pass, when I bring a cloud over the earth, that the bow shall be seen in the cloud:”— Genesis 9:14
The rainbow, the symbol of the covenant with Noah, is typical of our Lord Jesus, who is the Lord’s witness to the people. When may we expect to see the token of the covenant? The rainbow is only to be seen painted upon a cloud.
When the sinner’s conscience is dark with clouds, when he remembers his past sin, and mourneth and lamenteth before God, Jesus Christ is revealed to him as the covenant Rainbow, displaying all the glorious hues of the divine character and betokening peace.
To the believer, when his trials and temptations surround him, it is sweet to behold the person of our Lord Jesus Christ—to see him bleeding, living, rising, and pleading for us. God’s rainbow is hung over the cloud of our sins, our sorrows, and our woes, to prophesy deliverance.
Nor does a cloud alone give a rainbow, there must be the crystal drops to reflect the light of the sun. So, our sorrows must not only threaten, but they must really fall upon us. There had been no Christ for us if the vengeance of God had been merely a threatening cloud: punishment must fall in terrible drops upon the Surety.
Until there is a real anguish in the sinner’s conscience, there is no Christ for him; until the chastisement which he feels becomes grievous, he cannot see Jesus. But there must also be a sun; for clouds and drops of rain make not rainbows unless the sun shineth.
Beloved, our God, who is as the sun to us, always shines, but we do not always see him—clouds hide his face; but no matter what drops may be falling, or what clouds may be threatening, if he does but shine there will be a rainbow at once. It is said that when we see the rainbow the shower is over.
Certain it is, that when Christ comes, our troubles remove; when we behold Jesus, our sins vanish, and our doubts and fears subside. When Jesus walks the waters of the sea, how profound the calm!
《am Morgen》13. August
dass die Bäume des HERRN voll Saft stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzt hat." Psalm 104,16 "
Libanons Zedern sind ein Sinnbild für das Volk der Christen, denn sie verdanken ihr Leben und Gedeihen ganz dem Herrn, der sie gepflanzt hat. Dies gilt für jedes Gotteskind. Es ist nicht von Menschen, noch von sich selbst, sondern von Gott gepflanzt. Die geheimnisvolle Hand des Heiligen Geistes streut den lebendigen Samen in ein Herz, das Er selbst für die Saat vorbereitet hat. Jeder wahrhaftige Erbe des Himmels erkennt den großen Weingärtner als den an, der ihn gepflanzt hat. Außerdem brauchen die Zedern Libanons keinen Menschen, der sie bewässert. Sie stehen auf einem hohen Felsen, nie von Menschenhand befeuchtet und doch sorgt euer himmlischer Vater für sie. So verhält es sich mit dem Christen, der gelernt hat, seinen Glauben zu leben. Er ist unabhängig von Menschen, sogar von zeitlichen Dingen. Er schaut auf den Herrn, seinen Gott und auf Ihn allein, der ihn beständig durch Seine Gnade erhält. Der himmlische Tau ist sein Anteil und der Gott des Himmels seine Quelle. Außerdem wer-den die Zedern Libanons von keiner sterblichen Macht beschützt. Sie verdanken dem Menschen nicht im Geringsten ihre Erhaltung und ihr fröhliches Gedeihen in Sturm und Wetterbrausen. Sie sind Gottes Bäume, von Ihm erhalten und bewahrt, und zwar ganz allein von Ihm. Genauso ist es mit dem Christen. Er ist keine Treibhaus-Pflanze, die vor allem Unheil der Witterung geschützt wäre, sondern er ist Wind und Wetter ausgesetzt. Er hat weder Schutz noch Schirm, außer dass die breiten Flügel des ewigen Gottes die Zedern bedecken, die Er gepflanzt hat. Den Zedern gleich stehen die Gläubigen auch voller Saft und haben Lebenskraft genug, um allezeit zu grünen, selbst mitten im winterlichen Schnee und erstarrenden Frost. Letztendlich dient das fröhliche und kräftige Gedeihen der Zedern und ihr majestätischer Wuchs allein zu Gottes Ehre. Der Herr, ja, der Herr allein ist für die Zedern alles geworden und darum sagt David so schön in einem seiner Psalmen: „Lobet den Herrn, fruchtbare Bäume, und alle Zedern." Es ist nichts im Gläubigen, was den Menschen verherrlichen könnte. Er wird eigenhändig von dem Herrn gepflanzt, ernährt und beschützt. Von dem Herrn kommt es, dass die Bäume des Herrn voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die Er gepflanzet hat." Darum lobe den Herrn, meine Seele und schenke Ihm allein die Ehre!
《Morning By Morning》August 13
“The trees of the LORD are full of sap; the cedars of Lebanon, which he hath planted;”— Psalm 104:16
Lebanon’s cedars are emblematic of the Christian, in that they owe their planting entirely to the Lord.
This is quite true of every child of God. He is not man-planted, nor self-planted, but God-planted. The mysterious hand of the divine Spirit dropped the living seed into a heart which he had himself prepared for its reception.
Every true heir of heaven owns the great Husbandman as his planter. Moreover, the cedars of Lebanon are not dependent upon man for their watering; they stand on the lofty rock, unmoistened by human irrigation; and yet our heavenly Father supplieth them.
Thus it is with the Christian who has learned to live by faith. He is independent of man, even in temporal things; for his continued maintenance he looks to the Lord his God, and to him alone. The dew of heaven is his portion, and the God of heaven is his fountain.
Again, the cedars of Lebanon are not protected by any mortal power. They owe nothing to man for their preservation from stormy wind and tempest. They are God’s trees, kept and preserved by him, and by him alone.
It is precisely the same with the Christian. He is not a hot-house plant, sheltered from temptation; he stands in the most exposed position; he has no shelter, no protection, except this, that the broad wings of the eternal God always cover the cedars which he himself has planted.
Like cedars, believers are full of sap, having vitality enough to be ever green, even amid winter’s snows. Lastly, the flourishing and majestic condition of the cedar is to the praise of God only. The Lord, even the Lord alone hath been everything unto the cedars, and, therefore David very sweetly puts it in one of the psalms, “Praise ye the Lord, fruitful trees and all cedars.”
In the believer there is nothing that can magnify man; he is planted, nourished, and protected by the Lord’s own hand, and to him let all the glory be ascribed.
《am Abend》13. August
„Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allen lebendigen Seelen in allerlei Fleisch, dass nicht mehr hin-fort eine Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe." 1. Mose 9,15
Achte gut auf die Form der Verheißung. Gott spricht nicht: „Und wenn ihr meinen Bogen anseht und gedenkt an meinen Bund, so will ich die Erde nicht mehr verderben", sondern Er hat seine Gnade in herrlicher Weise nicht auf unser Gedächtnis gegründet und gestellt, das schwankend und gebrechlich ist, sondern auf Sein Gedächtnis, das unendlich und unbeweglich ist. „Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, dass ich ansehe, und gedenke an den ewigen Bund." O, nicht weil ich an Gott denke, sondern dass Gott an mich denkt ist der Grund meiner Seligkeit. Nicht dass ich mich an Seinen Bund halte, sondern dass Sein Bund mich hält, ist meines Heils Gewissheit. Ge-lobt sei Gott! Alle Schutzmauern der Erlösung sind durch die göttliche Allmacht festgemacht und auch die kleineren Verteidigungstürme, von denen wir denken, dass man sie auch der menschlichen Obhut hätte übergeben können, stehen unter dem Schutz der allmächtigen Kraft. Selbst das Gedächtnis des Bundes wird nicht unserer Erinnerung anvertraut, denn wir könnten ihn vergessen. Unser Herr aber kann die Heiligen nicht vergessen, die Er in Seine Hände gezeichnet hat. Es geht uns wie dem Volk Israel in Ägypten. Das Blut war an die Oberschwelle und an die beiden Pfosten der Tür gestrichen, aber der Herr sprach nicht: „Wenn ihr das Blut seht, will ich vorübergehen", sondern: „Wenn ich das Blut sehe, gehe ich an euch vorüber." Mein Blick auf Jesus bringt mir Frieden und Freude, aber der Blick Gottes auf Jesus ist der Grund meines Heils und des Heils aller Seiner Er-wählten. Gott ist es unmöglich Christus, unseren blutigen Bürgen, anzusehen und uns dennoch wegen unserer Sünden zu zürnen, die schon ihre Strafe in Ihm empfangen haben. Nein, es bleibt nicht uns überlassen ob wir selig werden, denn es ruht nicht auf unserem Gedächtnis des Bundes. Es ist kein minderwertig halbwollenes Zeug. Nicht ein einziger Faden menschlichen Erzeugnisses entwertet das Gewebe. Es ist nicht von Menschen, noch durch Menschen, sondern vom Herrn allein. Wir sollten an den Bund denken und werden es durch Gottes Gnade tun, aber der Anker unseres Heils ist nicht hier befestigt. Der rechte Ankergrund ist Gottes Gedenken an uns, nicht unser Gedenken an Gott. Nur darum ist der Bund ein ewiger Bund.
《Evening by Evening》August 13
“And I will remember my covenant, which is between me and you and every living creature of all flesh; and the waters shall no more become a flood to destroy all flesh.”— Genesis 9:15
Mark the form of the promise. God does not say, “And when ye shall look upon the bow, and ye shall remember my covenant, then I will not destroy the earth,” but it is gloriously put, not upon our memory, which is fickle and frail, but upon God’s memory, which is infinite and immutable.
“The bow shall be in the cloud; and I will look upon it, that I may remember the everlasting covenant.” Oh! it is not my remembering God, it is God’s
remembering me which is the ground of my safety; it is not my laying hold of his covenant, but his covenant’s laying hold on me.
Glory be to God! the whole of the bulwarks of salvation are secured by divine power, and even the minor towers, which we may imagine might have been left to man, are guarded by almighty strength.
Even the remembrance of the covenant is not left to our memories, for we might forget, but our Lord cannot forget the saints whom he has graven on the palms of his hands. It is with us as with Israel in Egypt; the blood was upon the lintel and the two side-posts, but the Lord did not say, “When you see the blood I will pass over you,” but “When I see the blood I will pass over you.”
My looking to Jesus brings me joy and peace, but it is God’s looking to Jesus which secures my salvation and that of all his elect, since it is impossible for our God to look at Christ, our bleeding Surety, and then to be angry with us for sins already punished in him.
No, it is not left with us even to be saved by remembering the covenant. There is no linsey-wolsey here—not a single thread of the creature mars the fabric. It is not of man, neither by man, but of the Lord alone.
We should remember the covenant, and we shall do it, through divine grace; but the hinge of our safety does not hang there—it is God’s remembering us, not our remembering him; and hence the covenant is an everlasting covenant.
《am Morgen》14. August
„Denn, HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Geschäfte deiner Hände." Psalm 92,5
Glaubst du, dass dir deine Sünden vergeben sind und dass Christus eine völlige Versöhnung für sie erbracht hat? Was für ein fröhlicher Christ musst du also sein! Wie musst du dich erhoben fühlen über alle Traurigkeit und Trübsal dieser Welt! Was kann dir alles andere schaden, was noch kommen mag, da dir nun deine Sünden vergeben sind? Luther hat gesagt: „Schlag' zu, denn mir sind meine Sünden vergeben; wenn Du mir nur vergeben hast, so schlag' nur zu, so heftig Du willst", und in ganz gleichem Sinne kannst du sagen: „Sende Krankheit, Armut, Verlust, Kreuz, Verfolgung oder was Du nur immer willst. Du hast mir vergeben, und meine Seele ist fröhlich." Lieber Christ, weil du nun errettet und selig geworden bist: sei dankbar und voller Liebe. Klammere dich an das Kreuz, an dem deine Sünden gekreuzigt worden sind. Diene Dem, der dir gedient hat. „Ich ermahne euch, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei, welches sei euer vernünftiger Gottesdienst." Achte darauf, dass dein Eifer sich nicht verflüchtige und sich in einer bloß vorüber-gehenden Aufwallung des Dankens und Lobpreises verzehre, sondern beweise deine Liebe mit herzlichen, tiefempfundenen Zeichen deiner Hingabe an Ihn. Liebe die Brüder Dessen, der dich geliebt hat. Ist irgendwo ein Mephi-Boseth, der lahm oder ein Krüppel ist, so stehe ihm um Jonathans willen bei. Ist irgendein armer, schwergeprüfter, gläubiger Bruder, so weine mit ihm und trage Sein Kreuz um Des willen, der über dich geweint und deine Sünden getragen hat. Weil dir um Christi willen solche freie Vergebung zuteil geworden ist, so gehe hin und verkündige anderen die frohe Botschaft von der vergebenden Gnade. Gib dich nicht zufrieden, diese unaussprechliche Gnade für dich allein zu haben, sondern verkündige weit um dich her das Wort vom Kreuz. Heilige Freude und selige Freiheit machen dich zu einem guten Prediger und die ganze Welt kann dir ein Ort zur Verkündigung der göttlichen Gnade sein. Ein fröhliches, heiliges Wesen ist die eindringlichste Predigt, aber das muss dir der Herr schenken. Bitte heute darum ehe du in das geschäftige Weltleben hinausgehst. Wenn wir uns über das Werk des Herrn in uns freuen, dann könnten wir nicht fröhlicher sein.
《Morning By Morning》August 14
“For thou, LORD, hast made me glad through thy work: I will triumph in the works of thy hands.”— Psalm 92:4
Do you believe that your sins are forgiven, and that Christ has made a full atonement for them? Then what a joyful Christian you ought to be! How you should live above the common trials and troubles of the world!
Since sin is forgiven, can it matter what happens to you now? Luther said, “Smite, Lord, smite, for my sin is forgiven; if thou hast but forgiven me, smite as hard as thou wilt;” and in a similar spirit you may say, “Send sickness, poverty, losses, crosses, persecution, what thou wilt, thou hast forgiven me, and my soul is glad.”
Christian, if thou art thus saved, whilst thou art glad, be grateful and loving. Cling to that cross which took thy sin away; serve thou him who served thee. “I beseech you therefore, by the mercies of God, that ye present your bodies a living sacrifice, holy, acceptable unto God, which is your reasonable service.”
Let not your zeal evaporate in some little ebullition of song. Show your love in expressive tokens. Love the brethren of him who loved you. If there be a Mephibosheth anywhere who is lame or halt, help him for Jonathan’s sake.
If there be a poor tried believer, weep with him, and bear his cross for the sake of him who wept for thee and carried thy sins. Since thou art thus forgiven freely for Christ’s sake, go and tell to others the joyful news of pardoning mercy.
Be not contented with this unspeakable blessing for thyself alone, but publish abroad the story of the cross. Holy gladness and holy boldness will make you a good preacher, and all the world will be a pulpit for you to preach in.
Cheerful holiness is the most forcible of sermons, but the Lord must give it you. Seek it this morning before you go into the world. When it is the Lord’s work in which we rejoice, we need not be afraid of being too glad.
《am Abend》14. August
" Und der HERR sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volkes in Ägypten und habe ihr Geschrei gehört über die, so sie drängen; ich habe ihr Leid erkannt "2. Mose 3,7
Ein Kind ist vergnügt, wenn es singt: „Das ist dem Vater wohlbekannt." Und sollen nicht auch wir getrost sein wenn wir entdecken, dass unser lieber Freund und Seelenbräutigam alles davon weiß, wie es mit uns steht? - 1. Er ist der Arzt und wenn Er alles weiß, so ist es nicht nötig, dass es der Kranke weiß. Still, du verzagtes, unruhiges Herz, das bald weint, bald betet, bald zweifelt! Was du jetzt nicht weißt, wirst du später erfahren und in der Zwischenzeit kennt Jesus, der geliebte Arzt, die Leiden deiner Seele. Wozu muss der Kranke alle seine Heilmittel analysieren oder alle Symptome beurteilen? Das ist Sache des Arztes, nicht meine. Meine Sache ist es, Ihm zu vertrauen und die Seine, etwas zu verschreiben. Wenn Er Sein Rezept in wunderlicher Schrift ausstellt, die ich nicht lesen kann, so werde ich mich davon nicht beunruhigen lassen, aber auf Seine unfehlbare Sachkenntnis vertrauen, wie rätselhaft auch immer alles zusammenwirken wird. - 2. Er ist der Meister und Seine Kenntnisse helfen uns, nicht unsere eigenen. Wir haben nur zu gehorchen und nicht zu beurteilen. „Der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut." Hat ein Baumeister jedem Handlanger seine Entwürfe auseinanderzusetzen? Wenn dieser über seine eigene Arbeit Bescheid weiß, ist das nicht genug? Der Ton auf der Töpferscheibe kann nicht sagen, welche Form ihm gegeben werden soll. Hauptsache ist, dass der Töpfer sein Handwerk versteht, denn was kümmert ihn die Unwissenheit des Tons? Mein Herr darf von jemandem, so unwissend wie ich, nicht mehr durch allerlei Kreuz- und Querfragen belästigt werden. - 3. Er ist das Haupt und alle Weisheit kommt hier zusammen. Welche Einschätzung hat der Arm? Welches Verständnis der Fuß? Alle Kraft des Erkennens liegt im Haupt. Wozu sollten die Glieder ein eigenes Hirn nötig haben, wenn das Haupt sämtliches Denken für sie verrichtet? Darin muss der Gläubige in seinem Leiden seinen ganzen Trost suchen: Jesus weiß und sieht alles voraus, wenn der Gläubige selbst nicht das Ende überblicken kann. Teurer Herr Jesus, sei Du für immer Auge und Seele und Haupt für uns und gib, dass wir damit zufrieden sind das zu wissen, was Du für gut befindest, zu offenbaren.
《Evening by Evening》August 14
“And the LORD said, I have surely seen the affliction of my people which are in Egypt, and have heard their cry by reason of their taskmasters; for I know their sorrows;”— Exodus 3:7
The child is cheered as he sings, “This my father knows;” and shall not we be comforted as we discern that our dear Friend and tender soul-husband knows all about us?
1. He is the Physician, and if he knows all, there is no need that the patient should know. Hush, thou silly, fluttering heart, prying, peeping and suspecting! What thou knowest not now, thou shalt know hereafter, and meanwhile Jesus, the beloved Physician, knows thy soul in adversities.
Why need the patient analyze all the medicine, or estimate all the symptoms? This is the Physician’s work, not mine; it is my business to trust, and his to prescribe. If he shall write his prescription in uncouth characters which I cannot read, I will not be uneasy on that account, but rely upon his unfailing skill to make all plain in the result, however mysterious in the working.
2. He is the Master, and his knowledge is to serve us instead of our own; we are to obey, not to judge: “The servant knoweth not what his lord doeth.” Shall the architect explain his plans to every hodman on the works?
If he knows his own intent, is it not enough? The vessel on the wheel cannot guess to what pattern it shall be conformed, but if the potter understands his art, what matters the ignorance of the clay? My Lord must not be cross-questioned any more by one so ignorant as I am.
3. He is the Head. All understanding centres there. What judgment has the arm? What comprehension has the foot? All the power to know lies in the head. Why should the member have a brain of its own when the head fulfils for it every intellectual office?
Here, then, must the believer rest his comfort in sickness, not that he himself can see the end, but that Jesus knows all. Sweet Lord, be thou forever eye, and soul, and head for us, and let us be content to know only what thou choosest to reveal.
《am Morgen》15. August
„Isaak war ausgegangen, zu beten auf dem Felde um den Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen." 1. Mose 24,63
Sein Vorhaben war bewundernswert. Diejenigen, die viele Stunden mit Unterhaltungsliteratur und nutzlosem Zeitvertreib in liederlicher Gemeinschaft verbringen, denken, dass sie dadurch Weisheit lernen können. Dabei würden sie in Stiller Zeit und Nachdenken über göttliche Dinge eine nutzbringendere Gesellschaft und fesselndere Beschäftigungen finden, als in den Nichtigkeiten, die jetzt einen solchen Zauber auf sie ausüben. Wir würden mehr wissen, näher bei Gott sein und in der Gnade zunehmen, wenn wir mehr in der Stille wären. Die Besinnung in die Stille ist mit dem Wiederkäuen der Kühe vergleichbar: es extrahiert das wirklich Wertvolle aus der aufgenommenen geistigen Nahrung. Wenn Jesus das Thema ist, dann ist das Nachdenken in der Tat erfrischend. Isaak fand Rebekka in seiner persönlichen Stillen Zeit und auch viele andere haben hier ihr teuerstes Geliebtes gefunden. Die Wahl des Ortes war bewundernswert. Auf dem Feld ist unsere Gebetskammer rundum mit Sprüchen Gottes zur Erinnerung geschmückt. Von der Zeder bis zum Ysop, vom rauschenden Adler bis zur zirpenden Grille, vom blauen Firmament bis zum Tautropfen ist alles voller Lehren der Weisheit. Wenn das Auge göttlich erleuchtet ist, dann wird durch diesen Unterricht das Gemüt viel lebhafter angeregt als durch geschriebene Bücher. Unsere en-gen Zimmer sind nicht so gesund, heiter, angenehm und anregend wie die freie Natur. Wir wollen nichts gemein oder unrein achten, sondern bedenken, dass alles Erschaffene auf seinen Schöpfer hin-weist und das Feld zur heiligen Stätte weiht. Die Wahl der Zeit war bewundernswert. Die Zeit des Sonnenuntergangs, wo die Sonne ihren Schleier über die Welt zieht, gewährt der Seele Ruhe, da die weltlichen Sorgen den Freuden der himmlischen Gemeinschaft Platz machen. Die Herrlichkeit des Sonnenuntergangs erregt unsere Bewunderung und die feierlich heraufziehende Nacht erweckt unsere Ehrfurcht. Wenn die Arbeit dieses Tages es dir, lieber Leser, gestattet, so ist es gut, wenn du am Abend Zeit hast, ein Stündchen im Freien zu verbringen. Wo das nicht möglich ist, so ist der Herr auch in der Stadt und will dir im stillen Kämmerlein oder im Gewühl der wogen-den Menge nahe sein. So lass dein Herz ausgehen und Ihn suchen.
《Morning By Morning》August 15
“And Isaac went out to meditate in the field at the eventide: and he lifted up his eyes, and saw, and, behold, the camels were coming.”— Genesis 24:63
Very admirable was his occupation. If those who spend so many hours in idle company, light reading, and useless pastimes, could learn wisdom, they would find more profitable society and more interesting engagements in meditation than in the vanities which now have such charms for them.
We should all know more, live nearer to God, and grow in grace, if we were more alone. Meditation chews the cud and extracts the real nutriment from the mental food gathered elsewhere. When Jesus is the theme, meditation is sweet indeed. Isaac found Rebecca while engaged in private musings; many others have found their best beloved there.
Very admirable was the choice of place. In the field we have a study hung round with texts for thought. From the cedar to the hyssop, from the soaring eagle down to the chirping grasshopper, from the blue expanse of heaven to a drop of dew, all things are full of teaching, and when the eye is divinely opened, that teaching flashes upon the mind far more vividly than from written books.
Our little rooms are neither so healthy, so suggestive, so agreeable, or so inspiring as the fields. Let us count nothing common or unclean, but feel that all created things point to their Maker, and the field will at once be hallowed.
Very admirable was the season. The season of sunset as it draws a veil over the day, befits that repose of the soul when earthborn cares yield to the joys of heavenly communion. The glory of the setting sun excites our wonder, and the solemnity of approaching night awakens our awe.
If the business of this day will permit it, it will be well, dear reader, if you can spare an hour to walk in the field at eventide, but if not, the Lord is in the town too, and will meet with thee in thy chamber or in the crowded street. Let thy heart go forth to meet him.
《am Abend》15. August
„Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben..." Hesekiel 36,26
Ein fleischernes Herz erkennt man an seiner zarten Empfindsamkeit gegenüber der Sünde. Wenn ein fleischernes Herz einer schmutzigen Phantasie nachgibt oder einem wilden Begehren erlaubt hat auch nur einen Augenblick zu verweilen, so ist das schon genug, dass es vor dem Herrn bekümmert ist. Das steinerne Herz nennt große Abscheulichkeit ein Nichts, ganz anders als das fleischerne Herz.
„Wie wird man oft durch Reu' und Scham gebeugt,
wenn sich nicht mehr der erste Eifer zeigt,
wenn uns der Geist hat überführt,
dass sich bei uns die erste Lieb verliert."
Das fleischerne Herz ist empfindsam für den Willen Gottes. Mein Meister Eigenwille ist ein echter Dickkopf und es ist schwer ihn dem göttlichen Willen zu unterwerfen. Wenn uns aber das fleischerne Herz gegeben ist, so erzittert unser Wille wie Espenlaub bei jedem Hauch des Himmels und es beugt sich wie eine Weide bei jedem Wehen des Geistes Gottes. Der natürliche Wille ist kaltes, hartes Eisen, das nicht mit dem Hammer in Formen getrieben werden kann, aber der erneuerte Wille wird von der Hand der Gnade leicht und, wie geschmolzenes Metall, geformt. Im fleischernen Herzen ist eine zärtliche Liebe vorhanden. Das harte Herz empfindet keine Liebe zum Erlöser, aber das erneuerte Herz brennt von allem Lieben und Guten für Ihn. Das harte Herz ist selbstsüchtig und fragt kalt: „Weshalb sollte ich über die Sünde weinen? Warum sollte ich den Herrn lieben?" Aber das fleischerne Herz spricht: „Herr, Du weißt, dass ich Dich lieb habe. Hilf mir, dass ich Dich noch mehr lieben kann!" Ein solches erneuertes Herz besitzt viele Vorzüge:
„Hier wohnt der Heilige Geist, logieret Jesus Christ."
Es ist vorbereitet, jeden geistlichen Segen zu empfangen und jeder Segen wird ihm auch zuteil. Es ist vorbereitet, um viele himmlische Früchte zur Ehre und zum Preis Gottes hervorzubringen und darum hat der Herr seine Freude an ihm. Ein zartes Herz ist der beste Schutz gegen die Sünde und die beste Vorbereitung für den Himmel. Ein er-neuertes Herz steht auf dem Wachturm und wartet auf das Kommen des Herrn Jesus. Hast du ein solches fleischernes Herz?
《Evening by Evening》August 15
“A new heart also will I give you, and a new spirit will I put within you: and I will take away the stony heart out of your flesh, and I will give you an heart of flesh.”— Ezekiel 36:26
A heart of flesh is known by its tenderness concerning sin. To have indulged a foul imagination, or to have allowed a wild desire to tarry even for a moment, is quite enough to make a heart of flesh grieve before the Lord. The heart of stone calls a great iniquity nothing, but not so the heart of flesh.
“If to the right or left I stray,
That moment, Lord, reprove;
And let me weep my life away,
For having grieved thy love”
The heart of flesh is tender of God’s will. My Lord Will-be-will is a great blusterer, and it is hard to subject him to God’s will; but when the heart of flesh is given, the will quivers like an aspen leaf in every breath of heaven, and bows like an osier in every breeze of God’s Spirit.
The natural will is cold, hard iron, which is not to be hammered into form, but the renewed will, like molten metal, is soon moulded by the hand of grace. In the fleshy heart there is a tenderness of the affections.
The hard heart does not love the Redeemer, but the renewed heart burns with affection towards him.
The hard heart is selfish and coldly demands, “Why should I weep for sin? Why should I love the Lord?” But the heart of flesh says; “Lord, thou knowest that I love thee; help me to love thee more!”
Many are the privileges of this renewed heart; “‘Tis here the Spirit dwells, ’tis here that Jesus rests.” It is fitted to receive every spiritual blessing, and every blessing comes to it. It is prepared to yield every heavenly fruit to the honour and praise of God, and therefore the Lord delights in it.
A tender heart is the best defence against sin, and the best preparation for heaven. A renewed heart stands on its watchtower looking for the coming of the Lord Jesus. Have you this heart of flesh?
《am Morgen》16. August
„Bringet dem HERRN die Ehre seines Namens; betet an den HERRN im heiligen Schmuck!" Psalm 29,2
Er ist herrlich in Seinem Wesen, denn in Gott ist solch eine Fülle all Gottes Ehre geht aus dem Wesen und den Taten Gottes hervor. dessen was heilig, lieblich und gut ist, dass Er voller Herrlichkeit sein muss. Und die Taten, die Er tut, müssen auch herrlich sein, denn sie fließen aus Seinem Wesen. Weil Er aber will, dass all sein Tun Seinen Geschöpfen Seine Güte, Gnade und Gerechtigkeit offenbaren soll, wacht Er sorgfältig darüber, dass die damit verbundene Ehre nur Ihm allein gegeben werde. Es ist auch nichts an uns, weswegen wir uns rühmen könnten, denn wer ist es, der zwischen uns einen Unterschied macht? Und was haben wir, was wir nicht von dem Gott aller Gnade empfangen hätten? Darum sollten wir auch sorgfältig darauf achten, dass wir demütig vor dem Herrn leben! Sobald wir uns selbst rühmen und verherrlichen, lehnen wir uns als Rebellen wider den Höchsten auf und beanspruchen Seine Ehre, denn im Universum ist nur für eine Ehre Platz. Darf die Made, die eine Stunde lebt, sich gegen die Sonne erheben, die sie mit ihren wärmenden Strahlen ins Leben gerufen hat? Darf das Gefäß aus Erde sich gegen den Töpfer auflehnen, der es auf der Scheibe geformt hat? Darf der Sand aus der Wüste mit dem Sturmwind streiten? Oder können die Tropfen im Ozean sich dem heulenden Orkan widersetzen? „Bringet dem HERRN die Ehre seines Namens; betet an den HERRN im heiligen Schmuck!" Und dennoch ist es vielleicht einer der schwersten Kämpfe im Leben eines Christen diesen Spruch zu lernen: „Nicht uns Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib Ehre." Es ist eine Lehre, die der Herr ständig für uns wiederholt, ja oft unter schmerzhafter Züchtigung einschärft. Wenn ein Christ anfängt zu rühmen: „Ich vermag alles" und nicht hinzusetzt durch Den, der mich mächtig macht, Christus", so wird er bald seufzen müssen: „Ich vermag nichts" und wird sich im Staub demütigen. „Wer sich rühmen will, der rühme sich des, dass er mich wisse und kenne, dass ich der Herr bin, der Barmherzigkeit übt, spricht der Herr." Wenn wir etwas für den Herrn tun und es Ihm gefällt unser Tun anzunehmen, so wollen wir Ihm unsere Krone zu Füßen legen und ausrufen: „Nicht ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir gewesen ist!" (1.Korinther 15,10).
《Morning By Morning》August 16
“Give unto the LORD the glory due unto his name; worship the LORD in the beauty of holiness.”— Psalm 29:2
God’s glory is the result of his nature and acts. He is glorious in his character, for there is such a store of everything that is holy, and good, and lovely in God, that he must be glorious.
The actions which flow from his character are also glorious; but while he intends that they should manifest to his creatures his goodness, and mercy, and justice, he is equally concerned that the glory associated with them should be given only to himself.
Nor is there aught in ourselves in which we may glory; for who maketh us to differ from another? And what have we that we did not receive from the God of all grace? Then how careful ought we to be to walk humbly before the Lord!
The moment we glorify ourselves, since there is room for one glory only in the universe, we set ourselves up as rivals to the Most High. Shall the insect of an hour glorify itself against the sun which warmed it into life?
Shall the potsherd exalt itself above the man who fashioned it upon the wheel? Shall the dust of the desert strive with the whirlwind? Or the drops of the ocean struggle with the tempest? Give unto the Lord, all ye righteous, give unto the Lord glory and strength; give unto him the honour that is due unto his name.
Yet it is, perhaps, one of the hardest struggles of the Christian life to learn this sentence—”Not unto us, not unto us, but unto thy name be glory.” It is a lesson which God is ever teaching us, and teaching us sometimes by most painful discipline.
Let a Christian begin to boast, “I can do all things,” without adding “through Christ which strengtheneth me,” and before long he will have to groan, “I can do nothing,” and bemoan himself in the dust.
When we do anything for the Lord, and he is pleased to accept of our doings, let us lay our crown at his feet, and exclaim, “Not I, but the grace of God which was with me!”
《am Abend》16. August
„Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des "Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und warten auf unsers Leibes Erlösung." Römer 8,23
Gegenwärtiger Besitz wird uns verkündet. In diesem gegenwärtigen Augenblick haben wir die ersten Früchte des Geistes. Wir haben die Reue - diesen Edelstein vom reinsten Wasser, den Glauben - die-se unschätzbare Perle, die Hoffnung - diesen himmlischen Smaragd und die Liebe - diesen köstlichen Rubin. Durch die wirksame Gnade Gottes, des Heiligen Geistes, sind wir bereits zu „neuen Kreaturen in Christus Jesus" gemacht worden. Dies wird die Erstlingsfrucht genannt, weil es als Erstes kommt. Genauso wie die Opfergarbe der Erstlinge die ersten Früchte der Ernte waren, so sind auch das geistliche Leben und alle Gnadengaben, die dieses Leben schmücken, die ersten Auswirkungen des Geistes Gottes in unseren Herzen. Die Erstlingsfrüchte waren das Unterpfand der Ernte. Sobald der Israelit die erste Handvoll reifer Ähren gepflückt hatte, wartete er voll freudiger Erwartung auf die Zeit, wo der Wagen unter der goldenen Last der Garben ächzen würde. Und so liebe Brüder, wenn uns Gott Dinge gibt, die rein, lieblich und wohllautend als eine Wirkung des Heiligen Geistes sind, so sind das alles Bestimmungen der zukünftigen Herrlichkeit. Die Erstlingsfrüchte wurden stets dem Herrn geheiligt und so ist unsere neue Natur mit ihren Kräften etwas Geheiligtes. Das neue Leben gehört uns nicht auf eine solche Art, dass wir seine Vorbildhaftigkeit unserem eigenen Verdienst zuschreiben dürften. Es ist Christi Abbild und Werk und ist für Seine Ehre bestimmt. Aber die Erstlinge sind noch nicht die Ernte, und das Werk, das der Heilige Geist jetzt in uns schafft, ist nicht die Vollendung. Die Vollkommenheit erwarten wir erst. Wir dürfen uns nicht rühmen, dass wir sie schon ganz erreicht hätten und die Garbe für das Schwingopfer als den ganzen Ertrag des Jahres ansehen. Wir müssen nach Gerechtigkeit hungern und dürsten und uns nach dem Tag der völligen Erlösung sehnen. Liebe Seele, öffne heute Abend deinen Mund weit, so wird Gott ihn füllen. Lass den Segen, den du jetzt in Besitz hast, in dir eine heilige Gier nach weiterer Gnade erregen. Seufze innerlich nach höheren Stufen der Weihe und der Herr wird sie dir gewähren, denn Er kann unglaublich viel mehr tun als alles, was wir bitten oder auch nur erdenken können.
《Evening by Evening》August 16
“And not only they, but ourselves also, which have the firstfruits of the Spirit, even we ourselves groan within ourselves, waiting for the adoption, to wit, the redemption of our body.”— Romans 8:23
Present possession is declared. At this present moment we have the first fruits of the Spirit. We have repentance, that gem of the first water; faith, that priceless pearl; hope, the heavenly emerald; and love, the glorious ruby.
We are already made “new creatures in Christ Jesus,” by the effectual working of God the Holy Ghost. This is called the firstfruit because it comes first. As the wave-sheaf was the first of the harvest, so the spiritual life, and all the graces which adorn that life, are the first operations of the Spirit of God in our souls.
The firstfruits were the pledge of the harvest. As soon as the Israelite had plucked the first handful of ripe ears, he looked forward with glad anticipation to the time when the wain should creak beneath the sheaves.
So, brethren, when God gives us things which are pure, lovely and of good report, as the work of the Holy Spirit, these are to us the prognostics of the coming glory. The firstfruits were always holy to the Lord, and our new nature, with all its powers, is a consecrated thing.
The new life is not ours that we should ascribe its excellence to our own merit; it is Christ’s image and creation, and is ordained for his glory. But the firstfruits were not the harvest, and the works of the Spirit in us at this moment are not the consummation—the perfection is yet to come.
We must not boast that we have attained, and so reckon the wave-sheaf to be all the produce of the year: we must hunger and thirst after righteousness, and pant for the day of full redemption. Dear reader, this evening open your mouth wide, and God will fill it.
Let the boon in present possession excite in you a sacred avarice for more grace. Groan within yourself for higher degrees of consecration, and your Lord will grant them to you, for he is able to do exceeding abundantly above what we ask or even think.